Du darfst mich doof finden

openness

Stellen Sie sich mal vor, Sie laufen eine quirlige Fußgängerzone entlang und Sie hängen gerade Ihren Gedanken nach. Plötzlich kommt ein Mann im schicken Anzug auf Sie zu und sagt zu Ihnen:

„Hey, Sie sind echt Scheiße!“

Und Sie? Sie lächeln den Mann erstaunt an, klopfen ihm einmal freundlich auf die Schulter, gehen weiter und hängen wieder Ihren Gedanken nach. Den Vorfall haben Sie schon wieder vergessen.

Oder stellen Sie sich Folgendes vor: Sie haben ein erfolgreiches Buch geschrieben. Und einer Ihrer Leser schreibt Ihnen eine E-Mail und lässt darin kein gutes Haar an Ihrem Werk. Und Sie? Sie lesen die E-Mail aufmerksam. Sie machen sich ein oder zwei Notizen dazu. Dann bedanken Sie sich freundlich per E-Mail bei Ihrem Kritiker. Und dann beschäftigen Sie sich mit etwas anderem, ohne weiter an die E-Mail zu denken.

Sie denken jetzt vielleicht: Ähmmm … das ist doch unrealistisch. So würde doch niemand reagieren.

Aber lassen Sie uns für einen Augenblick einfach mal so tun, als ob es doch Menschen gäbe, die mit Angriffen und Kritik auf diese Art umgehen könnten. So als Gedankenexperiment.

O. k.?

Ja … was müsste so ein Mensch denken, damit er so unglaublich entspannt sein kann? Was müsste er für eine Geisteshaltung haben, um ganz ruhig und ohne inneren Kampf mit Angriffen und Kritik umgehen zu können?

So ein Mensch könnte vielleicht denken:

  • Mein Wert als Mensch hat nichts damit zu tun, ob jemand mich oder meine Arbeit gut oder schlecht findet. Der Wert anderer Menschen hat ja auch nichts damit zu tun, ob ICH sie gut finde oder nicht.
  • Ich weiß, was mir wichtig ist. Ich kenne also meine Werte im Leben. Und ich tue jeden Tag etwas dafür, meine Werte zu leben, meine Werte zu stärken, zu verteidigen und meine Werte nach außen zu tragen.
  • Andere Menschen dürfen sein, wie sie sind. Ich darf sein, wie ICH bin.
  • Zum Glück darf ich mich irren, ich darf Fehler machen und auch mal scheitern. Das gehört zum Leben dazu. Ich stehe zu meinen Fehlern, lerne daraus und wachse daran.
  • Wenn ich eine Verpflichtung eingegangen bin, dann ist es meine Verantwortung, dieser Verpflichtung gerecht zu werden.
  • Ich mag es, dass ich mich selbst akzeptiere, mag und sogar liebe. Auch wenn ich Fehler und Ecken und Kanten habe.
  • Wenn ich anderen durch mein Tun versehentlich geschadet habe, dann versuche ich das wiedergutzumachen, wenn es in meiner Verantwortung liegt.
  • Ich habe für meine Fehler und Unzulänglichkeiten Verständnis. Und für die Fehler und Unzulänglichkeiten der Menschen um mich herum auch.
  • Ich gebe genauso viel, wie ich nehme.
  • Ich mag mich, mit all meinen Ecken und Kanten. Ich kann mich selbst leiden. Auch wenn andere mich oder meine Arbeit mal nicht mögen.
  • Meine Aufgabe ist es nicht, es anderen recht zu machen, anderen zu gefallen und deren Erwartungen zu erfüllen. Meine Aufgabe ist es, die Dinge voranzutreiben, die mir wichtig sind.
  • Es gibt nicht wenige Menschen, die schauen lieber auf die Fehler der anderen, weil das einfacher ist, als auf ihre eigenen Fehler oder ihr eigenes Unglück zu schauen.
  • Solange ich anderen Menschen damit nicht schade, ist es meine Sache, was ich tue, was ich nicht tue oder sogar, wie ich aussehe.
  • Bei ungefragter Kritik reden die Menschen eher über sich selbst und über ihre Selbstansprüche. Sie reden weniger über dich und deine Arbeit. Oft haben Kritik und Angriffe nichts mit dir zu tun.
  • Wenn ich eine Rückmeldung zu mir oder meiner Arbeit haben möchte, dann hole ich sie mir: Und zwar am liebsten bei den Menschen, deren Meinung ich wertschätze.

Stellen Sie sich mal vor, Sie wären von diesen Aussagen tief überzeugt. Was würde das in Ihrem Leben ändern? Was würden Sie sich dann trauen? Wie würden Sie sich dann fühlen?

Wie finden Sie den Beitrag?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (165)
Loading ... Loading ...

Kommentare

schneevoigt schreibt am 2. Oktober 2012

Den Artikel finde ich richtig gut. Das Stichwort freundliche Gelassenheit kommt mir da in den Sinn. Und ja, diesen Gemütszustand zu suchen lohnt!

Gute Anregungen.

    Sabine Schwickert schreibt am 2. Oktober 2012

    Das hätte mir in meinem Leben vieles einfacher gemacht und es hat lange gedauert, bis ich das verstanden habe. Vielen Dank für das Mutmachen an euch.

    Ralf schreibt am 7. Oktober 2012

    Ja gefällt mir, es gäb weniger Probleme, vor allem auch mit
    mir selber.Und würde die Sicht frei machen auf Wesentlicheres, wirklich Wichtigeres.
    Energie könnte man dafür einsetzen, was einem wirklich am
    Herzen liegt.
    Hoffentlich gelingt es mir, mich damit zu beschäftigen, um
    freier und liebenswürdiger zu werden.
    Ralf

    Kirsten schreibt am 9. Oktober 2012

    Ja, dieser Beitrag trifft des Pudels Kern. Er ghört genau dorthin die ihn wertschätzen und die jenigen die es umsetzen wollen oder schon dabei sind. Denn wenn wir uns nicht selbst genug lieben, können wir nicht zufrieden sein und sind mit anderen Menschen auch nicht zufrieden. Leben und Leben lassen und dann noch die Gabe haben es nicht nur als Theorie sehen, eben auch ausüben, das ist die Kunst.

