Die bewertete Entscheidungsmatrix
Die bewertete Entscheidungsmatrix ist eine Entscheidungsmatrix, in der die einzelnen Kriterien gewichtet werden. Diese Gewichtung ist dann sinnvoll, wenn nicht alle Kriterien für Sie dieselbe Wichtigkeit oder Bedeutung haben. Bitte lassen Sie sich nicht dadurch entmutigen, dass die Methode der bewerteten Entscheidungsmatrix ein bisschen kompliziert wirkt. Gehen Sie zunächst einmal den gesamten Text durch und erstellen Sie dann eine Matrix nach diesem Vorbild. Sie werden sehen, dass es letztlich gar nicht so schwer ist.
Sie erweitern Ihre bestehende Entscheidungsmatrix um gewichtete Noten
Erstellen Sie zunächst eine Entscheidungsmatrix wie zuvor beschrieben. Fügen Sie nun eine weitere Spalte in Ihre Tabelle ein, in der Sie die verschiedenen Kriterien prozentual gewichten. Die für Sie wichtigsten Kriterien bekommen eine höhere Prozentzahl, als die weniger wichtigen. Nach dem Beispiel erklären wir, wie diese prozentuale Gewichtung vorgenommen wird.
Beispiel für eine gewichtete Entscheidungsmatrix
In diesem Beispiel wurden den einzelnen Kriterien in der Spalte “Bew.” (für Bewertung) jeweils eine Wichtigkeit für die gesamte Entscheidung zugeordnet. Das Kriterium “Spaß an der Aufgabe” wurde hier mit 30% doppelt so wichtig wie das Kriterium “Gehalt” mit 15% eingeschätzt.
Um Ihre Kriterien zu bewerten, müssen Sie dann ein bisschen rechnen.

Wie Sie leichter zu Ihrer Gewichtung kommen
Alle Gewichtungen müssen addiert 100% ergeben. Die durchschnittliche oder normale Wichtigkeit für ein Kriterium ergibt sich, indem Sie 100% durch die Anzahl der Kriterien teilen.
In dem konkreten Beispiel ergibt 100% : Anzahl Kriterien (5) = 20% pro Kriterium als die durchschnittliche Wichtigkeit. Werte über 20% sind in diesem Fall überdurchschnittlich wichtig und Werte unter 20% unterdurchschnittlich wichtig. Wenn Sie nun ein Kriterium als wichtiger als normal einstufen wollen, müssen Sie den Durchschnittswert 20% erhöhen. Im gleichen Zug müssen Sie aber auch bei einem anderen Kriterium die Prozentzahl vermindern, damit die Gesamtsumme wieder 100% ergibt.
Multiplizieren Sie die Noten mit der Gewichtung und addieren Sie die gewichteten Noten
Tipp
Benutzen Sie eine Tabellen-Kalkulation, die die Rechenarbeit für Sie erledigt. Damit können Sie dann auch ganz einfach neue Kriterien hinzufügen oder die Gewichtungen der einzelnen Kriterien versuchsweise verändern.
In einem zweiten Schritt müssen Sie nun die von Ihnen verteilten Punkte (1-6) mit der Gewichtung multiplizieren. So erhalten Sie eine gewichtete Note. Zum Schluss bilden Sie auch hier die Summe unten am Ende der Tabelle. Sie haben dann die Summe der jeweils gewichteten Noten. Wie auch bei der einfachen Entscheidungsmatrix ist die Alternative mit dem höchsten Gesamtergebnis der Gewinner.
Unterschied zwischen der einfachen und der gewichteten Entscheidungsmatrix
Während im Beispiel der einfachen Entscheidungsmatrix der Gewinner die Samson GmbH war, gewinnt in der gewichteten Entscheidungsmatrix die Tuwas AG. Mit der gewichteten Entscheidungsmatrix können Sie Ihre Entscheidungen differenzierter treffen.





