Du meldest dich immer nur, wenn du etwas brauchst …

telefon

Es klingelt das Telefon und Stefan ist dran.

Den habe ich ja schon seit einem halben Jahr nicht mehr gesprochen.

Ein bisschen Geplänkel. Wie geht es den Kindern? Und nach 2 Minuten rückt er mit der Sprache raus:

„Sag mal, ich bräuchte mal Hilfe bei meiner Steuererklärung und du kennst dich doch aus …“

Autsch!

Manche Menschen melden sich echt nur, wenn sie etwas brauchen. Kein Anruf zwischendurch, um einfach nur zu hören, wie es mir geht. Kein Angebot, einen trinken zu gehen. Oder sich auf einen Kaffee zu treffen.

Wenn sich der andere immer nur meldet, wenn er etwas von einem will, dann komme ich mir irgendwie ausgenutzt vor. Da habe ich das Gefühl, der andere ist nicht an mir und meiner Person, sondern nur an meiner Hilfe interessiert. Und das tut ein bisschen weh. So geht es wohl zumindest den meisten.

Ausnutzer sind auch nur Menschen!

Auf der anderen Seite habe ich auch ein bisschen Verständnis für die Leute, die sich immer nur melden, wenn sie etwas wollen.

Denn wenn ich ehrlich bin, bin ich selbst manchmal so jemand.

Denn mein Leben ist ziemlich voll. Meine Familie, meine Arbeit, mein Haus, der Hund und meine Hobbys … all das muss ich in meinem Zeitplan unterbringen und da ist es dann gar kein böser Wille, dass ich mich bei manchen Freunden nur alle paar Monate melde.

Und wenn ich ein Problem habe und ich weiß, dass eine Freundin mir dabei helfen kann, dann nehme ich das als Anlass, zum Telefonhörer zu greifen und die Freundin anzurufen.

Ist man deswegen ein Ausnutzer? Oder ein schlechter Freund, der immer nur nehmen, aber nicht geben will? Oder ist diese Sache einfach nur ein Resultat eines vollen Lebens?

Oder ist es vielleicht ein bisschen von beidem? Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Was tun?

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Haben Sie manchmal das Gefühl, dass sich manche Menschen nur melden, wenn sie etwas brauchen? Dann haben Sie verschiedene Möglichkeiten, wie Sie reagieren können:

  • Sie können gute Miene zum bösen Spiel machen, es einfach so hinnehmen und Ihre Enttäuschung herunterschlucken. Das kann man machen: Meine Empfehlung wäre es nicht.
  • Oder Sie können sich bei demjenigen einfach regelmäßig von sich aus melden, dann haben Sie nicht nur Kontakt, wenn der andere etwas braucht. Also das Leben selbst in die Hand nehmen.
  • Oder Sie sagen höflich Nein zum Hilfegesuch Ihres Gegenübers und fragen, was es sonst so im Leben desjenigen gibt. Wenn er dann schnell das Gespräch beenden will, dann ist er vielleicht wirklich nicht an Ihnen als Mensch interessiert – oder er hat gerade nicht so viel Zeit zum Quatschen, dann vereinbaren Sie doch gleich ein Treffen oder ein weiteres Telefonat.
  • Oder Sie könnten sich von der Idee verabschieden, dass es schlecht ist, dass andere sich immer nur melden, wenn sie etwas brauchen. Genießen Sie doch einfach das Gespräch. Und helfen Sie, wenn es Ihnen Spaß macht, zu helfen. Im großen Geben und Nehmen des Lebens bekommen wir nicht immer aus der gleichen Richtung das zurück, was wir gegeben haben, sondern oft auch von ganz woanders.
  • Oder Sie könnten Ihre Unzufriedenheit einfach zur Sprache bringen und sagen: „Nicht böse sein, aber ich habe den Eindruck, du meldest dich nur, wenn du etwas von mir willst. Da fühle ich mich ein bisschen ausgenutzt.“

Und was, wenn ich jemand bin, der sich nur meldet, wenn er etwas braucht?

Vielleicht ist es aber auch nützlich, sich hier selbst mal kurz zu hinterfragen.

( Vielleicht auch für Sie interessant: Wie man die eigenen Lebensziele entdeckt )

Melden Sie sich auch manchmal nur bei Menschen, wenn Sie etwas brauchen?

Ich persönlich bin tatsächlich nicht so gut darin, Kontakt zu meinen Freunden zu halten. Meine besten Freunde wissen das, nehmen es nicht persönlich und melden sich deutlich öfter bei mir als ich mich bei ihnen. Und ich freue mich jedes Mal, wenn mich jemand unerwartet anruft.

Aber nicht jeder hat so nachsichtige Freunde. Deswegen macht es Sinn, sich zu fragen:

Wen würde ich als Freund bezeichnen?

Machen Sie ruhig eine Liste.

Wann habe ich das letzte Mal mit jedem auf meiner Liste gesprochen?