    Pia schreibt am 30. Oktober 2012

    Schön wäre es doch, wenn wir alle so ticken würden. Wir regen uns eh immer viel zu schnell auf finde ich. Toller Artikel!

Katrin schreibt am 2. Oktober 2012

Wirklich toll! Bin sehr begeistert – alle Regeln bei sich zu bleiben ohne sich von “Unwichtigem” abbringen zu lassen. Werde mir gleich einige in meine Wohnung hängen :-)

Vielen Dank!

N.Barenthin schreibt am 7. Oktober 2012

Ja, das sind die Worte, die ich jetzt brauche. Ich bin nach 20 Jahren mit 50 in meine russische Heimatstadt zurueckgekehrt und muss mich mit einer absolut fremden Umgebung abfinden. Nach Mamas Tod bin ich auch ein Waisenkind geworden. So wird mancher Tag zur Pruefung, aber ich will endlich ICH SELBST sein. Danke fuer den tollen und so hilfsreichen Artikel.

    Natalia schreibt am 7. Oktober 2012

    Liebe N.Barenthin
    Ich wünsche dir viel Mut und Kraft dich in deiner neuen Umgebung zurecht zu finden. Ich kenne das. Es ist eine ganz andere Welt, ist auch viel Neid und ungerechte Umfreundlichkeint gegenüber anderen Menschen. Gehe einfach an solchen Menschen vorbei, du wirst die nicht verändern können, sie wollen sich auch nicht ändern. Die sind einfach so.Die kennen das Leben nicht anderes, sie haben da es schwer
    Viel Glück

anke schreibt am 7. Oktober 2012

passend zu meinem neuen arbeitsjahr kommt diese erinnerung. für mich der entscheidende satz:
ich bin nicht verpflichtet, es anderen recht zu machen – und noch viel wichtiger – auch die anderen haben das gleiche recht!!!!
keine angst vor fehlern – sie dürfen von allen gemacht werden und gehören zum entwicklungsprozess.
herzlichen dank für immer wieder lebensbereichernde recherche.

Philip schreibt am 7. Oktober 2012

Diese Regeln sind ein Weg zum Gluecklichen Leben.
Vielen Dank
Philip

chaja schreibt am 7. Oktober 2012

der mensch der von jeden blodsinn beleidigt ist – hatt es schwer im leben !

Axel schreibt am 7. Oktober 2012

Dieser Beitrag ist ja nun so was von Scheiße!

Grins…

    Christel Kemmler schreibt am 7. Oktober 2012

    Ein netter Versuch! Da hat jemand die Botschaft verstanden und gleich mal ausprobiert, wie sich das in der Praxis anfühlt.
    Ist gar nicht so einfach, “spontan” das umzusetzen, was man gerade eben gelernt hat und sooo gut findet!
    Nein, im Ernst: Der Beitrag ist toll und spricht vielen Menschen – und auch mir – aus tiefster Seele. Aber Achtung: Nach dem Denken (bzw. Reden) kommt das Handeln. Immer schön authentisch bleiben.

Heide Decurtins schreibt am 7. Oktober 2012

Das ist genau die Geschichte, mit der ich mich gerade beschäftige und die ich in 14 Tagen in meiner Arbeit weitergeben werde. Die radikale Vergebung !!! Wir können verzeihen, wenn uns jemand in dieser Art “beleidigt”, doch da bleibt immer etwas hängen. Wenn wir jedoch in die radikale Vergebung gehen – akzeptieren wir die Aussage als gegeben, urteilen nicht, verurteilen nicht – und lassen los. Radikale Vergebung betrachtet ebenfalls die dem Menschen eigene Unvollkommenheit liebevoll, doch sie sieht auch die Vollkommenheit in der Unvollkommenheit.Dies zu erkennen ist ein langer Prozess, inden wir uns einfach einlassen sollten. Herzlichen Dank für die bereichernde Geschichte.

Kirsten schreibt am 7. Oktober 2012

Viel zu oft machen wir uns von den Meinungen anderer abhängig. Wenn wir jung sind, dann wollen wir naturgemäss zu einer “Gruppe” gehören, wir wollen in dieser Gruppe nicht auffallen und müssen uns so eben einem gewissen “Gruppenzwang” unterwerfen. Das gehört zum Ablösungsprozess von den Eltern. Dann jedoch sollten wir uns von dieser, neuerlichen Umklammerung lossagen und eigene Werte entwickeln.

Und genau dieser zweite Ablösungsprozess fällt uns so schwer, manche schaffen es ihr ganzes Leben nicht.

Aber kein Mensch auf der Welt kann unser Leben für uns leben. Und deshalb ist jede Kritik, jede Meinung, die ein anderer über uns oder unser Leben hat, auch immer nur von seinem eigenen Leben, seinen eigenen Erfahrungen geprägt.

Je älter ich werde, desto leichter fällt es mir inzwischen, die Meinungen anderer als genau das anzunehmen: Eine Meinung eben. Die muss nicht mit meiner Meinung übereinstimmen und sie nicht richtiger oder weniger richtig als meine. Sie ist einfach.

Wahre Freiheit beginnt, wenn wir uns nicht mehr abhängig machen von den Ansichten anderer, so, wie in dem Artikel beschrieben. Eine schöne Vorstellung für die es sich lohnt an sich selbst zu arbeiten.

Hans schreibt am 7. Oktober 2012

Dieser Artikel ist spitze und hat es “in sich”.

Das Umsetzen ist die Herausforderung, weil wir von Kleinkind an durch unser Zuhause, Kindergarten, Schule, Umfeld u.s.w. geprägt sind/werden und je nach dem starke Blockaden entstehen, die es zu löschen gilt und umzuzwitschen gilt.

