Der kreative Problemlösungsprozess
Wenn wir nun viele Ideen für eine Problemstellung gefunden haben, müssen wir uns für einen oder zumindest für einige wenige Lösungsansätze entscheiden, damit wir mit der Umsetzung beginnen können. Einige Lösungsansätze sind vielleicht schon auf den ersten Blick hin unbrauchbar oder nur mit einem sehr hohen Aufwand zu realisieren. Wenn wir aber eine Reihe von erfolgversprechenden Lösungsansätzen haben, können uns folgende Kriterien bei der Auswahl helfen:
Kriterien für die Bewertung der Lösungsansätze
Tipp
Verwenden Sie doch die Methode der Entscheidungs-Matrix um Ihre Lösungsansätze anhand der verschiedenen Kriterien zu bewerten.
Wie sind die Erfolgschancen der Lösung? - Die Erfolgsaussichten unserer verschiedenen Lösungen sind sicherlich nicht gleich. Deswegen sollten Sie versuchen die Erfolgschancen Ihrer Lösungsalternativen zu bewerten. Gehen Sie hierbei z.B. nach bereits bestehenden Erfahrungen, fragen Sie andere um Rat oder entscheiden Sie aus Ihrer persönlichen Einschätzung heraus.
Führt der Lösungsweg zum angestrebten Ziel? - Sie sollten Ihre Lösungsalternativen auch ganz bewusst daraufhin überprüfen, ob sie überhaupt zu dem gewünschten Ziel führen. Eine Lösung kann geeignet sein, ein Problem zu beseitigen, sie muss aber deshalb noch lange nicht zu dem von Ihnen gewünschten Ziel führen.
Gibt es einen Zielkonflikt? - Es kann sein, dass ein Lösungsansatz mit Ihren anderen Zielen nicht zu vereinbaren ist. Dann würde die Lösung des Problems auf diese Art andere Ziele unmöglich machen oder gefährden. Das kann dann ein Ausschluss kriterium sein. Überprüfen Sie deshalb Ihren Lösungsansatz daraufhin, ob es einen möglichen Konflikt mit anderen Zielen gibt.
Ist der Lösungsansatz wirtschaftlich sinnvoll? – Bei manchen Problemen ist es wichtig, dass ein Lösungsansatz wirtschaftlich sinnvoll ist. Das spielt natürlich besonders in Unternehmen eine wichtige Rolle. Die Lösung des Problems darf hier z.B. weder zu teuer noch mit einem zu hohem Personalaufwand zu realisieren sein. Andererseits sollten die wirtschaftlichen Überlegungen auch nicht allein entscheidend sein, denn u.U. ist eine Investition notwendig. Hier gilt es genau abzuwägen.
Wieviel Zeit beansprucht die Lösung? – Die Lösung eines Problems sollte nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Versuchen Sie deshalb den Zeitaufwand der einzelnen Lösungsansätze einzuschätzen.
Lösungsansatz ist bekannt und war schon einmal erfolgreich? – Wenn Sie mit einem bestimmten Lösungsansatz ein ähnliches Problem schon einmal gelöst haben, ist das ein klares Argument für diesen Lösungsansatz. Seien Sie aber trotzdem noch offen für die anderen Lösungsalternativen. Vielleicht ist noch eine bessere Lösung möglich?
Wie einfach ist der Lösungsansatz “zu verkaufen”? – In machen Fällen müssen Sie andere Personen von einen Lösungsansatz für ein Problem überzeugen, z.B. Ihren Chef oder Ihren Lebenspartner. Dann ist das Kriterium, wie leicht dies sein wird, ebenfalls zu beachten.






"Folge Deinem Traum"
Lösung ist in erster Linie das Sich-loslösen von den Anhaftungen an eine bestimmte Situation. Sodaß nicht mehr die Situation die Macht über mich hat, sondern ich selbst sie "besitze" (als von mir selbst erzeugt).
Das heißt, daß ich mit dem SEIN kann, was derzeit ist. Dabei geht es nicht so sehr um die reale Situation, sondern vielmehr um mein persönliches Erleben, das durch die Situation ausgelöst wird.
In der Regel erinnern uns Probleme an ungelöste Dinge aus unserer Vergangenheit. Dabei vermischen wir das damalige Erleben mit der jetzigen Situation. Von daher gilt es vor allem, mit dem SEIN zu können, woran uns die derzeitige Situation erinnert, also die Anhaftungen an unsere unerlöste Vergangenheit aufzulösen.
Daß sich daraus oft ein anderes Tun ergibt, ist eine Folge der Los-Lösung.
Lösung ist immer ein Sprung in's kalte Wasser. Der erst dadurch erleichtet wird, wenn ich im Laufe der Zeit erlebe, daß ich tatsächlich Stück für Stück mehr Freiheit erreiche, wenn ich mit etwas bislang Ungeliebtem SEIN kann.
Das ist jedes mal wie ein Nach-Hause-Kommen. Dies ist das "Geschenk", das in jedem Problem und seiner Lösung liegt. Geschenke, von denen ich zunehmend mehr will. Lösungs Freudigkeit.
Danke für's Thema, gesegnete Ostern *INGO* :-)
Oder Einstellung Nr. 4: Ein Problem. Verdammt, nicht schon wieder! Naja, es hilft nichts - wie ist die Lösung?
;-)
Meine Erfahrung mit Problemen ist die, das viele "krampfhaft" nach Lösungen suchen, sprich, sich nicht genug Zeit nehmen, das Problem zu er"gründen", so wie es ausführlich beschrieben ist. Das hängt oft mit den unangenehmen Begleiterscheinungen zusammen, die man schnell "wegmachen" möchte. Wichtig und richtig finde ich, das Problem zu erkennen und zu benennen. Denn nur wenn ich es erkannt und benannt habe, kann ich damit arbeiten. Bei der "Problemlösungsmethode" Zukunftswerkstatt, mit der ich arbeite, wird zwischen Problem und Lösung (bzw. dem 1. Schritt zur Lösung) als Zwischenschritt eine "Phantasiephase" eingebaucht, in der ich mich vom Problem löse (es geht nicht verloren, da es schriftlich fixiert ist) und völlig frei phantasiere, "rumspinne" - alles ist möglich, ich habe alles Geld und alle Zeit der Welt. Vor dem Zwischenschritt ist es hilfreich, das, was ich als "Problem" identifiziert habe, positiv wende (Kopfstandtechnik). Nach der Phantasiephase kommt die Umsetzungs-/Realisierungsphase. Hier geht es darum, zu schauen, was ich aus der Phantasie in die Realität mitnehmen kann, auf die Realität runterbrechen kann. Und daraus ergibt sich der 1., der nächste Schritt. Der Vorteil bei Zukunftswerkstätten ist die gemeinsame Arbeit in Gruppen. Ich kann mir Unterstützung holen, ich bin mit "meinem Problem" nicht allein und andere haben vielleicht einen anderen Blick, der mich weiterbringt.