Wen sollte ich mal wieder anrufen, auch wenn ich nichts Konkretes von demjenigen will oder brauche?

Und dann melden Sie sich regelmäßig reihum bei Ihren Freunden. Tragen Sie sich das vielleicht sogar als Aufgabe in den Kalender ein. Oder erinnern Sie sich mit Ihrem Handy. Manche Dinge muss man systematisch und mit ein bisschen Disziplin angehen, wenn sie einem nicht im Blut liegen.

Und übrigens: Wenn Sie sich mal wieder bei jemandem melden, weil Sie etwas wollen, dann reden Sie am besten Klartext:

„Hallo, Ben, na, wie geht’s? Pass auf, ich rufe an, weil ich deine Hilfe brauche …“

Denn das ist wesentlich ehrlicher.

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Kommentare

Karin Wittich schreibt am 17. Oktober 2012

Die Wege der Kommunikation sind wirklich sehr Vielschichtig – immer wieder anders, immer wieder neu – mehr Klartext geht nicht!

Nils schreibt am 21. Oktober 2012

Richtig schlimm ist es doch erst, wenn sich keiner mehr meldet, obwohl man eventuell helfen könnte. ;-)

    Maria schreibt am 22. Oktober 2012

    wundervoll, Du hast es auf den Punkt gebracht. =)

Birgit schreibt am 21. Oktober 2012

“… das Leben selbst in die Hand nehmen”, das ist doch das Wichtigste, oder?! ;-)

    Sascha schreibt am 21. Oktober 2012

    Liebe Birgit, das mag schon richtig sein und auch gut wenn man das Leben selbst in die Hand nimmt.
    Dennoch braucht man immer im Leben andere Menschen sogar wenn man Betucht ist.
    Viele Grüße, Sascha

Monika schreibt am 21. Oktober 2012

Hallo,

ich bin auch jemand, der sich oft lange nicht meldet, Mein Leben ist so voll mit dem, was es zu tun gibt und oft frage ich dann auch gar nicht, ob mir jemand helfen kann, weil ich Freunde nicht ausnutzen will, zumal meine Freunde oft auch mehr als genug zu tun haben. Wenn mir dann die Aufgaben über den Kopf wachsen, und nicht nur erst dann, wäre es manchmal schön, wenn man abwechselnd einmal hier und einmal dort gemeinsam etwas anpacken könnte. Mir erscheint es nämlich manchmal etwas seltsam, dass man seine Aufgaben alleine bewältigt und mit Freunden immer etwas Schönes machte, warum also nicht gemeinsam etwas tun, was jeweil einem dient und dann ein anderes Mya, was dem Amderem diemt? Wenn mich jemand frägt, ob ich helfen kann, dann überlege ich, ob ich das tun mag, nicht, ob jemand mir was dafür tun kann. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Menschen helfen, denen ich noch nie half und ich helfe auch Menschen, die mir
noch nie halfen, warum auch nicht, wenn ich gerade mag. Und vielleicht bin ich einfach auch jemand, der leiber mit anderen zusammen etwas tut, als immer nur reden oder Zeit vertreiben. Wozu sollte es überhaupt gut sein, Zeit zu vertreiben, sie ist so kostbar und gerade, wenn es viel zu tun gibt, habe ich keine Muße auf Zeitvertreiben, es gibt soviel Interressantes zu (er-)leben …

Eine gute Zeit wünsche ich Euch, womit auch immer Ihr Eure Zeit verbringt
Monika

Andrea-HH schreibt am 21. Oktober 2012

Hallo,

ich bin auch jemand, der sich oft aufraffen muss sich zu melden. Es ist auch gar nicht mal so, dass mein Leben immer randvoll ist, das klingt zwar gut, ist aber bei mir (und sicher auch einigen anderen auch) eine gut klingende Ausrede. Manchmal habe ich zwar nichts wichtiges zu tun, aber einfach keine Lust zu reden. Ich telefoniere beruflich sehr viel, vielleicht liegts daran. Ach nee, jetzt grad nicht… mach ich morgen. Und irgendwann ist dann ein Jahr um oder noch länger, und dann fällt es mir extrem schwer, die gefühlte Distanz zu überbrücken und zum Hörer zu greifen. Wenn ich dann Hilfe brauche, fällt mir der Anruf noch schwerer und ich frage oft gar nicht erst, weil ich nicht in die Ausnutzer-Schublade gesteckt werden will.

