Annehmen, was ist
Von Tania Konnerth • 4 Kommentare
"Fünf Dinge, die wir nicht ändern können und das Glück, das daraus entsteht" von David Richo . – Aitrang: Windpferd, 2008. – 216 S. – ISBN-10: 3-8938-5556-4. – ca. 13,- EUR
Der Titel dieses Buches "Fünf Dinge, die wir nicht ändern können und das Glück, das daraus entsteht" ist ein Hingucker. Wie sollte etwas, was man nicht ändern kann, glücklich machen? Mein zweiter Gedanke war dann: "Was, nur fünf Dinge, kann man darüber ein ganzes Buch schreiben?"
Man kann! Denn die "fünf Dinge" haben es in sich:
- Alles verändert sich und endet irgendwann.
- Nicht immer geht alles nach Plan.
- Das Leben ist manchmal nicht gerecht.
- Leiden gehört zum Leben.
- Die Menschen sind nicht immer liebevoll und loyal.
Da haben wir so ziemlich die größten Herausforderungen des Lebens zusammen, meinen Sie nicht? Aber keine Sorge, das Buch ist lange nicht so schwer, wie man vielleicht vermuten könnte. Im Gegenteil, es ist vor allem ein Mutmacher, denn der Autor vermittelt lebbare Wege, wie wir diese Herausforderungen meistern können.
David Richo regt mit seinen vielen Gedanken, Hinweisen, Übungen und Affirmationen dazu an, immer öfter, immer konsequenter und immer nachhaltiger "ja" zu all dem zu sagen, was wir nicht ändern können. Und je mehr wir das schaffen, desto gelassener werden wir. Er schreibt an einer Stelle: "Das "Ja" ist der tapfere Verbündete der Gelassenheit; das "nein ist der verängstigte Komplize der Angst." Und an anderer Stelle heißt es: "In dem Wort Ja kommen Spiritualität und geistige Gesundheit zusammen. Ein bedingungsloses Ja zu dem, was ist, befreit uns von selbst auferlegtem Leiden, das entsteht, wenn wir uns vor den Gegebenheiten des Lebens fürchten. Ein Ja ist aus Vertrauen geboren und heilt Furcht [...]"
Wenn Sie diese Zeilen berühren, dann greifen Sie zu dem Buch. Mit viel psychologischem Wissen, Empathie und einer großen Portion buddhistischen Gedankenguts nimmt der Autor seine Leser/innen an die Hand und regt zum Nachdenken und – fühlen und vielleicht auch zu mancher Veränderungen im eigenen Leben an.
Fazit: Ein hilfreiches Buch für Menschen, die sich schwer damit tun, anzunehmen was ist.
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Danke für den Tip!!
Das meiste Leiden kommt aus dem Widerstand gegen das was ist, insbesondere gegen Dinge, wir wir gar nicht ändern können! Und diese fünf haben es in der Tat in sich. Wer lernt, damit besser umzugehen, macht sich das Leben gewiß leichter und angenehmer.
Gruß
Detlev
Ja, es liest sich so einfach - und ist doch im Leben SO SCHWER UMZUSETZEN! Das Gefühl, in der Falle zu sitzen, nicht heraus zu finden, es ist so bekemmend, ja lähmend. Dazu der Schmerz der Enttäuschung und die Angst, am Ende kann wieder alles falsch sein... Wer kann mir denn bloß helfen, den Blick nach vorn zu richten und nicht immer wieder in Selbstmitleid zu verfallen?
Eure Tina
Macht Euch jeden schlechten Moment selbst glücklich.
Kauft Euch Blumen - geht eine Runde spazieren - setzt Euch wohin wo keine Bewegung ist - UND denkt erstmal an nichts.
Wenn Ihr wieder aufsteht, dann schaut in die Umgebung und nehmt bewusst alle Details wahr. So kann ich abschalten.
Gruß Sabine
Ja, die Fakten stimmen, aber wer vor solchen Tatsachen steht, den eigenen Weg nach dem Tod des Ehepartner (nach 28 gemeinsamen Jahren) zu finden, der verzweifelt schon mal und verkriecht sich im Selbstmitleid. Man ist nicht mehr jung und auch noch nicht alt genug, um mit sich selber zufrieden zu sein. Jeder Schritt nach draußen, wo fast alles in Familie abläuft, fällt schwer. Man kann vielleicht einmal alleine zum Baden fahren, vielleicht auch zweimal, dann mag man nicht mehr und für einen neunen Partner ist noch kein Platz und später ist es vielleicht zu kompliziert.
Geht es noch mehreren so wie mir?