Fred Luskin: Die Kunst zu verzeihen
Von Tania Konnerth
| Luskin, Fred: Die Kunst zu verzeihen: so werfen Sie Ballast von der Seele. – München: mvg, 2003. – ISBN: 3-4780-8326-5 Verzeihen, Vergebung, Loslassen, Kränkungen, Verletzungen, Unrecht, Groll, Selbstmitleid, nachtragen ZusammengefasstAnderen Menschen verzeihen zu können, fällt vielen sehr schwer. Oft werden Verletzungen noch viele Jahre nachgetragen. Die Krux dabei ist, dass wir vor allem uns selbst schaden, wenn wir anderen nicht verzeihen können, denn letztlich leiden wir am meisten darunter, wenn wir erlittenes Unrecht und Verletzungen nicht loslassen können. Darum, wie wir lernen können, anderen zu verzeihen, geht es in diesem Buch. Gleich in der Einführung betont der Autor eine wichtige Sache: Dass vergeben nicht "gutheißen" oder "billigen" bedeutet, sondern vor allem loslassen, um selbst nicht länger unter dem eigenen Groll zu leiden. Sie erfahren hier zunächst, wie Grollgefühle entstehen, was sie in uns bewirken und wie wir lernen können, anderen zu verzeihen. Ziel ist, unterscheiden zu lernen, wann unsere Wut angemessen ist und wann das Nicht-Vergeben-Können unsere Lebensqualität beeinträchtigt. Dazu bietet der Autor viele anschauliche Beispiele aus der Praxis. Das Buch ist locker und einfühlsam geschrieben. Wichtiges wird immer wieder zusammengefasst und auch wiederholt, so dass die Botschaften sehr eindringlich wirken. Konkrete und gute Übungen im letzten Teil des Buches runden diesen Ratgeber bestens ab. Leider ist das Buch graphisch etwas nachlässig gestaltet worden. Mit Kennzeichnungen von Tipps, besonders wichtigen Erkenntnissen u.ä. hätte der Praxisnutzen noch gesteigert werden können. So ist das Lesen etwas mühsamer als nötig, es lohnt sich aber trotzdem. Für wen ist dieses Buch?Ein Buch für alle, die von sich wissen, dass es ihnen sehr schwer fällt, anderen zu vergeben. Lesen Sie dieses Buch für sich, denn verzeihen können befreit. Aus dem Inhalt
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