Ich für mich weiss wovon ich spreche und wie schwer es ist, positive Veränderungen herbei zu führen. Kraft darin gibt mir mein Vertrauen darin, das alle so kommt, wie es für mich vorgesehen ist und das alles gut so ist.

Was jetzt ist, muss genau so sein. Wenn nicht, wäre es doch anders oder…? also “vertrauen”.

Samsara schreibt am 7. Oktober 2012

Hallo Ihr Lieben,

dieser Artikel trifft oberabsolut genau den Kern, mit dem ich mich gerade beschäftige :O)

Lieben Dank dafür!

Eure Samsara

roswitha schreibt am 7. Oktober 2012

Viele Newsletter lege ich mir zurück, um immer wieder darin zu lesen und mir Gedanken darüber zu machen oder mich davon motivieren zu lassen. Dieser ist wieder super und bestätigt in vielen Punkten, die von mir hart erlernte Gelassenheit ist ein Schlüssel zu meinem persönlichen Glück.
Vielen dank für die immer gute Sonntagsinfo..freue mich immer drauf!!

Erna schreibt am 7. Oktober 2012

Guten Morgen!
Dieser Artikel wird mich in nächster Zeit begleiten, denn diese Gelassenheit muss wunderbar sein. Und da ich in diesem Bereich noch einiges zu erarbeiten habe, sage ich nur danke für diesen wunderbaren Artikel.
Alles Liebe
Erna

Ines schreibt am 7. Oktober 2012

Hallo,
ich finde diesen Beitrag super, mir geht es ähnlich wie sicher vielen, ich versuche mich auch gerade mit der Kernaussage des Themas zu beschäftigen.

Viele Grüße
ich freue mich über noch viele gute Beiträge von Euch.
Ines

Katy schreibt am 7. Oktober 2012

Klingt gut, das alles zu beherzigen. Doch wer kann das schon von sich behaupten? Wir sind doch alle durch unser bisheriges Leben in der einen oder anderen Weise geprägt. Und diese Erfahrungen bestimmen in einem gewissen Umfang auch unser Denken. Aus diesem Muster auszubrechen ist alles andre als einfach. Merke ich gerade selber, da sich in meinem Leben gerade sehr viel verändert. Ich glaube, wem es gelingt sich selber zu mögen, so wie man eben ist, hat gute Möglichkeiten die Gelassenheit für viele Lebenssituationen aufzubringen. Denn wenn ich selbst nicht mein größter Kritiker bin, habe ich einen großen Schatz. Ich habe nämlich MICH. Das klingt sooooo einfach. Ist es aber leider nicht.

    kjell schreibt am 7. Oktober 2012

    So sehe ich das auch ;-)

    Maexchen schreibt am 8. Oktober 2012

    @Katy: nein, einfach ist das sicher nicht. Aber auf jeden Fall einen Versuch wert!!
    Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt, also einfach mal anfangen.

    kjell schreibt am 8. Oktober 2012

    Hallo Kathy,

    dabei müssen wir auch beachten, dass das Selbstbild ja auch in vielen Rollen des Lebens variiert werden muss aber authentisch bleiben sollte. Vorausgesetzt die Rolle die man “spielt” ist selbstausgesucht und an gewisse selbstauferlegten Prinzipien orientiert.
    Die dann auch noch regelmäßig überprüft und angepasst werden müssen.

    - Rolle als Freund
    - Rolle als Partner
    - Rolle als Kollege
    - Rolle als Sohn
    - Rolle als Vater
    - Die eigene Rolle

    Ich finde folgenden Gedanken interessant:
    “Das Gefühl der behaglichen Unsicherheit”

    Buchtipp: Radikal von Brad Blanton
    ehrlichhttp://www.amazon.de/Radikal-ehrlich-Brad-Blanton/dp/3822503886

    Gruß

    Kjell Peter

Christel Gaida schreibt am 7. Oktober 2012

Ich möchte mich auch für den Beitrag bedanken.
Zum Glück wurde ich noch nicht oft so angegriffen. Als es mir jedoch einmal passierte, habe ich mich zurückgezogen udn vor allem vorher verteidigt. Dabei war ich an dem ws passiert war nicht allein schuld. Ich habe ein Buch mit gesammelten Geschichten in Druckformat gesetzt, Tag- und Nacht daran gearbeitet. Dann waren mir vor lauter Müdigkeit einige Schreibfehler meiner Mitstreiterinnen nicht aufgefallen, sodasss diese Fehler später im Buch sichtbar waren. Obwohl ich allen vor Abgabe in der Druckerei ein Duplikat ihrer Geschichten zur Einsicht gegeben hatte, waren ihnen diese Fehler nicht aufgefallen. Sie hätten die Möglichkeit zur nochmaligen Korrektur gehabt. Nach Erscheinen des Buches haben sie mich angegriffen und beschimpft.
Bei Angriffen im privaten Bereich reagierte ich bisher genauso: verteidigen, rechtfertigen, zurückziehen…
Das möchte ich jetzt ändern.

Jeanette schreibt am 7. Oktober 2012

Ein ganz wunderbarer Newletter, der von viel Erfahrung zeugt. Ich wäre sehr gespannt zu lesen, warum oder aus welchen Gründen oder inneren Einstellungen Menschen mit Kritik eben nicht so gut umgehen können, sich das Gesagte immer und immer wieder in den Kopf holen und es durchkauen und analysieren. Ein Newsletter in der gleichen Form wie der gerade eben. Susi Sorglos im Vergleich mit Walter Wütend…. ;))
Aus all den Newslettern der vergangenen Jahre würde schon ein inspirierendes und mutmachendes Buch entstehen ;;) Vielen Dank dafür.

Anke schreibt am 7. Oktober 2012

Das ist genau mein Thema. Ich bin seit Monaten schon krankgeschrieben, weil ich mit solchen Menschen (Kollegen) nicht klar komme. Ich werde mir den Artikel noch einige Male durchlesen und versuchen daraus zu lernen.

