Erfolgreich reden - Teil 2
Hier finden Sie weitere Tipps , mit denen Sie in Zukunft erfolgreich reden können:
Konzeption: Aufbau und Spannungsbogen
Tipp
Peppen Sie Ihren Vortrag durch eine kleine Anekdote, ein passendes Zitat oder anschauliche Metaphern auf. So erhöhen Sie das Interesse beim Publikum und Ihr Vortrag kommt besser an.
Selbst bei kurzen Beiträgen lohnt es sich, sich über den Aufbau im Vorfeld Gedanken zu machen. Ein Vortrag, eine Rede oder eine Präsentation sollten vom Ablauf her gut konzipiert sein. Es geht darum, Interesse zu erzeugen. Überlegen Sie sich also immer, in welcher Reihenfolge Sie die Informationen vermitteln wollen, um Ihre Zuhörer fesseln und wann Sie z.B. Medien einsetzen wollen. Dabei ist es immer wichtig, sich zu überlegen, was Sie eigentlich erreichen wollen.
Ihre Rede-Notizen
Das Beste ist, wenn Sie frei reden. Auch wenn Sie mal aus dem Fluss kommen, ist das immer noch besser, als einen Text einfach nur abzulesen (es sei denn, Sie können das wirklich gut). Wer frei redet, wirkt natürlicher und verwendet in der Regel eine Sprache, der das Publikum gut folgen kann. In jedem Fall aber werden die meisten Menschen Rede-Notizen verwenden wollen. Hier für gibt es einige Regeln, die Sie beachten sollten, damit Sie gut mit Ihren Notizen arbeiten können:
Siehe auch
Keine ganzen Sätze – Versuchen Sie immer Notizen zu verwenden, in denen Sie keine ausformulierten, ganzen Sätze haben. Durch solche Notizen ist die Versuchung des Ablesens zu groß. Schreiben Sie lieber Ihre Vortragsnotizen gleich in Stichworten. Oder nutzen Sie vielleicht ein Mind Map.
Lesbarkeit – Achten Sie beim Erstellen Ihrer Redenotizen darauf, eine große und deutlich lesbare Schrift zu verwenden. Falls Sie mit einem Textverarbeitungsprogramm arbeiten, sollten Sie mindestens mit einer Größe von 14 Punkt arbeiten. Besonders wichtige Stichpunkte können Sie in einer noch größeren Schrift und in Fettdruck deutlich machen – so erkennen Sie immer die wichtigsten Begriffe auf einen ersten Blick. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie mal ins Stocken geraten.
Ordnung - Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Notizen so gut sortiert und geordnet haben, dass sie beim Vortrag nicht durcheinandergeraten. Am besten notieren Sie fortlaufende Nummern auf den verschiedenen Seiten, denn so können Sie, falls Ihnen Ihre Unterlagen einmal herunterfallen, alles schnell wieder sortieren.
Professioneller Medieneinsatz
Wenn Sie Präsentationsmedien wie z.B. ein Flipchart oder einen Diaprojektor einsetzen wollen, müssen Sie diese auch beherrschen. Zu viele Vortragende beschäftigen sich im Vorfeld überhaupt nicht mit der Technik vor Ort. Leider arbeiten aber z.B. nicht alle OH-Projektoren gleich und schnell steht man da und weiß nicht einmal, wie das Gerät angeschaltet wird. Das wirkt mehr als unprofessionell. Kümmern Sie sich selbst um Ihre Präsentationsmedien und stellen Sie sicher, dass sie einwandfrei funktionieren. Bereiten Sie sich immer auch auf den Fall vor, dass die Technik versagt.
Folien-Einsatz ist nicht leicht
Wenn Sie Folien einsetzen, sollten diese aktuell, ansprechend und gut lesbar sein. Machen Sie sich auch immer klar, was Sie eigentlich durch das eingesetzte Präsentationsmittel bezwecken wollen. Welches Medium macht in Ihrem Vortrag wirklich Sinn? Medien nur um des Medieneinsatzes wegen wirken oft unangebracht und schaden mehr als sie nützen.
Bedarfsgerechte Teilnehmerunterlagen
Manchmal ist es sinnvoll, an die Teilnehmer Unterlagen zu verteilen. Bereiten Sie solche Unterlagen gut und speziell für diesen Vortrag vor. Seien Sie dabei nicht zu faul, sich wirklich darüber Gedanken zu machen, welche Informationen für die Teilnehmer sinnvoll sind. Hier geht es nicht um Quantität, sondern um Qualität. Weniger ist meist mehr. Oft genug werden seitenlange Kopien aus Büchern verteilt oder umfangreiches Zahlenmaterial, das aber nicht aufbereitet wurde. Sie sollten immer nur die wirklich wesentlichen Informationen kurz und übersichtlich zum Verteilen bereitstellen. Schlecht aufgemachte Teilnehmerunterlagen machen nicht nur an diesem Tag einen negativen Eindruck, sondern wirken noch lange nach, da die Teilnehmer die Zettel ja mitnehmen.
Achten Sie auf Ihre eigene Verfassung
Sorgen Sie dafür, dass Sie "fit" sind. Seien Sie ausgeschlafen und gut gelaunt. Sie sollten eine offene Ausstrahlung vermitteln und sich auf Ihren Vortrag und Ihr Publikum freuen.
Üben Sie dafür Ihren Vortrag im Vorfeld: Sprechen Sie das, was Sie sagen wollen mindestens einmal komplett und laut vor. Stoppen Sie die Zeit. Hören Sie sich selbst zu. So merken Sie am besten, wo ein Vortrag vielleicht zu kompliziert oder langatmig wird und wo Ihnen der nötige Schwung fehlt. Wenn es Ihnen möglich ist, sollten Sie Ihren Vortrag auch vor einer anderen Person üben – so erhalten Sie ein Feedback und üben gleichzeitig das Reden vor anderen.
Seien Sie Sie selbst
Tipp
Wählen Sie für Ihren Auftritt die Kleidung aus, in der Sie sich sicher und gut fühlen. Wählen Sie Kleidungsstücke, die für Sie persönlich mit positiven Ereignissen verbunden sind, in denen Sie sich schon einmal professionell präsentieren konnten, z.B. bei einem Einstellungs-Gespräch o.ä.
Das allerwichtigste ist vielleicht, dass Sie nicht versuchen, jemand anders zu sein. Seien Sie authentisch und stehen Sie zu sich. Nicht jeder ist ein geborener Redner, aber fast jeder Mensch ist in der Lage mit einer guten Vorbereitung einen soliden Vortrag zu halten. Verwenden Sie Ihre eigenen Worte und kopieren Sie nicht jemand anders. Sie müssen nicht unbedingt komisch oder außergewöhnlich kreativ sein, wenn Ihnen das nicht liegt. Machen Sie das, was Sie sich zutrauen und nicht mehr. Wenn wir vor eine Gruppe von Leuten gehen, um dort etwas zu sagen oder zu präsentieren, ist es ganz entscheidend, dass wir uns so sicher wie möglich fühlen. Vielleicht haben Sie ja schon beim nächsten Mal mehr Mut.
Literatur zum Thema:
- Ulla Beushausen: Sicher und frei reden
- Vera F. Birkenbihl: Rhetorik
- Peter Kürsteiner: Reden, vortragen, überzeugen




