Rüdiger Dahlke: Aggression als Chance
Von Tania Konnerth
| Dahlke, Rüdiger: Aggression als Chance: Be-Deutung und Aufgabe von Krankheitsbildern wie Infektion, Allergie, Rheuma, Schmerzen und Hyperaktivität. – München: Bertelsmann, 2002. – ISBN: 3-5700-0620-4 Aggression, Aggressivität, Autoaggression, Gewalt, Urprinzip, Krankheit, Krankheitsbilder, Gesundheit ZusammengefasstRüdiger Dahlke ist Arzt, Psychotherapeut und Autor vieler Bücher. Sein bisher bekanntester Titel dürfte Krankheit als Weg sein. Sein Ansatz bei der Betrachtung von Krankheiten ist ein ganzheitlicher: Krankheiten bekommen wir seiner Ansicht nach nicht zufällig, sondern sie hängen eng mit unserer Psyche zusammen. Rüdiger Dahlkes Bücher sind streitbar, aber einfach vorbeigehen kann man an ihnen nicht. Zu viel Denkstoff ist in ihnen und zu viele Anregungen, das Thema "Gesundheit" anders anzugehen, stecken in ihnen. In dem vorliegenden, knapp 400 Seiten starken Buch "Aggression als Chance" widmet er sich nun in aller Ausführlichkeit dem großen Feld der Aggression. Das Buch besteht aus zwei Teilen, die zwar thematisch zusammenhängen, aber durchaus auch getrennt voneinander zu lesen sind. Im ersten Teil geht es um Aggressionen als Urprinzip des Seins. Es wird aufgezeigt, dass Aggressionen zum Überleben zwingend dazu gehören, aber auch, zu welch schrecklichen Ereignissen sie führen können. Der Autor spricht aggressive Verhaltensweisen des einzelnen Individuums, aber auch der Gesellschaft an und sucht nach Erklärungsmodellen. Im zweiten Teil stellt er dann den Zusammenhang von Aggressionen und verschiedenen Krankheitsbildern her, wie z.B. Allergien, Schmerzen, Hyperaktivität u.a. Das Buch ist weit mehr als eine psychologische Abhandlung zum Thema "Aggressionen". Es ist eine umfassende, tief gehende, zuweilen unbequeme, aber wichtige Auseinandersetzung mit dem Thema und damit, wie wir als Einzelne und Gesellschaft mit Aggressionen umgehen. Und so ist es auch ein zeitkritisches und sozialwissenschaftliches Werk. Das Buch ist sehr gut geschrieben, fordert aber die Bereitschaft, sich intensiv auf das Thema einzulassen. Für wen ist dieses Buch?Das Buch richtet sich in erster Linie an das interessierte Fachpublikum, wie Psychologen und Ärzte. Es ist aber auch für interessierte Laien gut zu lesen und bietet eine enorme Fülle an Denkanstößen. Aus dem Inhalt
|