Vor einiger Zeit bekam ich eine Mail über Xing, von einer Ex-Kollegin mit der ich sehr gut befreundet war. Irgendwann ist der Kontakt nach obigem Muster abgerissen. Lange. Sie hat inzwischen 2 kleine Kinder von denen ich nichts wusste :(. Ich hab mich total gefreut und schrieb noch am gleichen Tag zurück, und hab gefragt ob wir uns nicht mal wieder auf nen Kaffee oder Wein treffen wollen. Nach SECHS WOCHEN kam eine Antwort: Sorry aber ich hab 2 Kinder und keine Zeit gehabt zu schreiben. Ich dachte: Kinder sind doch keine Behinderung! Das kann mir doch keiner erzählen dass man die dauerbetüdeln muss. Ok, dass Treffen schwierig sind mit kleinen Kindern, verstehe ich, aber nen Einzeiler schreiben dauert 6 WOCHEN? Ich war so enttäuscht dass ich die Mail nicht mal mehr beantwortet habe. Mit Über-Müttern die gar kein eigenes Leben mehr zu haben scheinen habe ich ehrlich gesagt ein Problem. Ich verstehe nicht, wie man so leben kann. Es tut mir irgendwie leid, weil sie war wirklich ne ganz Liebe, aber…. Es beschäftigt mich auch jetzt noch und das ist bestimmt 3 Monate her. Irgend einen Rat?

    Ulli schreibt am 21. Oktober 2012

    @Andrea-HH
    … wenig Info für eine gute Antwort. Hast du selbst Familie? Wie alt sind die Kinder der Ex-Kollegin?

    Ich selber habe bisher keine Kinder, schaue im Familien- und Freundeskreis aber genau hin. Und das ist mitunter Sport. Ich meine damit nicht das abgrasen von Aktionen hier und da. Eine Freundin stillt ihr zweites Kind noch. Der Kleine ist jetzt über ein Jahr und liebt es heiß und innig, abends gestillt zu werden. Der ‘Große’ wollte mit 5 Monaten die Brust nicht mehr. So unterschiedlich kann es sein. Es dauert also noch was, bis die Eltern die Kleinen einem Babysitter anvertrauen können.

    Auf der anderen Seite: Wo ist das Problem? Die sechs Wochen zu der Zeit, die ohne Kontakt war, kann doch den Braten nicht fett machen?

    Und da es dich immer noch beschäftigt, würde ich mich melden und einen Termin machen. Diese Chance sollte die Ex-Kollegin bekommen.

    Viel Spaß :-)

    Andrea-HH schreibt am 21. Oktober 2012

    Es ging nicht um das Treffen, wofür man einen Babysitter braucht. Es geht darum 6 Wochen für eine Mail zu brauchen die vielleicht ne Minute dauert.

    Ich habe keine Kinder und wollte/will auch keine.

    Daniela Bornemann schreibt am 22. Oktober 2012

    Liebe Andrea,
    es klingt sehr interessant, was Du da über Dich und Deine frühere Kollegin schreibst…Du gestehst Dir selbst zu, dass Du Dich manchmal einfach nicht aufraffen magst und keine Lust hast zum Reden…warum hat Deine Freundin nicht das gleiche Recht? Wenn kleine Kinder da sind, sieht der Alltag komplett anders aus! Auch wenn man sehr gut organisiert ist, kommt immmer mal wieder etwas dazwischen (krankes Kind, kurze Nächte,…) und dann fehlt die Energie, sich noch mit anderen auszutauschen…man musss in der Zeit, in der Kinder klein sind, sehr sehr viel Persönliches nach hinten stellen und das fängt schon bei Kleinigkeiten an…wie z. B. einfach mal alleine und sofort zur Toilette gehen zu können, wenn es dran ist…wenn Du dann gerade stillst oder wickelst oder Dein Kind tröstest, kannst Du es einfach nicht…mit dem Duschen und vielen vielen anderen Dingen ist es ähnlich…es gibt nicht diese Mama’s, die ständig in der Werbung top gestylt zu sehen sind…
    Ich kann Deine Freundin gut verstehen, es ist halt manchmal nicht leicht, in solchen Zeiten Kontakte zu pflegen. Und nicht falsch verstehen…Mutter zu sein ist einfach toll, ein grosses Geschenk – aber eben auch ein 24-Stunden-Job!!! Und das hat nichts mit Über-Mutter zu tun, es ist einfach eine grosse, zeitintensive und manchmal sehr sehr anstrengende Aufgabe (…willst Du deshalb keine?) und man kann das nicht mit einer verantwortunggsvollen und evtl. auch zeitaufwendigen Arbeitsstelle vergleichen! Im Eltern-Sein gibt es keine Pause und durchwachte Nächte sind manchal erst nach Wochen aufgeholt…
    Deine Freundin hat sich entschuldigt, das ist doch toll, oder? Ich denke, ihr solltet Euch treffen und mal über genau dieses Thema austauschen…eine veränderter Blickwinkel zeigt neue Perspektiven und anderes Verständnis.
    Alles Liebe für Dich
    Daniela
    P.S. Der Tipp von Ulli ist toll, melde Dich bei Deiner Freundin, aus irgendeinem Grund beschäftigt es Dich ja noch. Nach einem Treffen kannst Du ja weitersehen…

