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Wissensmanagement ganz praktisch (Seite 3 von 3)

Ziel ist es, in Ihrem Unternehmen ein menschliches und auf Ihr jeweiliges Unternehmen zugeschnittenes Wissensmanagement zu entwickeln, bei dem alle Beteiligten von sich aus Motivation und Energie einbringen. Lesen Sie dazu unsere folgenden, praktischen Tipps.

Das Wichtigste: Stellen Sie Zeit zur Verfügung

Das Allerwichtigste, was Sie als Führungskraft tun müssen, um ein effektives Wissensmanagement zu erreichen, ist Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Zeit sowohl für die Wissensrecherche als auch für den Wissensaustausch einzuräumen. Wenn Sie erwarten, dass jeder Ihre Wissensmanagementpläne quasi nebenbei umsetzen soll, ist das Ganze zum Scheitern verurteilt. Wenn Ihnen Wissen für Ihr Unternehmen wichtig erscheint, sollten Sie dem auch einen gewissen Zeitraum geben – wie wäre es z.B. mit drei Stunden pro Woche? Sehen Sie diese Zeit als Investition, die bald Früchte tragen wird.

Nutzen Sie bereits vorhandene informelle Wissensnetze

In jedem Unternehmen gibt es informelle Wissensnetze. Dazu gehören

Informelle Wissensnetze organisieren sich eigenständig und funktionieren in der Regel recht gut. Der Nachteil an diesen informellen Wissensnetzen ist natürlich, dass die Weitergabe von Informationen eher zufällig verläuft und von außen so kaum beeinflusst werden kann. Außerdem sind dabei nie alle Mitarbeiter, die davon profitieren könnten, beteiligt. Es gilt, diese bestehenden Netze gezielter und systematischer zu nutzen.

Richten Sie ein Wissenszimmer ein

Richten Sie dafür z.B. ein spezielles Wissenszimmer ein.

Veranstalten Sie regelmäßige Wissenstreffen

Diesen Raum können Sie dafür nutzen, regelmäßige Wissenstreffen zu veranstalten. Inhalt solcher Treffen können z.B. sein:

Wissensthema des Monats

Jeder Monat könnte einem bestimmten Thema oder einer Frage gewidmet werden, für die dann jeder etwas erarbeitet und recherchiert. Diese Themen oder Fragen sollten natürlich möglichst für Ihr Unternehmen wichtig sein und das Unternehmensziel unterstützen. Allerdings ist es nicht ratsam, solche Themen einfach vorzugeben. Entwickeln Sie diese lieber zusammen mit Ihren Mitarbeitern. So erfahren Sie auch gleich etwas über die Informationsbedürfnisse und Interessen Ihrer Leute.

So ein Wissensthema des Monats kann einen Projektcharakter wie in der Schule haben, für die dann auch Lehrer und Schüler mit Feuereifer gearbeitet haben. Am Ende des Monats werden die Ergebnisse vorgestellt und von allen bewundert.


Finden Sie einen Wissensbeauftragten

Idealerweise haben Sie eine Person, die für das Wissensmanagement im Unternehmen zuständig ist (nicht verantwortlich!). Diese Person hat in erster Linie die Aufgabe, das vorhandene und hinzukommende Wissen im Unternehmen so verfügbar zu machen, dass ein schneller Zugriff sichergestellt wird. Das heißt im Einzelnen z.B.:

Entscheidend dabei ist aber, dass durch diese Person tatsächlich nur die Verwaltung von Informationen und Unterlagen erfolgt – weiterhin aber alle anderen verantwortlich bleiben.

Und was bei der Informationsverwaltung zu beachten ist

Noch ein Wort zur Informationsverarbeitung: Natürlich ist es sinnvoll, auch über eine systematische Erfassung von Daten und Informationen nachzudenken. Möglicherweise ist dafür der Einsatz eines professionellen Programms zur Wissensaufbereitung sinnvoll. Machen Sie es aber nicht komplizierter als nötig. Eine einfache Hängeregistratur kann unter Umständen von größeren Nutzen sein als alle PC-Programme zusammen. Für die Auswahl sind vor allem folgende Punkte entscheidend:

Literatur zum Thema: