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Fritz B. Simon: Meine Psychose, mein Fahrrad und ich

Von Tania Konnerth


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Unser Fazit:

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Ein brillantes und wichtiges Buch für Psychologen und Psychiaterinnen, das Antworten auf die Frage "Was ist Verrücktheit" zu finden versucht.

 

Praktischer Nutzen:
Für das komplizierte Thema vorbildlich praxisbezogen, denn der Autor flicht viele Selbstexperimente und praktische Beispiele ein – dennoch ist einiges an Arbeit erforderlich, die Inhalte zu verstehen.
Lesespaß:
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Anspruch:
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Preis-Leistung:
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ca. 22,50 €
 

 

 

 

Simon, Fritz B.: Meine Psychose, mein Fahrrad und ich: zur Selbstorganisation der Verrücktheit. – Heidelberg: Carl-Auer-Systeme, 2002. – ISBN: 3- 8967-0186-X

Schlagwörter

Systemtheorie, Psychiatrie, psychische Krankheiten, Verrücktheit, Psychose, Psychiater, Psychologen Therapie

Zusammengefasst

Wenn Sie noch immer fasziniert über den Titel des Buches nachdenken, sind Sie hier genau richtig – denn der Titel ist Programm. Was der Autor hier schreibt, lässt seine Leser/innen nicht unberührt. Er bindet sie mit ein, macht betroffen, stellt in Frage und auf den Kopf.

Inhaltlich geht es Fritz B. Simon darum, die Erkenntnisse der Systemtheorie einfließen zu lassen in die Arbeit mit psychisch kranken Menschen. Sein Ziel ist es, das Phänomen "Verrückt sein" selbst besser zu verstehen und grundsätzlich verständlicher zu machen.

Das erste Kapitel ist schlichtweg genial und auch über das ganze Buch verteilt finden sich immer wieder Passagen, Aussagen, Gedanken, Ideen und Thesen, die faszinieren und an eigenen Annahmen rütteln.

"Meine Psychose, mein Fahrrad und ich" ist ein hoch anspruchsvolles Buch, das viel Mitarbeit von seinen Lesern/innen verlangt. Die Zusammenhänge zu verstehen, die der Autor zwischen der Systemtheorie und der Arbeit mit psychisch Kranken zieht, ist nicht immer leicht. Dafür aber umso gewinnbringender. Das Buch ist intelligent geschrieben und mit einer kräftigen Portion Humor durchzogen. Experimente laden dazu ein, einiges selbst an sich zu probieren und sorgen für manchen Überraschungseffekt – denn nicht immer ist die Frage eindeutig zu beantworten, wer nun eigentlich verrückt ist und wer nicht…

Für wen ist dieses Buch?

Ein Buch vor allem für Fachleute, also Psychiater/innen, Psychologen/innen und Therapeuten/innen – und vielleicht noch für interessierte Laien, die bereit sind, tief einzusteigen.

Wenig geeignet für Betroffene.

Aus dem Inhalt

  • Ein diagnostischer Test
  • Das Modell der Selbstorganisation
  • Die Rolle des Beobachters
  • Menschliche Kommunikation
  • Verrücktes Denken
  • Unterschiede, die Unterschiede machen
  • Verrückte Kommunikation
  • Verrücktes Fühlen
  • Familiäre Wirklichkeiten
  • Chaos und Ordnung- Ein formales Modell der Entwicklung von Normalität und Verrücktheit
  • Wenn das Weltbild nicht zur Welt passt – Erkenntnistheoretische Irrtümer und Fallen
  • u.v.m.