    Hexe schreibt am 21. November 2012

    Hallo Andrea-HH,

    mach dich doch gar nicht lange rum. Wenn Du kein gutes Gefühl im Bauch hast und enttäuscht bist über das lange Stillschweigen, dann ist das eben so.
    Manchmal ist Vergangenheit eben vergangen, ganz egal, wie lieb die Kollegin mal war oder wie gut der frühere Kontakt.
    Ob ein gezwungenes Treffen oder Kontakt lohnt, nur weil man früher mal…, wage ich in diesem Fall eh zu bezweifeln. Ihr habt Euch in versch. Richtungen entwickelt mit ganz verschiedenen Interessen und Lebensstilen. Ob da noch ein gemeinsamer Nenner vorhanden ist???
    LG von der Hexe

margarida bauer schreibt am 21. Oktober 2012

Sorry für mein deutsch . Ich selber gerne hilfe enderer mench aber was ich hab nich gern ist, man muss immer daran parad zu zalle irgendetwas, und dass immer und immer wieder, und ist nie bezalt ! ! ! ! !
alles gut
Margarida

Petra schreibt am 21. Oktober 2012

“Keine Zeit zu haben” ist eine der größten Ausreden dieser Welt. Wenn mir etwas wichtig ist, egal was es ist, dann nehme ich mir die Zeit.

Und Freundschaften sind etwas Wertvolles, ein Geben und Nehmen, nicht nur schnell mal anrufen, wenn man was braucht oder einem danach ist oder man ein Problem hat … und keiner kann mir erzählen, dass ein kurzes Email, ein Anruf, eine Karte, eine SMS sooooo viel Zeit kostet. Es stellt sich immer die Frage, ist der andere mir das wert? Der Garten, das Auto, das Haustier usw. sind es schon wert, aber der Freund?

Kürzlich habe ich mal etwas ganz Interessantes gelesen:
“Wenn sie dich vermissen, werden sie dich anrufen. Wenn sie dich mögen, werden sie es dir zeigen. Wenn nicht, so sollten sie deine Zeit nicht wert sein, weil du offensichtlich ihre Zeit auch nicht wert bist.”

Ja, so ist es … und so handhabe ich das auch. So kann ich sicher sein, dass ich nicht nur zum Problemlöser werde, weils grad ansteht, sondern auch die Zeit mit Menschen verbringe, deren Zeit ich wert bin und die mir meine Zeit wert sind. Anderen sag ich immer klipp und klar, was Sache ist.

Ich denke es ist auch ein Aspekt des Respekts. Respektiere ich den anderen (von dem ich was will) und respektiere ich mich selbst (lasse ich mich ausnutzen?).

Ich hab meine Entscheidung schon lange getroffen …

    maexchen schreibt am 25. Oktober 2012

    @Petra
    Du sprichst mir aus der Seele. Wenn mir jemand wichtig ist, nehme ich mir die Zeit für ihn. Wie Du schon sagst: eine kurze email oder sms kostet wirklich nicht die Welt.
    Und das gleiche erwarte ich mittlerweile auch von Freunden.

Kathy schreibt am 21. Oktober 2012

Zum Glück habe ich Freunde, die mir helfen, für mich da sind und ich für sie. Wir kontakten uns regelmäßig und wenn es nur eine kleine SMS ist, wie es geht und so. Ab und zu schlagen wir auch nur Zeit tot und quatschen, oder unternehmen was.

Aber ich kenne auch die Leute, die mich NUR anrufen wenn sie was von mir wollen. Die Leute bezeichne ich nicht als Freunde, sondern in der Tat als Schmarozer. Ich würge sie eigentlich so schnell wie möglich ab. Sie stehlen mir nur meine kostbare Zeit und die verwende ich lieber dafür mich meinen Freunden zu widmen.

Wenn das Leben dieser “nur-wenn-sie-was-von-mir-brauchen-Anrufer” zu voll ist mit persönlichen Dingen und ich nicht dazu gehöre, ja dann gehöre ich nicht dazu. Punkt. Und sie nicht zu mir.

Aber natürlich kenne ich es auch, spontan Fremden aus der Patsche zu helfen, oder von irgendwoher Hilfe zu bekommen, mit der ich gar nicht gerechnet hatte.

Klara schreibt am 21. Oktober 2012

Ich persönlich differenziere je nach Situation. Fragt eine Person, mit der ich sehr gut befreundet bin, also mit der ich bereits jahrelang durch Höhen und Tiefen gegangen bin und die plötzlich in eine Lebenskrise kommt (Tod, Trennung, Jobverlust usw.) bin ich gerne bereit zu helfen und lass auch mal meine Verpflichtungen dafür liegen.

Diese guten Freunde wissen aber auch meist, dass auch meine Zeit und Ressourcen knapp sind und erstatten mir meinen Aufwand finanziell oder bestenfalls durch Qualitätszeit, ein Essen und schöne Gespräche, Massage, eine Kleinigkeit. Es ist nicht so, dass ich etwas verlange aber es muss ein Grad an Wertschätzung und Respekt und Nähe zu der Person zu spüren sein.

