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Grundlagen des Wissensmanagements (Seite 2 von 3)

Auch wenn es ein Bestandteil des Wissensmanagements ist, Informationen und Wissen zu sammeln und verfügbar zu machen, sollte der erste Schritt nicht die Anschaffung teurer Programme und Technik sein. Damit würden Sie den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Vielmehr sollten Sie bei den Menschen beginnen, die das Wissensmanagement umsetzen und davon profitieren sollen. Und im Grunde beginnt es ganz zuerst bei Ihnen als Führungsperson oder Verantwortlichen.

Voraussetzungen für ein effektives Wissensmanagement

Es gibt eine Reihe von Grundvoraussetzungen ohne die es nur schwer möglich ist, ein effektives Wissenssystem aufzubauen.

Offenheit und Vertrauen – Der wichtigste Baustein für das Wissensmanagement ist Offenheit. Diese Offenheit ist nur möglich, wenn bei den Mitarbeitern ein Grundvertrauen in das Unternehmen, die Vorgesetzten und in die Kollegen vorhanden ist. Idealerweise ist jeder jederzeit bereit, jedem sein Wissen weiterzugeben. Wissensvorsprünge werden in einem Umfeld, in dem ein hoher Konkurrenzdruck herrscht, leider oft als ein Mittel gesehen, besser dazustehen und sich seine Position zu sichern. Diese Art zu denken verhindert ein funktionierendes Wissensmanagement.

Es liegt an Ihnen als Führungskraft oder Verantwortungsträger, dafür zu sorgen, dass ein offener Wissensfluss honoriert wird. Hierfür müssen Sie in erster Linie selbst ein gutes Vorbild sein. Deshalb sollte es in Ihrem Unternehmen auch so wenig Zugangsbeschränkungen wie möglich zu Informationen oder Wissen geben.

Anerkennung und Wertschätzung – Das Wissen von Mitarbeitern wird in vielen Unternehmen selbstverständlich angefordert und genutzt. Hier sind besonders Führungskräfte aufgefordert, Belohnungs- und Anreizsysteme zu entwickeln, durch die der Einzelne im Unternehmen motiviert ist, von sich aus sein Wissen mit anderen zu teilen. Einige Ideen finden Sie hier:

Nutzenstiftung für alle Seiten - Entscheidend ist, dass alle Beteiligten die Chancen und den Nutzen eines aktiven Wissensaustausches erkennen. Das Schöne ist ja, dass mitgeteiltes Wissen immer mehr und nie weniger wird. Voneinander zu lernen beinhaltet also schon von seinem Wesen her immer einen zweiseitigen Nutzen.

Es sollte deshalb unbedingt vermieden werden, dass Personen mit einem besonderen Wissen das Gefühl haben, immer nur ihr eigenes Wissen zur Verfügung zu stellen, während sie selbst keines bekommen. Dies kann z.B. durch systematische Weiterbildungsmaßnahmen für solche Personen aufgefangen werden. Fragen Sie sie doch einmal, woran sie interessiert sind und worin sie sich gerne fortbilden würden.

Genauso muss aber auch sichergestellt werden, dass "weniger Wissende" nicht das Gefühl haben, selbst "dumm und wertlos" zu sein. Zum einen können Sie als Führungsperson hier das vielleicht noch unentdeckte Wissen dieser Personen freilegen oder auch sie hin und wieder zu bestimmten Weiterbildungen schicken, nach denen sie dann ihr neues Wissen den anderen zur Verfügung stellen können.

Das Prinzip "Geben und Nehmen"

Durch das Wissensmanagement sollte es zur Selbstverständlichkeit für alle Mitarbeiter werden, ihr eigenes Wissen gerne weiterzugeben und auch Wissen von anderen anzunehmen. Nur so wird es möglich jemand anderem einen Tipp zu geben, ohne dass der sich angegriffen fühlt. Leben Sie dieses Prinzip selbst vor und äußern Sie Ihre Freude über einen regen Austausch von Wissen und Informationen deutlich.


Prüfen Sie sich: Wie lief es bisher?

Machen Sie zunächst eine Bestandsaufnahme:

Und fragen Sie sich selbst: