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Der kreative Problemlösungsprozess

Von Ralf Senftleben3 Kommentare

Problemlösen

Probleme gibt es überall. Kaum jemand wird wohl von sich sagen können, dass sein Leben vollkommen ohne Probleme sei. Unabhängig davon, ob im Beruf oder im Privatleben: Probleme sind Realität.

Das aber wiederum ist nicht so schlimm, denn aus vielen Problemen können ganz schnell neue Chancen und Möglichkeiten entstehen – vorausgesetzt wir kennen die richtige Methode zum Lösen von Problemen und gehen ein Problem mit der richtigen Einstellung an und lassen unsere Kreativität zu.

Einstellungen gegenüber Problemen

Es gibt verschiedene Einstellungen gegenüber einem Problem:

  1. “Da ist ein Problem und da kann ich nichts machen. Ich muss das so hinnehmen. Und weil das so ist, jammere ich und tue mit selbst leid.” – Das ist die typische Opfer-Einstellung.
  2. “Für mich gibt es keine Probleme. Ich sehe kein Problem. ” – Das Problem wird – meist unbewusst – übersehen oder verdrängt. Eine solche Einstellung stammt oft aus der Überzeugung, dass es nicht gut ist,  Probleme zu haben
  3. “Das ist ein Problem und ich werde es lösen. Probleme sind Geschenke in Verkleidung und erlauben es mir zu wachsen, zu lernen und mich zu entwickeln.  Ich sehe Probleme als Chance, mein Leben besser zu machen und mich weiterzubringen.” – Das ist die Einstellung, mit der Menschen erfolgreich werden.

In welcher Einstellung finden Sie sich wieder?

Die Phasen des kreativen ProblemlösungsprozessesMit der richtigen Einstellung fällt es uns leichter, Herausforderungen zu meistern

Mit der richtigen Einstellung können Sie tatkräftig und aktiv an Ihre Problem- und Aufgabenstellungen herangehen. Lassen Sie sich aber nicht entmutigen, wenn Sie nicht sofort in jedem Problem eine Chance sehen können. Manchmal machen uns Probleme wirkliche Sorgen und das ist sehr menschlich. Versuchen Sie aber von der Grundeinstellung her, immer auch das Positive an einer neuen Herausforderung zu sehen. Wenn Sie bereit sind, Ihre Probleme aktiv anzugehen und zu lösen, finden Sie hier das Handwerkszeug dazu.

Die Phasen des kreativen Problemlösungsprozesses

Die Lösung eines Problems lässt sich klassischerweise in verschiedene Phasen unterteilen (Siehe Grafik). Indem wir uns diese Phasen bewusst machen und sie auf unsere jeweilige Aufgabenstellung übertragen, wird der Prozess überschaubarer. Außerdem können wir so später immer überprüfen, in welcher Phase des Prozesses wir uns befinden, was uns Richtung und Sicherheit bei der Problemlösung gibt.

  1. Ingo schreibt am 24. April 2011 um 11:49

    "Folge Deinem Traum"

    Lösung ist in erster Linie das Sich-loslösen von den Anhaftungen an eine bestimmte Situation. Sodaß nicht mehr die Situation die Macht über mich hat, sondern ich selbst sie "besitze" (als von mir selbst erzeugt).

    Das heißt, daß ich mit dem SEIN kann, was derzeit ist. Dabei geht es nicht so sehr um die reale Situation, sondern vielmehr um mein persönliches Erleben, das durch die Situation ausgelöst wird.

    In der Regel erinnern uns Probleme an ungelöste Dinge aus unserer Vergangenheit. Dabei vermischen wir das damalige Erleben mit der jetzigen Situation. Von daher gilt es vor allem, mit dem SEIN zu können, woran uns die derzeitige Situation erinnert, also die Anhaftungen an unsere unerlöste Vergangenheit aufzulösen.

    Daß sich daraus oft ein anderes Tun ergibt, ist eine Folge der Los-Lösung.

    Lösung ist immer ein Sprung in's kalte Wasser. Der erst dadurch erleichtet wird, wenn ich im Laufe der Zeit erlebe, daß ich tatsächlich Stück für Stück mehr Freiheit erreiche, wenn ich mit etwas bislang Ungeliebtem SEIN kann.

    Das ist jedes mal wie ein Nach-Hause-Kommen. Dies ist das "Geschenk", das in jedem Problem und seiner Lösung liegt. Geschenke, von denen ich zunehmend mehr will. Lösungs Freudigkeit.

    Danke für's Thema, gesegnete Ostern *INGO* :-)

  2. Alsu schreibt am 25. April 2011 um 08:42

    Oder Einstellung Nr. 4: Ein Problem. Verdammt, nicht schon wieder! Naja, es hilft nichts - wie ist die Lösung?
    ;-)

  3. Helmut Peters schreibt am 25. April 2011 um 18:54

    Meine Erfahrung mit Problemen ist die, das viele "krampfhaft" nach Lösungen suchen, sprich, sich nicht genug Zeit nehmen, das Problem zu er"gründen", so wie es ausführlich beschrieben ist. Das hängt oft mit den unangenehmen Begleiterscheinungen zusammen, die man schnell "wegmachen" möchte. Wichtig und richtig finde ich, das Problem zu erkennen und zu benennen. Denn nur wenn ich es erkannt und benannt habe, kann ich damit arbeiten. Bei der "Problemlösungsmethode" Zukunftswerkstatt, mit der ich arbeite, wird zwischen Problem und Lösung (bzw. dem 1. Schritt zur Lösung) als Zwischenschritt eine "Phantasiephase" eingebaucht, in der ich mich vom Problem löse (es geht nicht verloren, da es schriftlich fixiert ist) und völlig frei phantasiere, "rumspinne" - alles ist möglich, ich habe alles Geld und alle Zeit der Welt. Vor dem Zwischenschritt ist es hilfreich, das, was ich als "Problem" identifiziert habe, positiv wende (Kopfstandtechnik). Nach der Phantasiephase kommt die Umsetzungs-/Realisierungsphase. Hier geht es darum, zu schauen, was ich aus der Phantasie in die Realität mitnehmen kann, auf die Realität runterbrechen kann. Und daraus ergibt sich der 1., der nächste Schritt. Der Vorteil bei Zukunftswerkstätten ist die gemeinsame Arbeit in Gruppen. Ich kann mir Unterstützung holen, ich bin mit "meinem Problem" nicht allein und andere haben vielleicht einen anderen Blick, der mich weiterbringt.