Wenn ich jemanden um Hilfe bitte, dann bereite ich mich vorher inhaltlich oder organisatorisch gut vor, so dass Zeit und Aufwand für die Hilfe der anderen Person nicht mehr sehr hoch sind. Es es mir wichtig, Wertschätzung zu zeigen. Wenn ich das nicht sofort kann, dann meist per Gutschein später abrufbar.

Die Personen aber für die die Eigen-Verantwortung ein Fremdwort ist und die tatsächlich nur im Hinterkopf haben, aus anderen das bestmögliche rauszuholen ohne selbst den Finger rühren zu müssen und ohne selbst was geben zu müssen, die selber immer zuerst kommen und die sich nicht wirklich für mich und mein Leben interessieren, betrachte ich mittlerweile als gute Übung für mich, Grenzen zu setzen, Nein zu sagen. Ich gehörte früher zu dem Typ Mensch “Retter”, der es immer erst allen anderen Recht machen wollte, weil ich mich über Hilfe oder “gebraucht werden” identifizierte oder gut fühlte. Natürlich habe ich damals viele Menschen in mein Leben gezogen, die ständig meine Hilfe wollten und an mir als Person nicht wirklich interessiert waren.

Seit dem ich mich und meine Bedürfnisse ernst nehme und mich nicht mehr über andere identifiziere, ziehe ich diese “Energievampire” nicht mehr an. Menschen, die nur anrufen, wenn sie was wollen, existieren nicht mehr in meinem Leben.

Ich selber telefoniere nicht sehr gerne, ich bevorzuge reale Treffen. Dafür schreibe ich zwischen den Treffen viel emails, smses, Briefe, um Interesse zu zeigen und um in sozialer Verbindung zu bleiben.

Mona schreibt am 21. Oktober 2012

Von Menschen, die mich nur ausnutzen und sich sonst nie melden, habe ich mich getrennt, da ich gemerkt habe, wie anstrengend das Ganze ist. Und hinterher ist es mir wirklich viel besser gegangen. Oft merkt man leider zu spät, was diese Leute im Schilde führen, hat man ihnen schon den ersten kleinen Gefallen getan. Sobald ich jetzt das Gefühl habe, daß das Verhältnis in Geben und Nehmen nicht mehr im Gleichgewicht ist, beende ich die Beziehung.

Ilse Maria schreibt am 21. Oktober 2012

Ich versuche den Kontakt zu meinen Freunden so gut es geht das ganze Jahr über zu halten. Es ist mit Familie, Job und Haushalt nicht immer einfach. Mit manchen Freunden habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, dass wir gemeinsam Qualitätszeit verbringen. D. h. wir verbringen einmal im Jahr ein Wochenende miteinander. Diese Zeit ist dann immer sehr intensiv und so ist es auch nicht schlimm, wenn sich der Kontakt über den Rest des Jahres auf ein paar Telefonate und seltene, kurze Treffen beschränkt.Trotz allem habe ich die Beobachtung gemacht, dass ich oft vorhaben jemanden anzurufen und schon ganz intensiv an diese Person denke. Dennoch kommt immer etwas dazwischen … und auf einmal kommt ein Anlass daher, der einen Anruf unumgänglich macht: eine Information, die man selbst braucht, oder auch eine, die für den Anderen wichtig ist.
Ob das dann immer Zufall ist?
Für mich ist es ein willkommener Anlass und bei guten Freunden finde ich es auch in Ordnung, wenn sie etwas brauchen und das zum Anlass nehmen, um mich zu kontaktieren.

monika schreibt am 21. Oktober 2012

ich war auch immer der helfertyp, der vor allem “müllabladeplatz” war. daraus ergaben sich wundervolle freundschaften, lernte dabei aber auch die typen vom “stamme nimm” kennen. erst als ich an meine grenzen geriet, erkannte ich, dass ich mich von diesen distanzieren muss, was diese zum glück auch erkannten und sich zurückzogen.

ich kenne aber auch das andere, eine wunderbare freundschaft vom 1. schultag an, die auch über größere distanzen hielt und hält, wir uns konform entwickelten, es ein gegenseitiges geben und nehmen ist; seit eingigen jahren ist die freundin an MS erkrankt, nicht mehr so agil, auch was telefonieren, besuche betrifft, aber sehr froh, dass ich an dieser freundschaft festhalte, weil sie mir wichitg ist.

so kann man nciht pauschal urteilen, warum jemand so oder so reagiert, man bruacht einfühlungsvermögen und fingerspitzengefühl, dann gelingen auch seltene freundschaften.

außerdem sollte einem bewusst sein, dass es freundscahften auch gibt, die nur für einen zeitabschnitt bestehen, die zur eigenen oder des anderen entwicklung beitragen, bis man an den nächsten “meilenstein” gerät, an dem sich unsere wege trennen und man wieder frei wird, sein muss, für eine neue begegnung.
als ich das erkannte, schmerzte solche beenidung nciht mehr so sehr.

