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Christa Henzler und Ingrid Riedel: Malen um zu überleben

Von Tania Konnerth


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Unser Fazit:

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Ein bewegendes Dokument von Trauerarbeit.

 

Praktischer Nutzen:
Leider nur ein geringer praktischer Nutzen, da Anregungen für die Anwendung fehlen.
Anspruch:
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Preis-Leistung:
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ca. 27,- € (gebunden, z.T. farbiger Druck)
 

 

 

 

Henzler, Christa; Ingrid Riedel: Malen um zu überleben: ein kreativer Weg durch die Trauer. – München: Kreuz, 2003. – ISBN: 3-7831-2317-8

Schlagwörter

Trauer, Verlust, Tod, Trauerarbeit, Malen, Ausdruck, Kreativität, Loslassen

Zusammengefasst

Bilder zu malen kann – genau wie z.B. auch das Schreiben von Texten – sehr hilfreich sein, wenn wir Ereignisse verarbeiten müssen, die uns tief erschüttern. In diesem Buch geht es um die Bedeutung, die das Malen von Bildern in der Verarbeitung von Trauer haben kann. Wobei hier nicht die klassische Mal-Therapie vorgestellt wird, sondern es geht um das "spontane Malen", also das Malen ohne therapeutische Anleitung, sondern aus eigenem Antrieb heraus.

In diesem Buch werden vier Fallbeispiele ausführlich vorgestellt: zwei Frauen, die jeweils ein Kind durch einen Selbstmord verloren haben, eine Tochter, deren Mutter starb und eine Frau, die ihren Mann verlor. Sie alle malten in der Zeit ihrer Trauer Bilder. Diese Bilder werden von den Autorinnen interpretiert. Interviewausschnitte vermitteln Hintergrundinformationen, so dass die Situation der Frauen sowie die Verarbeitung ihrer Trauer plastisch wird und damit tief berührt.

Etwas schade ist, dass das Buch bei der Interpretation und Beschreibung bleibt. Nach den Fallbeispielen folgt zwar noch ein Hintergrundkapitel zur Maltherapie, aber praktische Hinweise und Anregungen, selbst Bilder zu malen, um Krisen zu verarbeiten, hätten den Nutzen des Buches deutlich gesteigert. Die Fallbeispiele zu verfolgen, ist zwar interessant und geht auch sehr nahe – aber es fehlen die Möglichkeiten zur persönlichen Übertragung und Anwendung. Auch stellt sich die Frage, ob Männer ihre Trauer nicht ebenfalls durch kreative Ausdrucksmöglichkeiten leichter verarbeiten könnten…

Für wen ist dieses Buch?

Das Buch ist in erster Linie für Therapeuten/innen geeignet, die selbst Trauerbegleitung machen. Für Betroffene durch die fehlenden Anregungen für die eigene Trauerarbeit nur bedingt zu empfehlen.

Aus dem Inhalt

  • Spontane Malprozesse als Beispiele für Verlustverarbeitung
  • Eine Mutter, die ihren Sohn verlor
  • Eine Mutter, die ihre Tochter verlor
  • Eine Tochter, die ihre Mutter verlor
  • Eine Frau, die ihren Mann verlor
  • Malen als Therapeutikum
  • u.a.