Traumsymbole erkennen und deuten
Unser Unterbewusstsein äußert sich oft in Symbolen. Diese Symbole können dann entschlüsselt und so die Träume gedeutet werden. Dafür gibt es umfangreiche Traumlexika, in denen die einzelnen Symbole mit ihrer Bedeutung aufgeführt sind. Solche Lexika sind weniger dazu gedacht, die Bedeutungen 1:1 auf die eigenen Träume zu übertragen, sondern vielmehr sie als ein Angebot zu sehen und zu schauen, was die Symbole vielleicht mit uns zu tun haben. Beachten Sie bei der Deutung von Trauminhalten immer, ob Ihr Traum nicht möglicherweise schlicht durch äußere Reize ausgelöst wurde und gar keine tiefere Bedeutung hat.
Deuten Sie Ihre Träume immer subjektiv für sich
Entscheidend ist, dass Sie Ihre Träume ganz persönlich für sich selbst auswerten und nicht einfach nur irgendwelchen Schemata, Vorgaben oder Hinweisen anderer folgen. Ihre Träume sind etwas sehr persönliches und letztlich liegt der Schlüssel zu den Bildern in Ihnen selbst. Traumdeutungslexika sind eine gute Grundlage, aber viel wichtiger ist es, dass Sie in sich hineinhorchen und herausfinden, welche Bedeutung ein Bild oder ein Symbol für Sie ganz persönlich hat. Seien Sie dabei nicht allzu verbissen, denn nicht immer sollten wir in unsere Traumbilder einen tieferen Sinn hineindeuten. Vielleicht können Sie eine offene und spielerisch neugierige Herangehensweise entwickeln. So werden Ihnen die Botschaften Ihres Unterbewusstseins am ehesten verständlich. Schreiben Sie sich Ihre spontanen Ideen und Deutungen immer gleich zu Ihrem Traum auf. So können Sie auch später noch einmal darüber nachdenken und dann fallen Ihnen vielleicht noch weitere Deutungsmöglichkeiten ein.
Traumaufzeichnungen miteinander vergleichen und in Beziehung setzen
Es kann sehr sinnvoll sein, die eigenen Träume über eine gewisse Zeit hinweg zu beobachten und auszuwerten. Wenn Sie Ihre Träume aufschreiben, können Sie sie leicht miteinander vergleichen und die Aussagen in Beziehung setzen.
Traumarbeit als Methode für Therapie und Selbsterkenntnis
Viele Therapeuten setzen die Traumarbeit in Therapien oder Selbsterfahrungsseminaren ein. So können Sie mit professioneller Hilfe vielleicht einige Aussagen Ihres Unterbewusstseins erkennen, die Ihnen sonst unerklärlich geblieben wären. In für Sie besonders wichtigen und aufreibenden Lebensphasen können Sie Ihren Träumen eine besondere Aufmerksamkeit widmen, denn sie beinhalten vielleicht hilfreiche Hinweise, z.B. wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen oder Ereignisse zu verstehen. Reden Sie auch mit anderen Menschen über Ihre Träume – manchmal kommen von außen sehr aufschlussreiche Hinweise.
Literatur zum Thema:
- Margret Schlüter-Teichmann: Träume – Geschenke der Nacht
- Eugene T. Gendlin: Dein Körper, dein Traumdeuter
- Johana Miller: Ein Kurs im Träumen
- Hanns Kurth: Lexikon der Traumsymbole
- Russell Grant: Illustriertes Traum- Lexikon
- Holger B. Flöttmann: Träume zeigen neue Wege