Ulli schreibt am 21. Oktober 2012

Ob da einer nur 1 x im Jahr anruft und dann auch gleich was will oder ob es oft Kontakt gibt und sich daraus der Wunsch ergibt, Hilfe zu brauchen, ist für mich nicht entscheidend.

Ich denke, man sollte nur so viel nehmen, wie man bereit ist zu geben. Dann stimmt die Balance.

gunthito schreibt am 21. Oktober 2012

Mein Gott, wie weise und empathisch Ihr alle seid – lebt Ihr auch noch?! Das Leben ist nicht so einfach – es ist noch viel einfacher!

Susanne K. schreibt am 21. Oktober 2012

Hallo Ralf, das war ein sehr guter Tipp!
Da habe ich mich mal selbst hinterfragt.

Was mir sonst noch auf der Zunge brennt – ich finde den Newsletter(beziehe ihn seit Jahren) gut und auch die Homepage. Aber, dass man jedesmal wenn man etwas downloden will gezwungen ist, den Newsletter zu abbonnieren, finde ich lästig.
Neulich im Büro, wo ich auf meine persönliche
Emailadresse keinen Zugriff habe , wollte ich etwas herunterladen, da fiel es mir auf. Dann musste ich den Newsletter nochmal abbonnieren, obwohl ich ihn sowieso schon bekomme.
LG Susanne

Gottfried Rath schreibt am 22. Oktober 2012

Das scheint mir auch am Besten zu sein: Ich sage was Sache für mich ist, und dann hat mein Kommmunikationspartner die Wahl, ob er mir behilflich sein will oder nicht. Liebe Grüße – Gottfried Rath

Martina Weitemeyer schreibt am 22. Oktober 2012

Hallo,
eigentlich ist es ja ganz nett, wenn man “gebraucht” wird und meist “poliert” es ja das eigene Ego. Deshalb ist es schwer zu differenzieren, ob mich jemand nur ausnutzt oder nicht.Viele tun auch nur etwas für andere, weil sie es “für sich” tun (das merken sie aber nicht). Diese Personen sind auch meist enttäuscht, wenn nichts zurück kommt. Ich denke, dass man aus dem Bauch raus entscheiden sollte, ob es einem derjenige “wert ist”. Wichtig ist auch, dass man seine Erwartungen an andere runterschraubt und sich an die eigene Nase fasst. Ich kann mich schließlich nicht über andere aufregen, wenn ich selbst nicht besser bin. Ich sage mir immer: “Es ist wie es ist und so wie es ist, so ist es gut!”. Der Satz passt immer und lässt jeglichen Ärger über irgendwelche unschönen Situationen schnell verpuffen!
LG
Martina

Paul schreibt am 22. Oktober 2012

Ich war 11 Jahre ohne Arbeit und habe in dieser Zeit bei mir zu hause 2 Jahre lang Aufträge für Kleinfirmen erbracht. Dabei wurden die Bedingungen laufend restriktiver und die Zahlungen immer länger ausbleibend. Ich rechnete aus, dass ich in 7 Monaten Blank bin. Sofort nahm ich keine Aufträge mehr an und ging aufs Arbeitsamt. In der Schweiz haben die nichts außer Stellenanzeigen, die auch öffentlich zugänglich sind. So habe ich zwischendurch auch Privaten ihre Macintosh auf Vordermann gebracht. Der Lohn war oft ein Nachtessen für einen 8-Stunden-Tag.
Kleinfirmen haben meine Dienste benutzt und mir dafür eine Anstellung versprochen. Wenn die Anlagen wieder auf Vordermann waren, haben sie jemand anders eingestellt…

Da habe ich den Wechsel vom Mac System 9 zu OS X zum Anlass genommen, dass ich damit nicht mehr klar käme und die Ausbeuterei radikal gestoppt.

Dann hatte ich mehr Zeit für den Stellenmarkt und fand bald darauf eine Anstellung. Die war aber eine Katastrophe weil der Inhaber jede Arbeit sabotierte und daran herumflickte um als besser da zu stehen. Ein Nachahmeverhalten von seinem 80jährigen Vater, der auch immer noch im Betrieb mitredete. Ich ließ mich dann bewusst künden. So kam ich in ein Projekt und von dort aus innerhalb eines Monats zu einer Anstellung, die ich 7 Jahre (bis zur ordentlichen Pensionierung) inne hatte. Ich blühte dort förmlich auf und meine Chefs und alle Mitarbeitenden haben mich sehr geschätzt. Sie zeigen das heute noch, wenn ich sie treffe.

Ich rate jedem, der richtiggehend ausgenutzt wird, das sofort und ohne jede Rücksicht zu stoppen. Das heisst nicht, dass man im engeren Bekannten- und Kollegenkreis oder so keine Hilfe mehr geben soll aber jede ausnützerische Aktion einfach abblocken. Das tut sogar dem Selbstbewusstsein gut!

    Cara schreibt am 22. Oktober 2012

    Finde ich gut und richtig Deine Empfehlung, nur was ist wenn man das nicht kann?

