Sylvia Koch-Weser und Geseko von Lüpke: Vision Quest
Von Tania Konnerth
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Koch-Weser, Sylvia; Geseko von Lüpke: Vision Quest: Visionssuche: allein in der Wildnis auf dem Weg zu sich selbst. – München: Hugendubel (Ariston), 2000. – ISBN 3-7205-2164-8
SchlagwörterVisionssuche, Selbsterfahrung, Natur, Naturerfahrung, Suche nach sich selbst, Naturerlebnis, Wildnis, Überleben ZusammengefasstWenn Menschen sich für vier Tage ohne Nahrung und Zelt, sondern sich nur mit dem Nötigsten und einigen Litern Wassern allein in die Wüste begeben, handelt es sich nach Auffassung vieler um ein paar “verrückte Spinner”. Aber vielleicht geht es hier auch um eine bemerkenswerte Möglichkeit, sich selbst zu finden!? Wenn Sie das Buch “Vision Quest” lesen, können Sie sich darüber Ihr eigenes Urteil bilden. “Vision Quest” – das ist eine ritualisierte Visionssuche. Entwickelt wurde diese Selbsterfahrungsmethode vor allem von Dr. Stephen Foster und Meredith Little und wird inzwischen von verschiedenen Anbietern veranstaltet. Die Wurzeln liegen aber viel tiefer. Die Bezeichnung “Vision Quest” stammt aus den Ureinwohnern Nordamerikas. Aber auch in vielen anderen Naturvölkern wurden und werden noch heute Initiationsriten vollzogen, in denen junge Menschen sich auf einsame Wanderungen in die Wildnis machen, um aus ihr als vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft zurückzukehren. Auch wenn wir es manchmal fast vergessen zu scheinen, so sind ja auch wir Menschen Teil der Natur. Viele von uns fasziniert die Vorstellung, sich allein und ohne fremde Hilfe oder Hilfsmittel in der Natur durchzuschlagen und vielen macht diese Vorstellung Angst. Aber es geht hier weniger um den Reiz der Gefahr als viel mehr darum, Antworten auf Sinnfragen und Lösungen in Sinnkrisen zu finden. Sinn der Visionssuche ist es, sich einmal vollkommen aus dem eigenen Alltag und Leben zu lösen, um ganz auf sich gestellt mit Einsamkeit und Frucht konfrontiert einfach zu überleben. Diese Erfahrung kann eine reinigende, klärende, stärkende und spirituelle Wirkung haben. Das Buch beginnt mit einer eindrucksvollen und spannenden Beschreibung einer solchen Visionssuche. Dann folgen vielfältige Erklärungen über die Methode, die einzelnen Elemente der Visionssuche und die Hintergründe. Am Ende findet sich ein umfangreiches Verzeichnis von Kontaktadressen. Es macht Spaß, das Buch zu lesen, das eine Mischung aus Abenteuerroman, Reisebeschreibungen und spirituellen Ratgeber darstellt. Beide Autoren sind ausgebildete Visionssuchenleiter und vermitteln anschauliche Beispiele aus der Visionssuchenpraxis sowie viel Hintergrundwissen über Rituale wie die Visionssuche. Für wen ist dieses Buch?Dieses Buch ist für Personen, die sich für Möglichkeiten der Selbsterfahrung und -findung in der Natur interessieren. Eher nichts für Skeptiker! Aus dem Inhalt
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