Albert J. Bernstein: Emotionale Vampire
Von Tania Konnerth
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Albert J. Bernstein: Emotionale Vampire. – München: mvg, 2002. – ISBN: 3478732700 SchlagwörterKommunikation, schwierige Menschen, Konflikte, ZusammengefasstDas Fazit für dieses Buch kommt gleich vorneweg: es ist seltsam. Man liest und liest und weiß eigentlich nicht so recht, was davon zu halten ist. Wie ernst ist es gemeint und wie ernst will es genommen werden? Es geht um "Vampire" – um moderne Vampire, nämlich Menschen, die unsere Energien saugen. Soweit, so nach vollziehbar, denn solche Personen dürfte wohl jeder von uns kennen. Der Autor beschreibt fünf verschiedene Sorten von Vampiren, die nach seinen Ausführungen auf Persönlichkeitsstörungen beruhen:
Allein diese kleine Aufzählung macht die merkwürdige Mischung deutlich, die dieses Buch auszeichnet: eine Mischung aus Fach-Knowhow und Humor. Albert J. Bernstein ist u.a. klinischer Psychologe und schreibt Kolumnen. Er beherrscht die Feder ausgezeichnet und schreibt exzellent. Und dennoch wirkt die Typeneinteilung und -beschreibung befremdlich. So können Sie per Checkliste Ihre Umgebung in Vampir-Schubladen stecken und ihnen auf diese Weise gleich eine Persönlichkeitsdiagnose stellen. Die Aussagen über die beschriebenen Typen sind zugespitzt, damit aber auch wertend und unversöhnlich und es stellt sich die Frage, ob diese Herangehensweise wirklich geeignet ist, mit schwierigen Menschen besser klarzukommen. Auf dem Buchrücken steht, dass "handfeste Verteidigungsstrategien" geboten werden – ob die allerdings für konstruktive Konfliktlösungen geeignet sind, bleibt doch mehr als fraglich. Bei diesem Buch gilt mehr als bei anderen, dass es Geschmackssache ist. Für wen ist dieses Buch?Angesprochen sollen sich Leser/innen fühlen, die sich von Menschen in ihrer Umgebung genervt fühlen und die wissen möchten, was sie dagegen tun können. Sie müssen aber schon eine bestimmte Art von Humor haben, um mit dem Buch klarzukommen. Als Kommunikationsratgeber für den Umgang mit schwierigen Menschen können wir das Buch jedenfalls nicht breit empfehlen – dann schon eher als Satire. Aus dem Inhalt
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