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Lösungsalternativen in die Tat umsetzen (Seite 8 von 9)

Problemlösen

Nach der Planung folgt die Phase der Umsetzung.

Machen Sie einen Aktionsplan für die Lösung Ihres Problems

Sie wissen jetzt worum es bei Ihrem Problem geht, Sie haben Ziele festgelegt, nach Lösungen gesucht, mögliche Lösungsalternativen gefunden und sich dafür entschieden, wie Sie das Problem anpacken wollen. Um die Umsetzung Ihrer Problemlösung zu strukturieren, sollten Sie an dieser Stelle einen  Aktionsplan ausarbeiten. Erledigen Sie dann jeden Punkt auf Ihrem Aktionsplan Schritt für Schritt. Benutzen Sie Ihren Aktionsplan, um Ihre Erfolge zu dokumentieren, indem Sie jeden umgesetzten Schritt abhaken.

Durchhalten ist vielleicht die wichtigste Fähigkeit zum Lösen von Problemen

Jetzt kommen Sie zu einem weiteren wesentlichen Punkt: das Durchhalten. Wie schnell erscheint uns – vor allem wenn es um die Umsetzung geht – das eigentliche Problem als gar “nicht mehr so schlimm”.   Frust entsteht nun vielleicht durch den Ärger der Umsetzung und lässt das eigentliche Problem nicht mehr so wichtig erscheinen. Besonders wenn wir in der Umsetzungsphase auf Schwierigkeiten stoßen, kann es passieren, dass wir das ganze Vorhaben aufgeben.

Erstaunlicherweise hören viele Menschen auf an Ihrem Problem zu arbeiten, wenn erste Erfolge sichtbar sind! Sie erliegen dann dem Irrtum, dass das Problem selbst schon gelöst sei. In diesem Fall hören sie aber oft zu früh auf, an ihrem Problem zu arbeiten und es schleicht sich von hinten wieder ein.

Schaffen Sie sich Motivation

Um konsequent an der Lösung eines Problems zu arbeiten, sollten Sie sich selbst motivieren können. Hier kann Ihnen ein Ziel helfen, das möglichst verlockend formuliert sein sollte. Die Aussicht darauf, das zu erreichen, was Sie sich vorgenommen haben, kann uns viel Kraft zum Weitermachen geben. Erinnern Sie sich auch immer wieder daran, wie schlimm das Ausgangsproblem war und wie sehr Sie sich auf eine Lösung gefreut haben.

Belohnen Sie sich und andere

Zusätzlich können Sie sich, Ihre Mitarbeiter oder Partner auch für kleinere Leistungen auf dem Weg zur Problemlösung belohnen. Gönnen Sie sich persönlich z.B. ein gutes Essen, wenn Sie wieder einen Schritt Ihres Aktionsplanes abgearbeitet haben, kaufen Sie sich eine schöne CD oder machen Sie sich auf eine andere Art eine Freude. Loben Sie Ihre Mitarbeiter und zeigen Sie ihnen Ihre Anerkennung. Unternehmen Sie zur Belohnung etwas Schönes mit Ihrem Partner.

Lernen Sie mit Rückschlägen umzugehen

Nicht immer läuft alles so glatt, wie es unser Aktionsplan verspricht. Da dauern Dinge viel länger als erwartet, eine erhoffte Hilfestellung bleibt aus oder eine geplante Maßnahme stellt sich als nutzlos heraus. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie in der Lage sind, mit Rückschlägen und Misserfolgen umzugehen. Diese Fähigkeit bezeichnet man als “Frustrationstoleranz”. Geben Sie also nicht gleich auf. Sie haben sich auf den Weg gemacht, dieses Problem zu lösen und Sie sind weit gekommen. Halten Sie durch!

  1. Ingo schreibt am 24. April 2011 um 11:49

    "Folge Deinem Traum"

    Lösung ist in erster Linie das Sich-loslösen von den Anhaftungen an eine bestimmte Situation. Sodaß nicht mehr die Situation die Macht über mich hat, sondern ich selbst sie "besitze" (als von mir selbst erzeugt).

    Das heißt, daß ich mit dem SEIN kann, was derzeit ist. Dabei geht es nicht so sehr um die reale Situation, sondern vielmehr um mein persönliches Erleben, das durch die Situation ausgelöst wird.

    In der Regel erinnern uns Probleme an ungelöste Dinge aus unserer Vergangenheit. Dabei vermischen wir das damalige Erleben mit der jetzigen Situation. Von daher gilt es vor allem, mit dem SEIN zu können, woran uns die derzeitige Situation erinnert, also die Anhaftungen an unsere unerlöste Vergangenheit aufzulösen.

    Daß sich daraus oft ein anderes Tun ergibt, ist eine Folge der Los-Lösung.

    Lösung ist immer ein Sprung in's kalte Wasser. Der erst dadurch erleichtet wird, wenn ich im Laufe der Zeit erlebe, daß ich tatsächlich Stück für Stück mehr Freiheit erreiche, wenn ich mit etwas bislang Ungeliebtem SEIN kann.

    Das ist jedes mal wie ein Nach-Hause-Kommen. Dies ist das "Geschenk", das in jedem Problem und seiner Lösung liegt. Geschenke, von denen ich zunehmend mehr will. Lösungs Freudigkeit.

    Danke für's Thema, gesegnete Ostern *INGO* :-)

  2. Alsu schreibt am 25. April 2011 um 08:42

    Oder Einstellung Nr. 4: Ein Problem. Verdammt, nicht schon wieder! Naja, es hilft nichts - wie ist die Lösung?
    ;-)

  3. Helmut Peters schreibt am 25. April 2011 um 18:54

    Meine Erfahrung mit Problemen ist die, das viele "krampfhaft" nach Lösungen suchen, sprich, sich nicht genug Zeit nehmen, das Problem zu er"gründen", so wie es ausführlich beschrieben ist. Das hängt oft mit den unangenehmen Begleiterscheinungen zusammen, die man schnell "wegmachen" möchte. Wichtig und richtig finde ich, das Problem zu erkennen und zu benennen. Denn nur wenn ich es erkannt und benannt habe, kann ich damit arbeiten. Bei der "Problemlösungsmethode" Zukunftswerkstatt, mit der ich arbeite, wird zwischen Problem und Lösung (bzw. dem 1. Schritt zur Lösung) als Zwischenschritt eine "Phantasiephase" eingebaucht, in der ich mich vom Problem löse (es geht nicht verloren, da es schriftlich fixiert ist) und völlig frei phantasiere, "rumspinne" - alles ist möglich, ich habe alles Geld und alle Zeit der Welt. Vor dem Zwischenschritt ist es hilfreich, das, was ich als "Problem" identifiziert habe, positiv wende (Kopfstandtechnik). Nach der Phantasiephase kommt die Umsetzungs-/Realisierungsphase. Hier geht es darum, zu schauen, was ich aus der Phantasie in die Realität mitnehmen kann, auf die Realität runterbrechen kann. Und daraus ergibt sich der 1., der nächste Schritt. Der Vorteil bei Zukunftswerkstätten ist die gemeinsame Arbeit in Gruppen. Ich kann mir Unterstützung holen, ich bin mit "meinem Problem" nicht allein und andere haben vielleicht einen anderen Blick, der mich weiterbringt.