10 Schritte, um seine Bestimmung zu finden

fussspuren

Jeder kennt die Lebensphasen, in denen man keinen blassen Schimmer hat, wohin es gehen soll. Was ist meine Lebensaufgabe? Was ist meine Berufung? Was ist meine Bestimmung? So lauten die Fragen, die wir uns in solchen Situationen täglich stellen. Hinzu kommt nicht selten ein quälendes und zermürbendes Gefühl, weil wir uns selbst unter Druck setzen und den Zustand des Nicht-Wissens verfluchen. Gerade diese zwei Begleiterscheinungen machen das Leben unangenehm. Im Folgenden habe ich 10 Punkte zusammengestellt, die dich auf deinem Weg zu deiner Bestimmung weiterbringen können. Diese 10 Schritte haben mir in meinem Leben sehr geholfen.

1. Nimm die Situation an

Ja ich weiß, das Leben macht nicht so richtig Spaß, wenn wir keinen Plan haben, wohin es gehen soll; was wir als Nächstes tun sollen. Aber vielleicht bist du jetzt genau in dieser Situation, um zu lernen, nichts zu tun. Zu der Erfahrung des Mensch-Seins gehört nicht nur das Tun, sondern auch das Nicht-Tun. Wie gut bist du also im Aushalten der Stille, ohne jegliche Ablenkung und Erwartung?

Mein Tipp: Geh alleine in den Wald oder an einen Ort, an dem dich kein Mensch finden kann; setz dich auf den Boden und bleibe dort für einige Stunden; nur du, der Wald, seine Bewohner und die natürliche Stille. Nimm das wahr, was ist: die Atmosphäre des Seins im augenblicklichen Moment. Beobachte deine Gefühle. Wie fühlt es sich an, einfach nur zu sein? Gibt es Stimmen oder Gefühle in dir, die für Unruhe und Hast sorgen? Nimm sie wahr, beobachte sie, fühle sie und versuche dich mit ihnen anzufreunden. Alles, was du zu deinem Freund machst, wird dir nicht mehr hinderlich sein. So darfst du auch in diesem Moment sein, ohne zu wissen, wohin es gehen soll. Vertraue darauf, dass das Leben dir zur rechten Zeit die richtigen Signale senden wird. Habe also Geduld.

Immer wenn ich etwas verändern will, egal was es auch ist, muss ich es erstmal annehmen. Das bedeutet, dass ich meine aktuelle Situation des Nicht-Wissens erstmal annehmen sollte. Erst wenn ich mich mit ihr angefreundet habe, kann ich sie effektiv nutzen, um meinem Lebensziel, meiner Bestimmung näher zu kommen. Akzeptiere den Zustand, wie er eben ist.

2. Beginne zu meditieren

Ich meditiere nun schon seit über einem Jahr. Die Meditation ist eine der wertvollsten Praktiken, die mir das Leben zur Selbstfindung geschenkt hat. Die Meditation stärkt die Verbindung zu uns selbst und zu unserem Leben. Wenn ich nicht wirklich bei mir selbst bin, wenn ich keinen Durchblick in meinem Kopf habe und von wirren Gedanken herumgescheucht werde, dann verdeutlicht mir das, dass ich meine Meditation vernachlässigt habe. Wenn du also mehr Klarheit und Durchblick in deinem Leben haben willst, schnupper einmal in einen Meditationskurs hinein. Wer Meditation und Bewegung vereinen möchte, kann sich Tai-Chi, Qigong oder Yoga anschauen.

Für das Meditieren müssen wir uns nicht unbedingt in eine „komplizierte Sitzhaltung“ begeben. Es reicht, wenn wir uns aufrecht auf einen Stuhl setzen und unsere volle Aufmerksamkeit auf unseren Atem lenken. Bemerken wir, wie wir von Gedanken abgelenkt werden, kehren wir immer wieder zu unserem Atem zurück. Wir beobachten das Ein- und Ausströmen der Luft wie auch die Ein- und Ausdehnungen unseres Brustkorbes und Bauches. Es reicht schon eine Minute. Dies können wir nach Lust und Laune wiederholen, z. B. auch, wenn wir in der Einkaufsschlange stehen oder auf den Bus warten.

Durch Meditation werden wir ruhiger und gelassener; wir werden kreativer und konzentrierter; unser Immunsystem wird gestärkt. Die Meditation kann dir eine sehr große Hilfe sein, den Weg in deinem Leben durch die entstehende Gedankenruhe sehen zu können.