    Lieschen schreibt am 7. Oktober 2012

    Liebe Anke, willkommen im Club. Ich versuche gerade mich gegen monatelanges, massives Mobbing durch meine Vorgesetzten zu wehren. Und meine Krankenkasse hat mir gerade mitgeteilt, dass sie keine Notwendigkeit sieht, die Solidargemeinschaft mit einerm Konflikt zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter durch Krankengeld zu belasten (ich bin seit Jahren freiwilliges Mitglied mit Höchstsatz und in den letzten fünf Jahren insgesamt 4 – in Worten: vier Tage krank gewesen). Ich solle doch kündigen, dann sei das Problem doch gelöst.
    Am Schönsten finde ich den letzten Punkt: Wenn ich Kritik möchte, hole ich mir diese von Leuten, deren Meinung ich wertschätze. Das ist bei meinem Arbeitgeber niemand mehr.
    Halt durch!

    Ralf schreibt am 7. Oktober 2012

    Hallo Anke, ich möchte Dir Mut machen.Es gibt die Hoffnung
    und den Weg der Veränderung.Versuche, Dir eine bessere Zukunft vorzustellen und glaube an eine positive Veränderung
    für Dich.Ich wünsche es Dir.
    Oft braucht es negative Geschehnisse, um sich zu verändern.

testsiegerin schreibt am 7. Oktober 2012

Wie ich mich da fühlen würde?
Ich glaub, mir würde etwas fehlen. Weil ich mich nämlich so mag, wie ich bin, bin all meinen Schwächen, mag ich auch diese Zweifel an mir. Wenn bei einer Lesung dreihundert begeisterte ZuhörerInnen hab und einer geht in der Pause, dann überlege ich mir, warum es dem wohl nicht gefallen hat.
Wahrscheinlich muss er seiner kranken Frau Blumen bringen, denk ich mir dann. Überlege aber auch, was ich noch besser machen kann, damit er auf die kranke Frau vergisst.
Wenn ich bei einem Seminar 17 “ausgezeichnet, weiter so” und ein “sehr gut” im Feedbackbogen stehen hab, frag ich mich, warum der nicht ebenso begeistert war wie die restlichen.

Ich kann mich aber drüber lustig machen, über diese Schwäche von mir. Und das ist sowieso das wichtigste im Leben überhaupt. Humor.

Edeltraud schreibt am 7. Oktober 2012

Lieber Herr Senftleben,

dies ist einer der schönsten, wertvollsten und hilfreichsten Beiträge von Ihnen. Ich danke Ihnen ganz herzlich für diese wundervollen Gedanken und Inspirationen. Meiner Erfahrung nach ist dies einer der erstrebenswertesten Zustände in unserem Leben und auch unsere Aufgabe, täglich besonders auch durch unsere Gedanken, Gefühle und Überzeugungen dranzubleiben. Die Belohnung hierfür ist genial. In jeglicher Hinsicht.

    Christine schreibt am 7. Oktober 2012

    Den Kommentar von Edeltraut unterstütze ich völlig. Um wie vieles würden wir es uns und damit auch anderen leichter machen, wenn wir – ohne gleichgültig zu werden – diese eigene Stabilität leben könnten!!!
    Ich habe immer behauptet, ein glücklicher, selbstbewusster und optimistischer Mensch zu sein. Dann kamen Ereignisse, die all das ins Wanken brachten. Ich bin ungewohnt empfindlich geworden, fühle mich schnell angegriffen und springe auf jeden Fetzen Kritik an. Ich arbeite daran, dies zu ändern. Ich habe begriffen, wie sehr ich von der Anerkennung durch andere gelebt habe, wie sehr diese Anerkennung zum wackligen Fundament meines Glücks wurde. Ich will genau das beherzigen, was Ralf in seinem Beitrag angesprochen hat. Nach meiner Auffassung sollten das Thema und entsprechende praktische Hilfestellungen noch vertiefter behandelt werden. Nur wer genug innere Stärke besitzt, kann anderen davon abgeben, Manipulationen zurückweisen und zum zwischenmenschlichen Frieden beitragen.

    Marina schreibt am 8. Oktober 2012

    Ich kann mich nur Edeltraud anschließen, sie hat es kurz und bündig in Worte gefasst. Für mich ist dieses Bewusst-Sein DER “Schlüssel zum Glück” und vor allem kann ich mich nun mit diesem selbst-bewussten Bewusstsein von meinem alten Ballast der falschen und lieblosen Überzeugungen mir selbst gegenüber in Frieden und in Liebe lösen. VIELEN DANK!!!

kjell Peter schreibt am 7. Oktober 2012

Hallo,

Vielen Dank für diesen Beitrag.

Ich sehe gerade in in der aktuellen Diskussion eine Gefahr des überschätzten Selbstwertes.

Der eigene Selbstwert wir oft verwechselt mit “gesundem Egoismus”, der zu wenig Platz für die Wertschätzung anderer zulässt.

Wiedergutmachung setzt Ruhe voraus.
Mein Tipp:
Eine Nacht darüber schlafen. Wenn das Problem dann noch existiert in Ruhe darüber sprechen.

Leitbilder die Orientierung geben sind:

- Freundlichkeit
- Anerkennung
- Lob
- Respekt

Oft genug gehen diese einfachen Tugenden im alltäglichen Umgang jedoch unter.

Es sind die “kleinen Dinge” die zu Störungen führen.

Optimal wäre es nach einem gemeinsam erarbeiteten Wertebild zu Leben das die notwendige Orientierung für eine Lebensart gibt, die je nach Situation gemeinsam angepasst werden kann.