    Ich z.B. bin erwerbsunfähige Frührentnerin seit nun 15 Jahren und meine letzte Tätigkeit welche ich gefunden hatte mir letztendlich auch so richtig die Beine weggehauen hat.

    Der Job den ich hatte war auch noch in einem meiner Lieblingshobbys, machte mir riesigen Spaß, ich war trotz und entgegen der Beschränkungen die es in Deutschland gibt immer da und einsatzbereit wenn ein Hilferuf kam, Kollegin plötzlich krank, vermehrtes Aufkommen in Spitzenzeiten, fast ausschließlich Spätdienst so daß es ziemlich unmöglich war abends etwas privates mit Freunden und Familie zu unternehmen.
    Nein ich konnte mich nicht wehren weil ich gar nicht wußte was mit mir passierte, mich einfach nur hilflos fühlte und nicht wußte wie reagieren wenn ich dafür angemeckert wurde weil ich auf Arbeit angekommen als erstes etwas aß an Stelle eine Grundreinigung des Ladens vorzunehmen. Nun mag ja vielleicht mancher denken “oha” oder “wie jetzt, als erstes essen?” aber weit gefehlt denn in meiner permanenten Angst zu spät zu kommen war ich immer mindestens eine halbe Stunde früher in der Firma und somit die Zeit und das Recht dazu.
    Augenscheinlich und vordergründig taten meine Chefs so als wären sie die liebsten und nettesten Menschen der Welt voller Freundlichkeit und Verständnis. “Trau, schau, wem” wie man bei uns so schön sagt denn in Wahreheit sammelten sie nur Informationen um zu wissen wie sie am besten unter Druck setzen konnten, was sie zu ihrem Nutzen und letzendlich gegen Dich verwenden.
    Nicht selten mehr als 2 Stunden und länger allein im Geschäft, nicht auf die Tiolette gehen dürfen, nichts essen oder trinken dürfen weil man das nur hinten durfte und laut Anweisung immer vorne im Laden präsent sein mußte, da hätte ich hinterm Verkaufstresen ohnmächtig werden können und wäre noch angezählt worden weil ich den Laden allein ließ.
    Wehren konnte ich mich nicht weil ich gar nicht begriff was da eigentlich ablief, und welcher Film in mir zu dieser Zeit lief schon mal erst recht nicht bis irreparabel krachte und bei mir gar nichts mehr ging weil ich einen Nervenzusammenbruch hatte.

    Es ist immer alles so leicht, einfach und schnell gesagt aber getan eben sehr oft nicht. Ich suche mir inzwischen vor lauter Angst wieder so mißbraucht zu werden und wieder nicht richtig reagieren zu können erst gar keinen Job mehr obwohl ich das Geld bitter nötig hätte.

    Nichts desto trotz gratuliere ich Dir dazu daß Du es geschafft hast :)

Cara schreibt am 22. Oktober 2012

Es gibt wie immer im Leben auch hier verschiedene Aspekte zu berücksichtigen

Schön zu lesen fand ich Nils: … wenn sich keiner mehr meldet, obwohl man eventuell helfen könnte. ;-)
Zu einer früheren Zeit als es mir psyschich/ mental noch besser ging war ich auch zu jeder Tages- und Nachtzeit dazu bereit zu Hilfe zu eilen was ich auch tat wenn ich gebraucht wurde.
Andererseits ist es bei mir so, daß ich sehr schlecht um Hilfe bitten kann was sich kürzlich wieder als sehr problematisch erwies, als bei uns die “normalen” Heiz- und Wasserkostenzähler in Funkzähler ausgetauscht wurden. Ich stand auf völlig verlorenem Posten weil vor meinen Wasserzählern ein schwerer Spiegelschrank hängt den ich alleine nicht abgehängt bekomme geschweige denn wieder aufgehängt, meine 3malige Bitte bei den Herren die die Zähler tauschten mir zu helfen, stieß ich auf völlig taube Ohren und somit konnten diese Zähler nicht gewechselt werden. Was dann wiederum zur Folge hatte, daß ich psyschich wieder einmal in den Keller gefallen bin.

Mein Um- Hilfe- bitten Problem liegt sehr viel tiefer, ist ursächlich in meiner Kindheit anzusiedeln bzw. meiner Erziehung anzulasten denn immer wenn ich um Hilfe bat waren meine Eltern eben nicht hilfsbereit oder nicht für mich da so das ich hätte bitten können, alternativ wurde ich noch dafür bestraft wenn sie sich um mich kümmern mußten. Dies verfolgt mich bis Heute und stellt mir sehr viele Beine.

Vielleicht wäre es noch anders wenn jemand käme und sie mir anböte in dem Wissen, daß ich sie brauche aber von selbst fragen kann ich fast gar nicht, frage einmal und wenn dann nichts kommt/ passiert, nie wieder.