3. Folge deinen Interessen

Manche Menschen geben viel Geld für Seminare und Coachings aus, um ihre Bestimmung zu finden und endlich zu erfahren, warum sie auf der Welt sind. Diesen Aufwand kann man sich sparen, wenn man einfach nur seinen Interessen folgt. Es gibt ein Anzeichen dafür, ob wir unserem Sinn des Lebens folgen oder nicht. Dieses Anzeichen ist so einfach wie aussagekräftig: Es ist unsere innere Freude, unsere tiefe Lebenslust und unser feuriger Enthusiasmus. Jedes Mal, wenn wir diese Freude spüren und wir uns denken, dass wir die Zeit nicht sinnvoller hätten verbringen können, haben wir etwas getan, dass zu unserem persönlichen Lebensweg gehört! Dieses einfache Mittel ist der beste Wegweiser dafür, um unseren persönlichen Lebenssinn finden und leben zu können.

Und wenn du jetzt nicht weißt, was deinem Herzen eine solche Freude bereiten könnte, dann mach dich ganz gezielt auf die Suche danach. Denn auch für dich gibt es auf dieser Welt noch so viel zu erleben. Erkundige dich bei deiner Volkshochschule nach Kursen, die dich interessieren, und besuche andere Weiterbildungsangebote. Frage dich, was du früher gerne gemacht hast, und knüpfe daran an. Probiere einfach etwas aus, von dem du denkst, dass es dir Freude machen könnte.

4. Fordere deine Sinne heraus

Unser Körper, Geist und Seele freut sich unheimlich über Herausforderungen. Um unser Kreativitätspotenzial aufrechtzuerhalten, sollten wir sie ständig in Bewegung halten und ihnen Herausforderungen geben. Dies tun wir, indem wir unsere verschiedenen Sinne trainieren, unsere Fähigkeiten ausbauen und Neues lernen. Schaue also, dass du ständig eine Handvoll Hobbys hast, die dir Freude bereiten und dir etwas geben. Schaue, dass du als Mensch auf verschiedenen Ebenen herausgefordert wirst, um die verschiedenen Bereiche in deinem Gehirn zu aktivieren und zu trainieren.

Mein Tipp: Lerne neue Instrumente, Sportarten, Sprachen, Handarbeiten, Tätigkeiten etc. Beginne zu malen, zu singen, zu tanzen, Vorträge zu halten oder selbst Kurse zu geben. Die Welt hat so viel zu bieten und du kannst als Mensch so viel ausprobieren. Nutze deine Zeit auf der Erde sinnvoll und lerne so viel wie möglich von dem, was dich interessiert!

5. Sorge für Abwechslung

Damit wir auf unsere Lebensfragen kreative Antworten finden können, kann die Abwechslung ein hilfreicher Unterstützer sein. Nur wenn unser Wesen „in Fahrt“ ist, finden wir clevere Ideen dafür, was wir als Nächstes machen möchten. Es kann also sinnvoll sein, nicht nur seine verschiedenen Sinne herauszufordern, sondern auch ständig Neues zu erleben. Besichtigungen, Ausstellungen, Konzerte, Seminare, Vorträge, Workshops, Kurse und Festivals bieten dafür abwechslungsreiche Möglichkeiten und kosten auch nicht immer (viel) Geld. Auch komplett ohne Geld ist es nur eine neue Übung für deine Kreativität, durch die Straßen zu gehen, um Neues zu erleben (Großstädte eignen sich sehr gut dafür). Auch reicht es schon aus, neue Städte oder Stadtteile zu erkunden.

Abwechslung haben wir aber auch dann, wenn wir die gewohnten Dinge im Alltag ändern. Wie wäre es mit einem neuen Geschäft zum Einkaufen? Wie wäre es mit einer neuen Ernährungsform (vegan, vegetarisch, Rohkost)? Wie wäre es mit einem neuen Weg zur Arbeit? Versuche einfach, die Dinge zu ändern, an die du dich gewöhnt hast. Der Vorteil dabei ist, dass unser Geist und Verstand fit bleiben, wenn sie ständig herausgefordert werden und sie sich an neue Situationen anpassen müssen. So bleibst du auch innerlich vital und jung!

6. Vernetze dich

Die Kontakte zu deinen Mitmenschen sind dein Ein und Alles. Sie beeinflussen, ob du ein Leben in langweiliger Routine führst oder ob dich das Leben herausfordert. Wenn dich das ständige „Filmeschauen“ und „In-der-Kneipe-Trinken“ auch so langweilt, mach dich auf und lerne neue Leute kennen. Wünsche dir Menschen, von denen du lernen kannst und die für dich sinnvolle Begleiter deines Lebens sind. Du erkennst diese Menschen immer dann, wenn du dich zu ihnen hingezogen fühlst, auch wenn du es nicht logisch erklären kannst. Sei offen für diese Menschen und nutze die Gelegenheit, wenn sie in dein Leben treten.

