Holger Reiners: Das heimatlose Ich
Von Tania Konnerth
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Reiners, Holger: Das heimatlose Ich: aus der Depression zurück ins Leben. – München: Kösel, 2002. – ISBN: 3-4663-0599-3 SchlagwörterDepression, depressiv, Verzweiflung, Therapie, Weg aus der Depression, Veränderung, Lebenswandel ZusammengefasstHolger Reiners litt über 20 Jahre an schweren Depressionen. Heute führt er ein glückliches und erfülltes Leben und sieht sich als geheilt. Seinen Weg, seine Erfahrungen und seine Erkenntnisse möchte er in diesem Buch mit anderen – Betroffenen und Angehörigen – teilen. Solche Erfahrungsberichte können viel Mut machen, wenngleich Zweifel daran bestehen, ob Depressive tatsächlich zu einem solchen Buch greifen. Sehr häufig wird ihnen schlicht die Kraft und Motivation dazu fehlen. Zumindest aber für Angehörige ist das vorliegende Buch empfehlenswert, denn sie können hier viel über das Phänomen der Depressionen erfahren. Das macht es leichter, Betroffene mit dieser Krankheit anzunehmen und zu begleiten. Der Text liest sich sehr gut. Holger Reiners schildert seine Geschichte anschaulich und gibt auf diese Weise Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt eines depressiven Menschen, die uns sonst verschlossen bleiben. Es handelt sich bei diesem Buch nicht um einen Ratgeber, sondern viel mehr um die schriftliche Auseinandersetzung eines Betroffenen mit der Krankheit, mit der Umwelt, mit Ärzten, Therapeuten und letztlich auch mit sich selbst. Schade ist, dass darauf verzichtet wurde, am Ende des Buches Anlaufstellen für Betroffene und Angehörige zu nennen. Für wen ist dieses Buch?Das Buch hilft Angehörigen von an Depressionen erkrankten Menschen dabei, die Krankheit besser zu verstehen, denn es werden tiefe Einblicke in die Welt eines Betroffenen geboten. Ob das Buch auch Betroffene erreichen kann, dürfte stark vom Grad der Depression abhängen. Aus dem Inhalt
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