Für Hilfe bezahlen Margarida? Das hieße ich beauftrage eine Firma die meinem Problem Abhilfe leistet, und ist hier denke ich nicht gemeint sondern die Hilfe am Menschen neben Dir, Deinem Nachbarn und/ oder Deinen Freunden. In etwa so wie ich einer alten Dame die Tür aufhalte an Stelle sie ihr vor der Nase zu zu schlagen.

“Mal melden” ist auch so eines meiner leidigen Probleme wie auch schon Andrea-HH schrieb, da hat man sich ewig nicht gemeldet warum auch immer und sich dann zu melden um mit der Tür ins Haus fallen wenn man Hilfe braucht, käme bei mir auch nicht in die Tüte vor lauter schlechtem Gewissen vom dem Gedanken abgesehen “Du meldest Dich auch nur wenn Du etwas brauchst”, ein Vorwurf den ich mir oft genug ungerechtfertigter Weise von meiner Mutter anhören durfte als ich dann älter wurde, so von wegen Undankbarkeit und ähnliche Richtungen.
Es gibt da eine relativ neue Werbung wo eine Frau sagt: Du bist aber fleißig. Was willst Du denn mal machen wenn Du groß bist? “Spielen” lautet die Antwort des Kindes.
Sie macht mich immer sehr betroffen und traurig wenn ich sie sehe denn im umgekehrten Fall war es meiner Mutter z.B. egal ob sie mich überforderte, mir als 6- Jährige Hilfe und Leistung als selbstverständlich abverlangte, mir Verantwortung einem Erwachsenen gleich übertrug oder mußte jemand von euch in diesem Alter seinem Geschwisterchen Fläschchen kochen und es füttern, Wasser kochen damit man sich warm waschen kann, dergleichen, ähnliches, etc. pp.?

Als ich das erste Mal den Song “Der Brief” von Juliane Werding hörte, weinte ich tagelang bitterlich, und höre an dieser Stelle einfach auf zu schreiben.

“Edel sei der Mensch, hilfreich und gut” von Johann Wolfgang Goethe welches sie mir gleich als Erste in mein Poesiealbum schrieb, muß sie offensichtlich falsch verstanden haben da sie es nur auf Hilfe bezog welche sie forderte und selbst nie gab, jedenfalls mir nicht.

Philipp schreibt am 26. Oktober 2012

Hallo

Ich meine dass das garnicht so schlimm ist wenn man sich nur meldet wenn man etwas braucht.

Was war los: Vor einiger Zeit hatte Ich das gleiche Thema mit einer Verwandten die mir ebendas zum Vorwurf gemacht hat.

Das Ende vom Lied: Ich hab den Kontakt für immer beendet.

Begründung: Mal an die Eigene Nase fassen. Wenn Ich mich in den letzten 2 Jahren vielleicht 10 mal gemeldet habe, hat Sie sich vielleicht 1 mal gemeldet. Und auch dann wollte sie mich eigentlich garnicht sprechen sondern meine Mutter.

Aber OK.

Was Ich sagen will: Auch Ich kenne viele Leute die sich nur melden wenn sie was brauchen. Gegenfrage: Warum sollte man sich sonst melden? Wie gehts (interessiert mich eigentlich nicht), was macht derundder? (interessiert mich eigentlich auch nicht) und das übliche Bla Bla. Auch Ich melde mich bei den Leuten nur wenn Ich was brauche.

Solange das mit dem sich-nur-melden-wenn-man-was-braucht auf Gegenseitigkeit beruht und für beide funktioniert ists doch OK. Blöd wirds nur wenns auf die Dauer zu einseitig wird. Da sollte man dem ganzen dann doch mal auf den Zahn fühlen oder den Kontakt beenden.

Gruß

Philipp

Lederschnecke schreibt am 27. Oktober 2012

Die meisten Leute wissen selbst um das Problem. Meine Einstellung dazu ist:

Schön das Du mal wieder etwas brauchst, so kommt man wenigstens darüber zusammen.

Jeder steckt doch in seinem Wahnsinn fest und bedauert von Zeit zu Zeit das er nicht mehr Zeit für Freundschaftspflege findet.

Sehr schlimm ist doch wenn zu dem ganzen Alltagsstress auch noch ein schlechtes Gewissen kommt, also noch mehr Stress.

Fazit:
Seid einfach lieb zueinander-
der Rest kommt von alleine!

Linda schreibt am 5. November 2012

•Oder Sie könnten sich von der Idee verabschieden, dass es schlecht ist, dass andere sich immer nur melden, wenn sie etwas brauchen. Genießen Sie doch einfach das Gespräch. Und helfen Sie, wenn es Ihnen Spaß macht, zu helfen. Im großen Geben und Nehmen des Lebens bekommen wir nicht immer aus der gleichen Richtung das zurück, was wir gegeben haben, sondern oft auch von ganz woanders.

Die oben kopierte Passage gefällt mir am besten!
Niemand ist vollkommen – und ich bin auch nicht niemand.

Keep smiling :-)

Linda