Und so werden Sie "emotional intelligent" - 1- 3
Auch wenn Forscher herausgefunden haben, dass es offenbar genetische Anlagen für eine starke Ausprägung emotionaler Intelligenz gibt, lässt sich die emotionale Intelligenz dennoch erlernen und systematisch fördern. Wie haben insgesamt sieben Tipps für Sie, wie Sie in Alltag und Beruf emotional intelligenter werden können. Hier folgen die ersten drei Tipps:
Tipp 1: Finden Sie heraus, wer Sie selbst sind
Emotionale Intelligenz erfordert es, sich selbst gut zu kennen. Sich selbst kennenzulernen, fällt uns nicht immer leicht, da wir dazu hin und wieder auch tief in unsere Geschichte und in unser Innerstes eintauchen müssen. Wir haben hier einmal einige Fragen für Sie zusammengestellt, die Sie sich in aller Ruhe und wiederholt beantworten können, um mehr über sich selbst zu erfahren:
- Wer bin ich wirklich? Was macht mich aus? Wer und was hat mich geprägt?
- Welche Rollen erfülle ich in meinem Leben und welche davon sind “echt”?
- Was brauche ich? Was sind meine Bedürfnisse? Was will ich, was erwarte ich? Was sind meine Ziele? Was ist mir wichtig?
- Was sind meine Schwächen und Stärken? Was kann ich wirklich gut? Was macht mir Spaß?
- Woran glaube ich (z.B. in Bezug auf andere Menschen, das Leben, den Erfolg, mich selbst)?
- Was bestimmt mein Handeln, mein Denken, meine Gefühle?
Diese Fragen sind nur als erste Denkanstöße gedacht. Es gibt sehr viele Bereiche in unserer Persönlichkeit, die wir erforschen und kennen lernen können. Solch eine Entdeckungsreise zu sich selbst ist nicht immer leicht, aber sie ist spannend und lohnenswert.
Tipp 2: Lernen Sie mit Gefühlen umzugehen
Gefühle sind etwas ganz Menschliches und Natürliches. Je weniger Angst wir vor unseren Gefühlen und den Gefühlen anderer Menschen haben und je besser wir mit diesen Gefühlen umgehen können, desto angemessener werden wir uns in emotionalen Situationen verhalten können. Und genau das macht die emotionale Intelligenz aus. Damit Sie mit den Gefühlen anderer Menschen tatsächlich souverän umgehen können, dürfen Sie sich nicht vor Ihren eigenen Gefühlen fürchten. Lernen Sie deshalb Ihre eigene Gefühlswelt neugierig kennen und nehmen Sie jedes Ihrer Gefühle als etwas an, das untrennbar zu Ihnen gehört. Eine gute Möglichkeit bieten hierzu professionell geleitete Selbsterfahrungsseminare. Aber auch im Alltag können Sie sich mit Ihrer Wahrnehmung für Ihre Gefühle öffnen: Registrieren Sie, was in Ihnen vorgeht, ohne zu werten.
Stellen Sie sich dazu öfter am Tag die Fragen: “Wie fühle ich mich und wo genau in meinem Körper spüre ich dieses Gefühl? Was löst das Gefühl in mir aus? Wie gehe ich damit um?”
Tipp 3: Gestehen Sie anderen Menschen ihre Persönlichkeit zu
Siehe auch
Lesen Sie zu diesem Thema auch einmal unseren Artikel über die verschiedenen Landkarten von Menschen.
Wir alle sind verschieden. Anders-sein heißt aber nicht auch automatisch “besser” oder “schlechter” zu sein. Je besser Sie es schaffen, zu akzeptieren, dass andere Menschen die Welt anders sehen als Sie selbst, desto leichter wird es Ihnen fallen, deren Standpunkt zu erkennen. Und damit fördern Sie Ihre emotionale Intelligenz. Emotional intelligente Menschen finden andere Ansichten oder Auffassungen nicht bedrohlich, sondern interessant – ja, sie sehen sie als Chance, etwas zu lernen.





Klasse Beitrag, Danke!
Einer der wichtigen Punkte ist neben den handfesten, oben genannten auch, den Unterschied zwischen aktivem Eingreifen und sich selbst annehmen und die emotionalen Eigenschaften des Seins zu geniessen.
Spannend ist die ganze Thematik immer dann, wenn Menschen erkennen, was emotionale Intelligenz bedeutet - und sich dann radikal ändern wollen. Leider erreicht man damit oft nur das Gegenteil.