Die drei Prinzipien für mehr Ordnung - Teil 2
Und hier folgen die Prinzipien 2 und 3, mit denen Sie zu mehr Ordnung kommen.
Prinzip 2: Planen Sie und setzen Sie sich konkrete Ziele
Tipp
Wenn Sie die Aufschieberitis packt, dann machen Sie mit sich selbst aus, wenigstens für fünf Minuten anzufangen – 5 Minuten schafft jeder! Danach können Sie aufhören, wenn Sie möchten. Meist machen wir aber weiter, wenn wir erst einmal angefangen haben.
Überlassen Sie das Thema Ordnung nicht länger dem Zufall, denn genau so wird vieles “schlicht vergessen”. Vielleicht hilft Ihnen folgendes Bild: Systematisches Ordnunghalten ist ein Teilbereich des Selbstmanagements und Sie können sich hier ruhig als Ihre eigene Führungsperson sehen. Managen Sie sich und Ihre Ordnung und führen Sie Ihre eigenen Vorgaben so gewissenhaft aus, wie wenn Sie einen verantwortungsvollen Job übernommen haben.
Auch beim Projekt “Ordnung schaffen”, ist es also empfehlenswert, sich konkrete Ziele zu setzen und diese auch konsequent zu überprüfen.
Beispiel:
Ein Vorsatz wie “Ich müsste mal wieder den Keller aufräumen” reicht in den meisten fällen nicht auf. Formulieren Sie statt dessen lieber Folgendes:
“Am 25.5. räume ich von 15.00 bis 17.00 Uhr den Keller auf. Einzelziele dabei sind:
- Krempel fertig gepackt für den Sperrmüll,
- Regale angebracht und das Werkzeug dort verstaut,
- Fahrräder repariert.
Je konkreter Sie Ihre Ziele formulieren, desto leichter fällt es Ihnen, sie abzuarbeiten und auch zu kontrollieren, was Sie geschafft haben.
Gehen Sie auf diese Weise ruhig auch bei kleineren Aufgaben vor. Sie können sich einzelne Hausarbeiten, die Sie nicht vergessen wollen, in Ihrem Kalender notieren und dann abstreichen. So bekommen Sie auch über einen längeren Zeitraum einen guten Überblick darüber, wie viele Aufgaben Sie erledigt haben.
Und vergessen Sie eines nicht: Belohnen Sie sich im Anschluss an die Arbeit mit etwas Schönem.
Prinzip 3: Schritt für Schritt und nicht alles auf einmal
Tipp
Beginnen Sie mit den Ecken in Ihrer Wohnung, die Sie selbst nerven. So tun Sie sich mit dem Aufräumen etwas spürbar Gutes. Das motiviert zum Weitermachen.
Wenn Sie mehr Ordnung in Ihrem Leben schaffen möchten, dann nehmen Sie sich möglichst nicht vor, alles auf einmal zu ändern. Gerade wenn Sie eher sehr unordentlich sind, bedeutet eine Radikaländerung, dass Sie sich einen fast unüberwindlichen Berg auftürmen. Das macht schnell mutlos.
Eine Radikaländerung macht allenfalls dann Sinn, wenn Sie z.B. umziehen oder renovieren. Ansonsten gehen Sie lieber in kleinen Schritten vor und schaffen Sie sich kleine “Ordnungsinseln” im Chaos. So erleben Sie schneller Erfolgserlebnisse und bekommen vielleicht richtig Lust darauf, immer mehr Ordnung zu schaffen.
Immer dran bleiben!
In vielen Haushalten sammelt sich über die Zeit viel Krempel, Unrat und Schmutz an, so dass irgendwann der große Hausputz ansteht, vor dem sich alle graulen. Manchmal ist so eine Grundreinigung tatsächlich unerlässlich, aber dennoch ist es sinnvoller, dafür zu sorgen, möglichst regelmäßig kleinere Dinge zu erledigen, als immer wieder zuzulassen, dass man dann stundenlang räumen und kramen muss. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, zwischendurch für wenige Minuten ein bisschen was für die Ordnung zu tun:
- Gehen Sie mindestens dreimal am Tag durch die Wohnung und schauen Sie, was Sie alles gleich wegräumen oder säubern können. Durch die Regelmäßigkeit dieser “Patrouillen-Gängen” werden Sie nicht allzu viel finden und so nimmt das nur wenige Minuten in Anspruch.
- Kleine Mengen von schmutzigem Geschirr sollte jeder im Haushalt immer gleich abwaschen – z.B. der Teller vom Abendbrot, die Müslischüssel oder die Teetasse. Solange das noch nicht angetrocknet ist, lässt es sich problemlos abspülen und so stapelt sich das dreckige Geschirr nicht gleich meterhoch auf der Ablage.
- Einmal in der Woche ein bis zwei Stunden fürs Aufräumen reservieren und konsequent alles wegräumen, was rumfliegt. Belohnen Sie sich danach mit einer Kleinigkeit.
- Ausgelesene Zeitschriften gleich in den Altpapierkarton packen, Bücher, mit denen Sie durch sind, sofort ins Regel stellen usw.
- u.ä.
Falls Ihnen genau diese Disziplin fehlt, die Sachen immer gleich wegzuräumen, könnten Sie sich einmal für einige Tage stündlich eine Zeitschaltuhr stellen. Wenn immer sie piepst, schauen Sie sich in Ihrer Wohnung nach allem um, was Sie liegen gelassen haben und räumen es weg. Wenn Sie das eine Weile so machen, geht es Ihnen in Fleisch und Blut über, hin und wieder zu schauen, was herumliegt, um es wegzuräumen.
Schreiben Sie uns!
Wenn Sie diese drei Grundprinzipien verinnerlichen und umsetzen, sollten Sie in bezug auf das Ordnunghalten deutlich weniger Probleme haben. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Erfahrungen schildern, was Ihnen besonders schwer fällt oder auch Tipps, die Ihnen persönlich weitergeholfen haben, um Ordnung zu halten. Schreiben Sie uns! Wir werden dann in lockerer Folge weitere Tipps zum Thema Ordnung für Sie zusammenstellen und veröffentlichen.