Frage:

Wäre es interessant für Euch solche praxisbezogenen und alltagstauglichen Wertebilder zu diskutieren oder gemeinsam ins Netz zu stellen?

    monika schreibt am 7. Oktober 2012

    lieber kjell,

    deine überlegungen sind wertvoll.
    bedenke aber bitte, dass jeder mensch mit eigenen wertvorstellungen lebt, erzogen wurde, kein mensch auf demselben level/ derselben entwicklungsstufe steht.

    als bewusst lebender christ habe ich vllt. auch andere vorstellungen etc.
    ich sehe in jedem gegenüber das antlitz gottes und möchte ihn lieben.

    aber im berufl. miteinander kann das so aussehen, dass man den andern auch mal in seine schranken weisen muss, im privat. miteinander auch die eigenen bedürfnisse zur geltung kommen sollten.

    ich sehe das zwar genauso wie du, die gefahr der selsbtüberschätzung besteht, deshalb ist das menschenbild gottes für mich maßgebend.

    und doch gibt es die “stufen” im leben ( tobias brocher ), der klarmachte, dass man dem andern erst seine weisheiten vermitteln kann, bzw. der sie annehmen, wenn er auf dieser entwicklungsstufe ist. und das macht das zusammenleben / arbeiten so schwer.

    jede/r hat verletzungen des inneren kindes, die verarbeitet werden müssen, was vllt. ein lang nciht gelingt und das miteinander so schwer macht.

    wir, die diesen NL lesen, verinnerlichen ihn und arbeiten an uns, haben aber vielfach mit mit “verkorksten” zu tun.
    und da setzt für mich eigentlich die praxis an. es heißt zwar immer, wenn wir an uns arbeiten, gelingt das leben auch mit den andern, aber ich erlebe aber doch immer mal wieder, dass ich auf menschen treffe, mit denen ich mich “schwertue”.

    weinen angenehmen spirit. sonntag ncoh allen.

    kjell schreibt am 8. Oktober 2012

    Liebe Monika,

    Danke für Deinen Kommentar.

    Ich bin ganz Deiner Meinung.
    Da ich immer zwischen den Zeilen lese hier noch ein kleines Feedback. Das trifft sicher nicht auf Dich zu ;-)

    Wenn das Selbstbild sagt “Ich bin auf einer höheren Stufe” kann es schwerer werden die Sicht des anderen vollständig wahrzunehmen, um alternative Perspektiven zu verstehen.

    Wenn sich alle nicht ganz so ernst nehmen würden und eine gesunde Menge Humor dazu kommt. (Über sich lachen können) würde es den Umgang mit den Menschen viel leichter machen.

    Einen schönen Wochenstart ;-)

    Kjell Peter

    ____________________________________________________

    Link Tipp: http://www.freiherr-von-knigge.de/

Inge schreibt am 7. Oktober 2012

Liebes Zeit-Zu-Leben-Team,

danke für die gründliche Zusammenstellung der Punkte zum Thema “Wie gehe ich mit ungefragter Kritik um”. Dabei verdient jeder einzelne, noch genauer betrachtet zu werden. Z.B. “Ich gebe soviel wie ich nehme”. Diesen Punkt habe ich mir noch gar nicht überlegt. Es ist also nicht sinnvoll mehr zu geben als zu nehmen. Es ist nicht gesund, gar nichts anzunehmen….
Und dann dieser Punkt: Wenn einer Dich ungefragt kritisiert, sagt er nichts über Dich sondern etwas über sich aus. D.h. Jede Feststellung eines anderen, es braucht noch nicht einmal Kritik sein, ist letzten Endes eine Aussage über ihn selbst, nicht über mich. Das bedeutet, ich muss ab jetzt ganz anders hinhören, interessiert daran, was dieser Mensch gerade über sich selbst sagt, (während er mich vordergründig zu kritisieren scheint)… und wenn ich mit ihm befreundet bin, meine Handlungsweise darauf einstellen…
Besonders hilfreich war mir der letzte Punkt, dass ich mir ein Feedback von Menschen meines Vertrauens hole, wenn ich eines brauche. Das werde ich mal einüben.
herzlichen Dank für allediese Denk- und Handlungsanstöße.

Inge

    Sandra schreibt am 11. Oktober 2012

    Danke Inge für diese Gedanken. Ich habe gerade (schon seit längerem) ein Problem mit einer Freundin, die mich nur kritisiert. Wenn ich das sage, sagt sie, ich kann mit Kritik nicht umgehen. Wenn ich mich verteidige, kritisiert sich mich weiter. Wir hatten jetzt ein paar Monate keinen Kontakt. Leider ist es noch immer nicht anders, ich dachte, der Abstand tut gut.
    Wenn ich es aber so sehe, dass die Kritik nichts mit mir, sondern mit ihr zu tun hat, macht es mir leichter. Ich hab mich vor dem Abstand schon gefühlt, wie der schlechteste Mensch auf der Welt. Ich werd auf die Kritik einfach nicht mehr eingehen.

Gabi schreibt am 7. Oktober 2012

Guten Morgen und schönen Tag!
Heute regnet es und ich habe schön Zeit mir Gedanken zu machen was sich an meinem Leben ändern würde, wenn ich von den Aussagen tief überzeugt wäre. Schon allein das Lesen des Textes hat bei mir eine wohlige Zufriedenheit ausgelöst – da hat sich ja schon was geändert:-) Ich lebe seit kurzem auf dem Lande und habe dort auch einen neuen Job und hätte nie gedacht wie “durchsichtig” man plötzlich ist. Der Absatz: •Andere Menschen dürfen sein, wie sie sind. Ich darf sein, wie ICH bin. – hat mich aus diesem Grunde besonders angesprochen. Vielen Dank für diese Inspiration und an alle viele Grüsse und schönen Sonntag.

DANKE

Birgit schreibt am 7. Oktober 2012

Da gibt es doch diese Geschichte von den 2 Mönchen. Daran hab ich mich gelich erinnert beim LEsen des Artikels:
Zwei Mönche auf einer Pilgerreise kamen an das Ufer eines Flusses. Dort sahen sie ein vornehm gekleidetes Mädchen, das nicht wusste wie sie den Fluss überqueren sollte, da dieser reißend war und sie nicht ihre Kleider ruinieren wollte. Ohne zu zögern nahm einer der Mönche die Junge Frau auf seinen Rücken, trug sie durch den Fluss und setzte sie am anderen Ufer wieder ab.

