Networking für Networking-Hasser (Devora Zack)

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„Networking für Networking-Hasser. Sie können auch allein essen und erfolgreich sein“ – von Devora Zack – Offenbach: Gabal, 2012 – 192 S. – ISBN: 978-3-86936-333-2 – 24,90 €

Networking, zu Deutsch Netzwerken, gilt im Allgemeinen als unabdingbar für beruflichen Erfolg. Für die meisten Menschen trifft das sicher auch zu. Und zudem ist es ja auch nur logisch, dass derjenige die besseren Chancen nutzen kann, der breit vernetzt ist und seine Kontakte zu nutzen weiß.

Weil das Netzwerken aber nicht jedem in die Wiege gelegt ist, gibt es unzählige Ratgeber dazu. Die meisten dieser Ratgeber richten sich jedoch an eine bestimmte Gruppe von Menschen, nämlich die Extrovertierten. Das sind Menschen, die ihre Energie aus dem Zusammensein mit anderen Menschen beziehen.

Das Gegenstück dazu sind die introvertierten Menschen. Sie beziehen ihre Energie aus dem Alleinsein. Und haben entsprechend ganz andere Bedürfnisse als extrovertierte Menschen. Es erschöpft sie, lange Zeit mit vielen verschiedenen Menschen zusammen zu sein. Sie reagieren meist langsamer, weil sie über vieles gründlicher nachdenken. Und sie gehen in ihren Gesprächen meist stärker in die Tiefe. Da fällt es schwer, sich häufig zum Mittagessen zu verabreden, mehrere Stunden auf großen Veranstaltungen zu verbringen oder Small Talk zu machen. Alles Verhaltensweisen, zu denen erprobte Netzwerker immer wieder raten. Und genau deshalb können introvertierte Menschen mit den gängigen Ratschlägen zum Netzwerken häufig nur wenig anfangen.

Genau hier setzt das Buch „Networking für Networking-Hasser“ von Devora Zack an.

Devora Zack ist selbst ein introvertierter Mensch. Sie hat einen mitfühlenden Ratgeber zum Thema Netzwerken geschrieben, der sich in erster Linie an introvertierte Menschen wendet. Dabei räumt die Autorin mit vielen Vorurteilen gegenüber Introvertierten und auch Extrovertierten auf. Und zeigt, dass erfolgreiches Netzwerken nicht davon abhängt, ob man nun extrovertiert oder introvertiert ist. Wichtig ist vielmehr, wie gut man sich selbst versteht und dass man beim Netzwerken die eigenen Bedürfnisse und Eigenschaften berücksichtigt.

Dazu bietet dieses Buch viele praktikable Tipps und Übungen. Diese helfen vor allem introvertierten Menschen, sind aber auch nützlich für extrovertierte Menschen, die nicht gerne netzwerken. Auch die gibt es nämlich.

Hier einige Kapitelüberschriften:

  • Die Zerstörung der Stereotype
  • Funkelnagelneue Regeln, die funktionieren
  • Erste-Hilfe-Koffer für Networking-Events
  • Auf Jobsuche
  • Geschäftsreisen

Die Kapitel enthalten praktische, gut angeleitete Übungen, mit denen man sich selbst besser kennen lernt und die eigenen Stärken herausfindet. Viele anschauliche Beispiele illustrieren das Gelesene und erleichtern den Praxistransfer. Es macht Spaß, in dem leicht verständlichen und unterhaltsam geschriebenen Buch zu lesen. Interessante Stellen lassen sich durch den gut durchstrukturierten Aufbau mit vielen aussagekräftigen Zwischenüberschriften leicht wiederfinden. Und die treffenden Zitate animieren zum Nachdenken und lockern das Buch ebenso auf wie die amüsanten Pinguinzeichnungen.

Ein rundum gelungener Ratgeber für alle Menschen, die sich mit dem Netzwerken schwertun. Von einer empathischen Autorin, die es schafft, die Lust am Netzwerken zu wecken.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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