Selbstverwirklichung im Beruf: Finden Sie Ihren Traumjob
Beginnen wir mit einer ganz entscheidenden Frage:
Könnten Sie eigentlich sagen, welchen Job Sie sich wünschen würden?
Nur wer weiß, was er will, kann es finden
Viele Menschen spüren zwar, dass sie unzufrieden sind, haben aber noch nicht über mögliche Alternativen nachgedacht. Wie aber wollen Sie zufriedener in Ihrem Job werden, wenn Sie gar nicht wissen, was Sie zufrieden macht? Ihr erstes Ziel sollte also sein, eine ideale Jobbeschreibung zu formulieren, denn nur damit können Sie sich dann auch auf die tatsächliche Suche nach Ihrem Traumjob machen. Um Ihnen das ein bisschen leichter zu machen, haben wir hier einige Übungen und Instrumente für Sie zusammengestellt.
Übung: Der Katastrophen-Job
Es fällt uns meist viel leichter, uns auszumalen, was für uns das Schlimmste wäre, als uns eine Traumvorstellung zu überlegen. Tun Sie das ruhig einmal ganz bewusst. Stellen Sie sich einen Arbeitstag vor, der für Sie absolut frustrierend und schlimm wäre.
- Was sind für sie die schlimmsten Tätigkeiten?
- Wir sieht Ihr Alptraum-Arbeitsplatz aus?
- Was wären die schlimmsten Kollegen, die Sie sich vorstellen können?
- Wie sieht der mieseste aller miesen Chefs für Sie aus?
- Wie steht es mit Arbeitszeit?
- usw.
Tun Sie das schriftlich und überlegen Sie nicht lange, sondern schreiben Sie schnell und spontan, was Ihnen alles Schreckliches einfällt. Und tauchen Sie einmal so richtig ein in die Übung. Sie brauchen nicht mehr als 10 Minuten. Überzeichnen Sie ruhig ganz bewusst. Stellen Sie sich wirklich Ihr ganz persönliches Horrorszenario von einem Job vor. Ganz schön gruselig, was?
Drehen Sie nun das Schlimme um
Jetzt wissen Sie schon einmal ganz genau, was Sie nicht wollen. Nutzen Sie jetzt Ihre Aufzeichnungen dazu herauszufinden:
- was Ihnen wichtig ist und
- was Sie sich für Ihre Berufstätigkeit wünschen
Allein schon durch das, was Ihnen überhaupt eingefallen ist, wird deutlich, was Ihnen wichtig ist. Dem einen ist z.B. der Inhalt der Arbeit sehr wichtig, ein anderer sucht vor allem Anerkennung und wieder ein andere mag keinen langen Anfahrtsweg oder legt großen Wert auf Prestige und Ansehen des Unternehmens für das er arbeitet. Wenn Sie z.B. beschrieben haben, welche eintönigen Aufgaben Sie in einem dunklen Büro ohne Tageslicht und Fenster mit brummigen Kollegen erledigen müssen, dann wissen Sie, dass Sie sich nach abwechslungsreichen Aufgaben sehnen, Ihnen ein helles schönes Büro wichtig ist und Sie gerne mit freundlichen Kollegen zusammenarbeiten möchten. Wichtig: Es geht hier nicht um “richtig oder falsch”, sondern ganz allein um Ihre persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse. Lösen Sie sich von möglichen Klischees, die Sie vielleicht von einem Traumjob im Kopf haben. Sie suchen hier nach Ihrem eigenen Traumjob.
Was Ihnen wichtig ist
Hier finden Sie nun noch eine ganze Liste von Kriterien für einen möglichen Traumjob. Notieren Sie sich alle Punkte, die für Sie dazu gehören. Wichtig: auch hier geht es nicht darum, was vielleicht alles “ganz nett” wäre, sondern es geht um das, was Sie sich wirklich für sich wünschen:
- Meine Arbeit muss “Sinn” machen.
- Ich brauche Anerkennung durch andere.
- Ich möchte mit Menschen arbeiten.
- Mir ist es wichtig, Teil eines Teams zu sein.
- Ich will selbstbestimmt arbeiten.
- Ich muss Ergebnisse sehen.
- Ich will etwas Praktisches machen.
- Ich fühle mich mit Routinetätigkeiten wohl – zu viel Veränderung gefällt mir nicht.
- Ich brauche viel Abwechslung.
- Ich möchte im Freien arbeiten.
- Ich möchte etwas Handwerkliches tun.
- Ich bin ehrgeizig und möchte mich mit anderen messen.
- Ich will viel Geld verdienen.
- Ich brauche geregelte Arbeitszeiten.
- Ich will immer wieder was dazu lernen und Neues erleben.
- Ich arbeite gerne Details aus.
- Ich möchte von zu Hause aus arbeiten.
- Ich habe Spaß an Dienstreisen.
- u.a.
Sie können diese Liste noch beliebig erweitern. Ergänzen Sie alles, was Ihnen persönlich wichtig ist.
Formulieren Sie eine “ideale” Jobbeschreibung oder Ihre “ideale” Firma
Nehmen Sie sich nun einmal ein leeres Blatt Papier und formulieren Sie auf der Grundlage der vorherigen Erkenntnisse die für Sie ideale Jobbeschreibung. Dazu gehören:
- Ihre Position,
- Ihr konkretes Einsatzgebiet und die Tätigkeit, Größe und Art des Unternehmens,
- Rahmenbedingungen wie Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen u.ä.,
- Gehalt,
- Anzahl und Art der Kollegen,
- u.ä.
Entwickeln Sie die Jobbeschreibung so konkret wie möglich. Überlegen Sie sich auch, wie sich auch vielleicht widersprüchliche Wünsche miteinander vereinbaren lassen könnten. Alternativ – für den Fall, dass Sie herausgefunden haben, dass Sie selbstständig arbeiten wollen – beschreiben Sie so konkret wie möglich Ihr ideales Unternehmen – wobei es hier ganz auf Ihre Wunschvorstellung ankommt, ob es sich um ein Ein-Mann-Unternehmen oder um eine große Firma handelt. Denken Sie an Punkte wie:
- Aufgabe und Zielsetzung Ihrer Firma,
- Ihre persönlichen Aufgaben,
- Größe, Mitarbeiterzahl, Umsatz, Rahmenbedingungen wie Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen,
- u.ä.
Nachdem Sie nun wissen, was Sie am liebsten für eine Arbeit tun möchten, geht es darum herauszufinden, was Sie alles gut können.





Ich bin beruflisch nicht zufrieden. Was kann ich daran ändern? Derzeit nichts, denn ja, auch ich muss mein tägliches Leben bestreiten und dazu ist ein Job, bei dem ich Geld verdiene, notwendig.
Aber ich arrangiere mich mit diesem, sage zu Dingen, die mir nicht liegen oder zu Kollegen, die zu viel verlangen, auch mal NEIN.
Diese Woche habe ich aber einen Termin auf der Uni, um mich über ein Fernstudium zu informieren. Das soll mich meinem eigentlichen Traumjob ein Stück näher bringen; ich klopfe ab, welche Möglichkeiten es gibt, was es kostet, wieviel Zeit ein nebenberuflisches Studium bindet. Denn ich bin auch noch Mutter von 2 schulpflichtigen Kindern.
Aber dennoch bin ich mit 40 nicht bereit, mein Leben von einer Arbeit abhängig zu machen, die mich nicht vollends ausfüllt. Bei noch (nach derzeitigem Stand) 27 Arbeits-Jahren bis zu Rente muss noch mehr drin sein. :)