Die Mönche setzten ihre Wanderschaft fort. Aber nach einer Stunde fing der andere Mönch an zu klagen: “Du hättest niemals diese Frau berühren dürfen. Ein solch enger Kontakt mit Frauen verstößt gegen unsere Gebote. Wie konntest Du nur gegen die Regeln der Mönche verstoßen?”

Der Mönch, der das Mädchen getragen hatte, ging zunächst schweigend weiter, antwortete dann aber nach einer Weile: “Ich habe das Mädchen bereits vor einer Stunde am Ufer abgesetzt. Warum trägst Du sie immer noch?”

Allen einen schönen Sonntag, Birgit

    Barbara Brugger schreibt am 8. Oktober 2012

    wunderschöne Geschichte!
    Gerne werde ich sie meinem Metapher Schatzkasten hinzu fügen.
    Guten Wochenstart
    Barbara

Rene schreibt am 7. Oktober 2012

Ein sehr guter Artikel, gerade in Zeiten in denen man dazu neigt immer daran zu denken, was andere über das eigene Tun und Handeln wohl sagen und denken werden selbst wenn man es noch gar nicht begonnen hat. Einfach weil man sich schon dafür Argumente zurechtlegen möchte anstatt die Einstellung zu haben, dass mann nicht immer allen alles erklären muss, was man tut.

Angelika Fleckenstein schreibt am 7. Oktober 2012

Wie ich mich fühlen würde, wenn…?
Ganz einfach: GRENZENLOS FREI. -
Freiheit gibt es nämlich nur in uns selbst!

Sonja schreibt am 7. Oktober 2012

Liebes Zeit-zu leben-Team,
vielen Dank für den mal wieder wunderbar gelungenen Beitrag.
Er kommt gerade zur rechten Zeit in mein Leben weil auch ich mich schon eine ganze Weile mit diesem Thema beschäftige.
Auch ich habe erkannt das der von Euch aufgezeigte Weg wahrscheinlich der einzig gute ist,den man auf der Lebenswanderung gehen sollte.
Ich wünsche und allen viel Mut und Kraft auf dieser Strecke.
Ich verschone Euch hier mit persönlichen Erlebnissen diesbezüglich.Aber ich habe bisher so einiges falsch gemacht und hoffe,es in Zukunft besser zu meistern.
Herzliche Grüße

Annemarie Schwab schreibt am 7. Oktober 2012

DANKE =)

Regina schreibt am 7. Oktober 2012

Zu diesem Artikel fällt mir sofort eine Aussage aus dem Buch
“Gespräche mit Gott – Meditationen” von Neale Donald Walsch
ein. Dort heißt es: “Die Menschen können sich mit dir identifizieren – auch wenn sie ein Urteil über dich fällen. Und wenn sie sehen, dass du wirklich aufrichtig bist, werden sie dir auch deine Vergangenheit vergeben können.

Doch ich sage dir: Solange du dir darüber Sorgen machst, was andere von dir denken, gehörst du ihnen.

Nur wenn du keine Zustimmung von außen brauchst, kannst du dir selbst gehören.”

Worte, die mich tief berührt haben und die mich seitdem stets begleiten.

Einen schönen Sonntag und eine wunderschöne Woche an alle.:)

Regina

manuela durand-bourjate schreibt am 7. Oktober 2012

Das ist genau was wir gebraucht haben. Am Freitag ist Vernissage unseres zweiten Kriminalromans und wir hoffen, wir werden uns diese Gemütshaltung erhalten können
Manuela und Isabelle

manuela durand-bourjate schreibt am 7. Oktober 2012

Eine der klügsten und herzlichsten Frauen, Byron Katie, die Begründerin von “The Work”, sagt: If I had a prayer, it would be this: „God spare me from the desire for love, approval, and appreciation. Amen.“ Wenn ich ein Gebet hätte, dann wäre es dies: Gott bewahre mich vor dem Wunsch nach Liebe, Anerkennung und Wertschätzung. Amen”

    testsiegerin schreibt am 7. Oktober 2012

    würde gott – so es ihn gibt – diesen wunsch erfüllen, wir ständen wohl alle ziemlich motivationslos da ;-)

    Christine schreibt am 7. Oktober 2012

    Möchten wir wirklich vor dem Wunsch nach Liebe bewahrt werden? Weil wir emotional verletzt werden können? Liegt nicht genau darin eine große Herausforderung für den eigenen Reifeprozess, dass man liebt und dennoch nicht von der “Gegenleistung” abhängig ist?

    Barbara Brugger schreibt am 8. Oktober 2012

    so schön!
    Danke dir für diesen Satz.
    Barbara

Monika Zankl schreibt am 7. Oktober 2012

Ein geniale Newsletter zur rechten Zeit.
Es fällt mir wieder mal sehr bewusst auf, dass immer wenn ich mich gedanklich mit einem Thema beschäftige, von Ralf ein Newsletter in mein E-Mail Postfach flattert der gerade mit dem Thema zu tun hat.
Aktuell bei mir:
Wie lasse ich mich bei Teamsitzungen nicht aus der Reserve locken.
Immer wieder passiert es , dass ich mich durch Beiträge von einer Teilnehmerin aus dem Konzept bringen, was alles nicht geht. Und fange dann an zu argumentieren, verteigigen und und und.
Anstatt zu sagen: Das ist ein guter Beitrag, passt jedoch nicht zu dem Thema heute. Um dann wieder zum Eigentlichen zurück zu kehren.
So einfach könnte es gehen :-)
Vielen Dank Ralf
Monika

Gabi schreibt am 7. Oktober 2012

Guten Tag,
ja, der Artikel hat mich sehr angeprochen, ich habe aus heutiger Sicht viel zu spät damit angefangen ich selbst zu sein. Aber es ist ja bekanntlich nie zu spät.
Ich werde auf jedenfall weiter daran arbeiten, und der Artikel hat mir wieder gezeigt dass es sich auf jedenfall lohnt. Ich kann auch ein Buch empfehlen, dass zu innerem Glück führt: “Das Glück sich selbst zu lieben”.
Wünsche allen einen schönen Sonntag und vielen Dank für die immer wieder guten Ratschläge und Hinweise.

ralf jantzen schreibt am 7. Oktober 2012

einfach super….mein Sonntag ist gerettet…

A.Yildiz schreibt am 7. Oktober 2012

Sehr geehrter Hr. Sanftleben,

ein wirklich toller Artikel und sehr überzeugend geschrieben.Gute Anleitung für ein Leben mit weniger Konflikten und besserer Umgang damit.

