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Delegieren - so geht's (Seite 2 von 3)

delegieren

Hier erfahren Sie, wie das Delegieren ganz praktisch geht und welche Faktoren Sie beachten sollten, damit Sie Ihre Aufgaben erfolgreich delegieren können.

Delegieren – aber was?

Welche Aufgaben sich delegieren lassen, muss in der Regel im Einzelfall und je nach Situation entschieden werden. Dennoch gibt es eine Richtlinie, an der Sie sich orientieren können.

Leicht delegierbar sind vor allem:

Nicht zum Delegieren geeignet sind:

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick

Wenn Sie mit dem Delegieren einsteigen wollen, dann müssen Sie zuerst einmal auflisten, welche Aufgaben Sie überhaupt in Ihrer Position zu erledigen haben und dann können Sie überprüfen, welche der Teilaufgaben Sie delegieren können und welche Sie auch in Zukunft selbst ausführen wollen.

Stellen Sie also zunächst einen detaillierten Arbeitsplan auf, in dem Sie alle zu erledigenden Aufgaben z.B. für ein Projekt oder für den kommenden Monat notieren.

Tipp

Achten Sie bei der Delegation von ungeliebten Routineaufgaben darauf, dass Sie nicht immer die gleichen Personen mit den gleichen Aufgaben beschäftigen, denn das kann bei Mitarbeitern oder Kollegen schnell Frust verursachen. Hier hilft oft ein offenes Gespräch, denn manchmal macht ein anderer eine Aufgabe ja auch ausgesprochen gern

Unterscheiden Sie die Aufgaben dann z.B. wie folgt:

Anhand Ihrer Aufgabenliste können Sie viel leichter entscheiden, welche der Aufgaben Sie delegieren wollen.

An wen delegieren?

Tipp

Führen Sie eine Art Kompetenz-Verzeichnis, in dem Sie sich notieren, welche Ihrer Kolleginnen und Mitarbeiter welche Fähigkeiten haben. Dann wissen Sie im Bedarfsfall schneller, wem Sie welche Aufgaben übertragen können.

Nachdem Sie ermittelt haben, welche Aufgaben Sie delegieren können und wollen, überlegen Sie im nächsten Schritt, an wen Sie die entsprechenden Aufgaben delegieren könnten.

Möglich wären hier z.B.

Schreiben Sie doch einfach hinter jede Ihrer zu delegierenden Aufgaben, welche der oben gezeigten Möglichkeiten sich am besten dafür eignet. Nutzen Sie dafür die Buchstaben (M, A, S, P, E).

Nachdem Sie nun wissen, was Sie delegieren können und wer dafür in Frage kommt, stellen wir Ihnen noch drei entscheidende Erfolgsfaktoren für das Delegieren vor.

Delegation – die Erfolgsfaktoren

Wir halten folgende drei Faktoren für eine effektive Delegation für unerlässlich:

Vertrauen – Besteht ein ausreichendes Vertrauensverhältnis?

Delegation bedarf des Vertrauens – und zwar:

  1. Ihr Vertrauen in die Person, die eine Aufgabe für Sie erledigen soll und
  2. das Vertrauen der Person, die die Aufgabe übernimmt, in Sie.

Tipp

Zum Vertrauen gehört auch, dass Sie nicht oder nur bedingt vorgeben, wie eine Aufgabe zu erfüllen ist. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten, zum gewünschten Ziel zu kommen und es motiviert Ihre Kollegen und Mitarbeiter sehr, wenn Sie ihnen zutrauen, die Aufgabe in ihrer eigenen Weise zu erledigen.

Das mit dem Vertrauen ist so eine Sache – viele gehen da lieber getreu nach dem Sprichwort vor “Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser”. Delegieren ist mehr als nur eine Arbeitsanweisungen zu geben und bedeutet, immer auch ein Stück Kontrolle abzugeben. Ihr Vertrauen macht es der anderen Person deutlich leichter, ein Stück Verantwortung zu übernehmen und auch eigenverantwortlich zu handeln. Ihre Mitarbeiter oder Kollegen spüren es, wenn Sie ihnen nicht zutrauen, dass sie die Aufgabe erledigen können. Das senkt die Motivation und auch das Selbstvertrauen.

Versuchen Sie also Ihren Mitarbeitern das notwendige Vertrauen entgegenzubringen. Das fällt vielleicht gerade am Anfang nicht leicht und muss geübt werden. Hilfreich sind hierbei:

Versuchen Sie es doch einfach einmal. Sie können hier viel dazulernen – und viel gewinnen.

Transparenz – Wird klar und eindeutig delegiert?

Die Kommunikation spielt eine große Rolle, wenn es ums Delegieren geht. Hierzu gehören vor allem folgende Punkte:

Eine offene Kommunikation fördert übrigens auch das Vertrauen – und zwar auf beiden Seiten.

Feedback – Erfolgt eine Rückkoppelung?

Delegation endet weder mit der Aufgabenweiterleitung noch mit der Erledigung der Aufgabe.

Zum erfolgreichen Delegieren gehört auch, dass Sie

Vergessen Sie an dieser Stelle nicht, wie wichtig und motivierend Lob ist. Teilen Sie Ihren Mitarbeitern und Kollegen immer mit, wenn Sie zufrieden sind – auch wenn es sich nur um kleine Aufgaben handelt.

Seien Sie sparsam mit Kritik – und wenn sie nötig ist, dann formulieren Sie diese immer konstruktiv. Viel wichtiger als herauszustellen, was schiefgelaufen ist, ist es, Ideen zu entwickeln, wie es in Zukunft besser geht.

Feedback sollte aber nicht nur von Ihnen erfolgen, sondern auch von der Person, die die Aufgabe erfüllt hat. Sie könnte z.B. zu folgenden Punkten etwas sagen:

Im Folgenden finden Sie nun noch eine praktische Checkliste mit allen Punkten, die es beim Delegieren zu beachten gibt.