Lösungsalternativen entwickeln
Nun kommen wir zum kreativen Teil des kreativen Problemlösungsprozesses.
Möglichst viele Ideen produzieren
In der Regel beginnen wir bei unseren Überlegungen zu unserem Problem mit uns vertrauten oder allgemein bekannten Lösungsansätzen. Nicht immer lässt sich aber ein Problem nach bewährter Art lösen. Dann muss eine innovative, neue Möglichkeit gefunden werden. Um auf eine solche Lösung zu kommen, geht zunächst darum, möglichst viele Ideen zu produzieren. Je mehr Ideen Sie entwickeln, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit dass Sie eine wirklich gute Idee finden, die auch realisierbar ist.
Der kreative Prozess
Ideen zu entwickeln ist ein kreativer Prozess. Der klassische kreative Prozess gliedert sich in verschiedene Schritte:
- Zuerst werden möglichst viele Fakten über das zu lösende Problem gesammelt. Das Problem wird beschrieben, möglichst viele offene Fragen beantwortet und alle wichtigen Rahmenbedingungen erfasst. Hier sollte auch bereits der gewünscht Zielzustand formuliert werden.
- Als nächstes kommt eine Phase, in der wir uns am besten nicht direkt mit dem Problem beschäftigen, sondern es ein Stück weit loslassen. Diese Phase wird als Inkubationszeit bezeichnet und stellt eine Art Reifephase dar. Unser Unterbewusstsein kann in dieser Phase die Informationen bearbeiten und neue Ideen “ausbrüten”. Hier geht es darum, etwas Geduld zu haben und darauf zu vertrauen, dass unser Unterbewusstsein in unserem Sinne für die Problemlösung arbeitet.
- Irgendwann folgt dann ein Geistesblitz und wir finden eine oder mehrere neue Ideen, die das Problem lösen können. Das passiert meist in einer Situation, in der wir entspannt sind, z.B. unter der Dusche oder abends, kurz vor dem Einschlafen. Halten Sie also Stift und Papier bereit, wo immer Sie sich befinden – solche Ideen gehen schnell wieder verloren, wenn wir nicht alles sofort aufschreiben. Manchmal bekommen wir in einer solchen Phase auf Botschaften in unseren Träumen, da hier das Unterbewusstsein besonders aktiv ist. Auch wenn Ihre Träume zunächst nicht offensichtlich mit Ihrem Problem zu tun haben, kann es sehr sinnvoll sein, sich die Bilder und Symbole aufzuschreiben und einmal in Ruhe darüber nachzudenken.
Unterstützen Sie sich in Ihrer Kreativität
Sie können Ihre Kreativität unterstützen, indem Sie sich ein kreatives Klima schaffen und Kreativität zu einem Teil Ihres Lebens werden lassen. Umgeben Sie mit allem, was Sie inspiriert und anregt – das können Bilder, Farben, Gegenstände oder auch Personen sein. Tun Sie inspirierende Dinge: Lesen Sie viel. Schauen Sie sich interessante Reportagen und Berichte im Fernsehen an. Seien Sie an neuen Themen interessiert und lernen Sie ständig dazu. Wenn es Ihnen möglich ist, reisen Sie in ferne Länder. Gehen Sie in die Natur und staunen Sie über all die kleinen und großen Wunder, die Sie dort finden. Malen und zeichnen Sie. Tanzen Sie. Lassen Sie sich von anderen kreativen Menschen anregen. Machen Sie Phantasiereisen und kreative Erholungspausen. Folgen Sie dabei aber keinen Dogmen, sondern suchen Sie Ihren eigenen Weg. Finden Sie einen Zugang zu Ihrer Phantasie und zu Ihrer ganz persönlichen Kreativität.
Systematische Methoden können uns helfen
Es gibt eine Reihe von Kreativitätstechniken und Ideenfindungsmethoden, mit denen Sie Ihre Kreativität beflügeln können. Nutzen Sie solche Methoden!





"Folge Deinem Traum"
Lösung ist in erster Linie das Sich-loslösen von den Anhaftungen an eine bestimmte Situation. Sodaß nicht mehr die Situation die Macht über mich hat, sondern ich selbst sie "besitze" (als von mir selbst erzeugt).
Das heißt, daß ich mit dem SEIN kann, was derzeit ist. Dabei geht es nicht so sehr um die reale Situation, sondern vielmehr um mein persönliches Erleben, das durch die Situation ausgelöst wird.
In der Regel erinnern uns Probleme an ungelöste Dinge aus unserer Vergangenheit. Dabei vermischen wir das damalige Erleben mit der jetzigen Situation. Von daher gilt es vor allem, mit dem SEIN zu können, woran uns die derzeitige Situation erinnert, also die Anhaftungen an unsere unerlöste Vergangenheit aufzulösen.
Daß sich daraus oft ein anderes Tun ergibt, ist eine Folge der Los-Lösung.
Lösung ist immer ein Sprung in's kalte Wasser. Der erst dadurch erleichtet wird, wenn ich im Laufe der Zeit erlebe, daß ich tatsächlich Stück für Stück mehr Freiheit erreiche, wenn ich mit etwas bislang Ungeliebtem SEIN kann.
Das ist jedes mal wie ein Nach-Hause-Kommen. Dies ist das "Geschenk", das in jedem Problem und seiner Lösung liegt. Geschenke, von denen ich zunehmend mehr will. Lösungs Freudigkeit.
Danke für's Thema, gesegnete Ostern *INGO* :-)
Oder Einstellung Nr. 4: Ein Problem. Verdammt, nicht schon wieder! Naja, es hilft nichts - wie ist die Lösung?
;-)
Meine Erfahrung mit Problemen ist die, das viele "krampfhaft" nach Lösungen suchen, sprich, sich nicht genug Zeit nehmen, das Problem zu er"gründen", so wie es ausführlich beschrieben ist. Das hängt oft mit den unangenehmen Begleiterscheinungen zusammen, die man schnell "wegmachen" möchte. Wichtig und richtig finde ich, das Problem zu erkennen und zu benennen. Denn nur wenn ich es erkannt und benannt habe, kann ich damit arbeiten. Bei der "Problemlösungsmethode" Zukunftswerkstatt, mit der ich arbeite, wird zwischen Problem und Lösung (bzw. dem 1. Schritt zur Lösung) als Zwischenschritt eine "Phantasiephase" eingebaucht, in der ich mich vom Problem löse (es geht nicht verloren, da es schriftlich fixiert ist) und völlig frei phantasiere, "rumspinne" - alles ist möglich, ich habe alles Geld und alle Zeit der Welt. Vor dem Zwischenschritt ist es hilfreich, das, was ich als "Problem" identifiziert habe, positiv wende (Kopfstandtechnik). Nach der Phantasiephase kommt die Umsetzungs-/Realisierungsphase. Hier geht es darum, zu schauen, was ich aus der Phantasie in die Realität mitnehmen kann, auf die Realität runterbrechen kann. Und daraus ergibt sich der 1., der nächste Schritt. Der Vorteil bei Zukunftswerkstätten ist die gemeinsame Arbeit in Gruppen. Ich kann mir Unterstützung holen, ich bin mit "meinem Problem" nicht allein und andere haben vielleicht einen anderen Blick, der mich weiterbringt.