Vielen Dank !

Elisabeth Lange schreibt am 7. Oktober 2012

Hallo an alle,
schön die Vorstellung, dass das Leben so funktionieren kann/könnte. Ich für meinen Teil habe nach außen vielleicht die Eigenschaft genau so zu wirken….aber innen drin fehlt es an der Gelassenheit mit Negativkritik (Mailbeispiel) oder Ungerechtigkeiten (Mann im Anzug Beispiel)fertig zu werden. Ich benötige nach einer gewissen Zeit, immer eine Auszeit von Menschen, um meine eigene Wertvorstellung wieder fühlen und leben zu können, auch wenn die Welt leider oft nach anderen Regeln lebt. Ich habe mich mit dieser “Schwäche und Belastung” abgefunden, weil ich mir lieber ein,zwei mehr Gedanken mache, als vielleicht ein,zwei mal zu übersehen, wo ein Hinweis für meine Fehler bzw. Schwächen ist. So war und ist (glücklicherweise) noch immer meine Entscheidung. Aber es ist schwierig, durchzuhalten, denn ich kann vor mir selbst nicht verleugnen, dass der Grundstein für die innere Gelassenheit “über der Meinung andrer zu stehen” bei mir einfach nicht existiert…also musste ich auf ein anderes Fundament bauen, um weiterhin zuhören zu können und mich TROTZdem nicht nur mit den Augen der anderen zu sehen. Ja mein Trotz hat mich in vielen Situationen gerettet. :-)
So konnte ich aufhören zu versuchen mein inneres, unsicheres Kind zu “reparieren” (ich wusste immer nicht wie, denn die Kindheit ist vorbei) und konnte TROTZdem ein einigermaßen zufriedener, gelassener und glücklicher Erwachsener werden…Zugegeben immer wieder mit Rückschlägen und Rückzug, aber immer wieder neu.
Denn eines ist für mich Realität: Menschen und Situationen, die ungerecht sind tun einfach weh… und Schmerz muss (so denke ich) wahrgenommen und dann verarbeitet werden.
Also liebe ANKE, viel Erfolg, Kraft und auch Hoffnung bei der Verarbeitung
In diesem Sinne allen einen schönen Restsonntag und viele so tolle Gedankenansätze …

Nete schreibt am 7. Oktober 2012

Was ich mich trauen würde?

Ich würde mich trauen, meinen Beruf ernst zu nehmen und mich stärker einzusetzen für eine neue Pädagogik, die das Potential meiner Schüler hervorruft, anstatt nach Hause zu kommen und mich täglich wie das Klopapier dieser Gesellschaft zu fühlen….
LG
Nete

Christiane Kussner schreibt am 7. Oktober 2012

Ich finde diese e-mail wunderbar, sie macht Mut und lässt mir die Freiheit zwischen dem Du und ich. Nur so kann man frei atmen! Ich trage meine Frisur wie sie mir passt usw. deswegen hasse ich Arbeitskleidung viel zu viele Arbeitgeber möchten das man seine °Identität° mit der Stechuhr abgibt! Danke für die mails.

Stephanie Maltzan schreibt am 7. Oktober 2012

Ein hilfreicher Beitrag, ja der wäre in jungen Jahre noch viel hilfreicher gewesen für mich…
Ich frage bei Kritik nun, meint er mich oder was ich getan habe. Meint er dass was ich getan habe, frage ich mich, ob der die Fähigkeit besitzt das zu kritisieren. Dann überprüfe ich. Hat er sie nicht soll es mir egal sein, was er sagt.

Meint er mich, nehme ich es so wie zuvor beschrieben: Es ist seine Erfahrung/Prägung die ihn so kritisieren lässt.

Aber wie immer, lernen wir selber das auch erst durch Erfahrung oder fur so tolle Newsletter wie diese hier.
DANKE!

Hanni schreibt am 7. Oktober 2012

Lieber Ralf,
es ist ja nie zu spät, sagt man. Ich schlage mich schon mein ganzes Leben damit herum, von der Meinung anderer abhängig zu sein. Hab gerade gestern Abend mit meinem Freund eine Diskussion dergestalt gehabt und natürlich nicht gut geschlafen.
Jetzt wird es allerhöchste Zeit, deine Ratschläge umzusetzen, sonst nützt es mir nicht mehr.
Übrigens, ich bin 79 (lach).

Vielen lieben Dank!

    Julia(ne) Haberstroh schreibt am 7. Oktober 2012

    Hallo -ihr Lieben-möchte mich von ganzem Herzen für die oben gelesenen Beiträge bedanken-finde mich überall wieder und bleibe am lernen der Gelassnheit:-)
    Julia(ne)

    kjell schreibt am 8. Oktober 2012

    Hallo Hanni,
    dann wird Dir falls nicht schon bekannt, das Buch von Dale Carnegie, wie man Freunde gewinnt gefallen.
    Oder noch besser, “Sorge Dich nicht Lebe” von dem gleichen Author ;-)

    Liebe Grüße aus Hamburg.

    Kjell Peter

Alice schreibt am 7. Oktober 2012

Stimme völlig überein!

In meinem Leben würde sich nichts ändern, da ich schon immer so lebe!

Gruss
Alice

Andrea Hölzl schreibt am 7. Oktober 2012

Vielen Dank für diesen Beitrag. Richtet absolut auf!
Grüße Andrea

Angelika schreibt am 8. Oktober 2012

zum Nachdenken über: “Ich gebe genauso viel, wie ich nehme.”

Ist hier gemeint, dass ich bereit bin, wertfrei zu empfangen? Und dann geschehen lasse, fließen lassen (quasi durch mich hindurch) und damit ein Teil, kein Störfeld, des Ganzen werde?

Danke für die reichhaltigen Gedanken.

Simone schreibt am 8. Oktober 2012

Ist jemand, der sich so verhält, denn noch kritikfähig?! Oder einfach nur selbstherrlich? Und vor allem bereit, auch die Konsequenzen seines Verhaltens zu tragen?

    Angelika schreibt am 8. Oktober 2012

    Hallo, Simone -
    ich bin auf der Suche nach Antworten für mich, wie viele hier…
    ist denn Kritik nicht selbstherrlich? Und werde ich gefragt vom Leben, ob ich bereit bin, etwas zu tragen? Mir bleibt wohl nur die Entscheidung darüber, WIE ich “es” trage?

Gaby Feile schreibt am 8. Oktober 2012

Einfach nur: DANKE.

Fabian schreibt am 8. Oktober 2012

Ich glaube, mir würde es recht leicht fallen, Kritik dieses Kalibers einfach zu ignorieren. Viel schwieriger und wichtiger ist es doch, mit Kritik umzugehen, die unangemessen vorgebracht wird, aber dennoch (teilweise) zutrifft.

Und es ist ja doch relativ selten, dass einen Menschen auf der Strasse als Arschloch betiteln oder ein Buch nur runter machen. Ich habe oft festgestellt, dass ich bei sehr kritischen Mails zu meiner Arbeit oder meinen Büchern zuerst mal ruhig durchatmen und zurückstellen muss, was nicht stimmt – aber auch offen bleiben sollte für die Punkte, die zutreffen. Letzteres ist schwierig, ermöglicht es mir aber, meine Arbeit zu reflektieren und zu verbessern. Ich weiss nicht, ob es so sinnvoll ist, sich gedanklich völlig gegen Kritik zu immunisieren.

Carlo schreibt am 8. Oktober 2012

Hallo,
danke auch meinerseits für den Artikel. Lese in den Kommentaren wiederholt über “Angriffe” – da bin ich ein bisschen skeptisch, habe bei diesem Punkt eine andere Sichtweise (mit der Gewaltfreien Kommunikation gelernt): in dem Moment, in dem ich denke, dass jemand so was wie “mich angreifen” kann, in dem Moment bin ich schon in die Falle getappt. Denn Angriffe, Verletzungen, etc.. gibt es nicht. Nichts, was jemand jemals sagt oder tut, ist gegen mich gerichtet, sondern ein Ausdruck (tragischer Ausdruck oft) von unerfüllten Bedürfnissen. Diese Haltung hilft mir sehr in punkto Verständnis für den Anderen und liebevollen Umgang mit mir selbst.
Diese Haltung umzusetzen bedarf natürlich täglicher Übung, so habe ich das bei mir erlebt.
Danke für die schöne lange Liste zum Üben oben im Artikel.

Hanny schreibt am 9. Oktober 2012

Ähämm. Spontan musste ich beim Lesen eures Newsletters ertappt grinsen. Das ist auch mein Thema zur Zeit. Weniger das Vergeben, wie ich oben in einem Kommentar las (liest jeder raus, was er braucht :)), sondern mehr das ver-rückt sein. Ich bin nicht bei mir, in dem was ich tue.
Ich bin ständig in den Köpfen anderer unterwegs und komme so nie bei mir an. Ich nehme gedanklich vorweg, was sie denken könnten.
Wäre ich bei mir und wäre ich davon überzeugt, was ich bin, wäre das vermutlich anders.
Ich werde mir das mal zu Herzen nehmen :)

Uta schreibt am 10. Oktober 2012

Super! Auf den Punkt – Es tut richtig gut, das so zu lesen!

Danke!

Peter Löwenhagen schreibt am 15. Oktober 2012

Worte sind sehr mächtig. Sie können Hoffnung, Freude und die und den Glaube an etwas zerstören. Wenn wir es schaffen die Worte der anderen nicht überzubewerten kommen wir weiter. Guter, sehr hilfreicher Beitrag von ihnen.

Schöne Grüße
Peter Löwenhagen

Andreas schreibt am 21. Oktober 2012

Guter Artikel, danke. Der Einstieg ist klasse, “stellen Sie sich vor, jemand kommt auf Sie zu…” Gut gelacht. Wobei ich vielleicht nicht lachen würde, wenn mir das wirklich passiert. :)

Angela schreibt am 23. Oktober 2012

“Du darfst mich doof finden”…

Dieser Satz mitsamt Artikel ist DIE “Lösung” um mein Gedankenkarussel der letzten Tage erfolgreich zu stoppen. Und es ist einfach auch ein sehr wertvoller grundsätzlicher Gedanke.

Ich habe mich in den letzten Tagen abgrenzen müssen und auch sehr wollen… und dabei dann teilweise ein schlechtes Gewissen gehabt, weil “man mich so nicht kennt”: dass ich mal für mich eintrete, dass ich mal nicht “Ja und Amen” zu allem sage (wg. Harmonie), dass ich auch mal sage: Sorry, das geht mich nichts an.

Oh Oh… das hat Konsequenzen…

“Ja und?! Man darf mich auch doof finden!”

Mein Gewinn: Ich lebe mich, gehe nicht mehr über meine Grenzen hinaus, kann das ok finden, dass mich mal jemand doof findet, was eigentlich eh ok ist, weil ich auch andere Menschen schon mal doof finde.

Den Artikel habe ich nicht zufällig gefunden… es hat mich beschäftigt und bin prompt durch einen Newsletter + anklicken + weiteren Link darauf gestoßen.

Ganz herzlichen Dank!

Liebe Grüße,
Angela