Mein Tipp: Du kannst diesen Prozess beschleunigen, indem du dir überlegst, wo du diese Menschen finden könntest. Besuche die passenden Veranstaltungen und Orte, um neue Menschen anzusprechen und kennenzulernen. Das geht auch in jeder alltäglichen Situation: In der Bahn, auf einer Parkbank, im Café und selbst auf der Straße ist es erlaubt, „wildfremde“ Menschen anzusprechen, die man rein von ihrer äußerlichen Erscheinung her interessant findet. Dies ist auch eine gute Übung, um Ängste zu überwinden und neuen Mut zu schöpfen. Denn du wirst dabei feststellen, dass sich die meisten Menschen über deine Kontaktaufnahme freuen und gerne ein nettes Gespräch mit dir führen wollen.

( Tipp: Wie Sie in 7 Tagen eine richtig gute Entscheidung treffen. )

So wage dich hinaus in die Fremde und ins Unbekannte, um neue hilfreiche Menschen kennenzulernen. Sei stets mit den Menschen zusammen, die bereits etwas von dem haben, was du dir für dich wünschst.

7. Höre auf dein Bauchgefühl

Immer wenn wir verkrampft über eine Lösung grübeln, ist der Kanal der Kreativität verstopft. Kreativität, die uns bei der Aufgaben- und Sinnsuche helfen kann, kommt in den Momenten, in denen wir beginnen loszulassen und uns von jeglichem Druck befreien. Versuche also nicht etwas zu erzwingen, sondern öffne dich für den Fluss des Lebens. Lasse dich leiten von deinem Bauchgefühl. Dieses wirst du immer besser hören und verstehen lernen, je weniger du grübelst. Das bedeutet nicht, dass du deinen Kopf gar nicht mehr einsetzen sollst! Meist ist es so, dass wir ein (Bauch-)Gefühl dafür haben, was wir als Nächstes tun sollten. Dann brauchen wir den Kopf nur noch dafür, um unser Vorhaben zu strukturieren, zu planen und schlussendlich umzusetzen.

Mein Tipp: Wenn du zu viel denkst, ist es eine gute Übung, eine gewisse Zeit lang mal deinem Bauchgefühl nachzugehen. Das bedeutet, du hörst weniger auf deine rationalen Gedanken und tust eher das, was dir dein Gefühl im Bauch zu sagen versucht. Dann wirst du ganz schnell merken, dass dir dein Bauchgefühl wertvolle Lebensmomente und Erfahrungen schenkt. Es leitet dich nämlich zu den Situationen, die für deine persönliche Weiterentwicklung wichtig sind; es bringt dich mit den Menschen zusammen, an denen du wachsen kannst. Vertraue auf deine Gefühle und nutze deinen Verstand, um diese Ideen in die Tat umzuwandeln.

8. Bereise die Welt

Dieser Rat dürfte nichts Neues für dich sein, jedoch ist er einer der wichtigsten. Es ist unglaublich und unvorhersehbar, wie viel wir für unser Leben lernen, wenn wir einfach nur unseren Rucksack packen und losziehen. Ja, du hast richtig gehört, „Rucksack packen“. Ich rede hier nicht von einem All-inclusive-Urlaub mit Hotel, bei dem man die meiste Zeit am Strand liegt und sich vielleicht mal zu einer Stadtbesichtigung überreden lässt. Wenn ich zurückblicke, habe ich aus solchen Urlauben nichts gelernt! Wirklich nichts!

Stecke dir ein Ziel, das du erreichen möchtest. Packe deinen Rucksack mit den Dingen, die du wirklich benötigst. Plane nicht den genauen Reiseverlauf. Versuche, dich auf das Leben zu verlassen. Nimm vielleicht ein Zelt mit, damit du auch unterwegs ein Notfall-Zuhause hast. Versuche so wenig Geld wie möglich auszugeben. Nutze das Wandern, das Fahrrad oder das Trampen, wenn du dich fortbewegen möchtest. Erst wenn du versuchst, dich ohne Geld fortzubewegen, wirst du damit konfrontiert, mit dem Leben und den Menschen einen wahren Kontakt aufzubauen. Und das sind schließlich diejenigen, von denen man auf so einer Reise sehr viel lernen kann. Deshalb und auf diese Weise bildet reisen!

9. Gehe in die Stille

In unserer hektischen Welt fehlt oft etwas Wichtiges: Stille; ein Ort, an dem nichts mehr zu hören ist; an dem wir nur noch sind. Wozu brauchen wir Stille? Stille ist der beste Spiegel, wenn du erfahren willst, wer oder was du wirklich bist. Wir können uns zu jeder Zeit mit einer Tätigkeit beschäftigen; uns den Einflüssen aussetzen und Musik hören, lesen, Fernsehen schauen und belanglose Gespräche führen. All das lenkt uns jedoch von uns selbst ab. Wenn ich mal nichts tue, aber wirklich nichts tue; nichts konsumiere und nichts mache, sondern einfach nur dasitze, dann werde ich mit der Stille und im gleichen Moment mit mir selbst konfrontiert. Die Frage nach deinem Sinn des Lebens hat sich erledigt, sobald du diese Stille in vollen Zügen genießen kannst. Denn, wenn sich die Stille im Außen irgendwann auf dein Inneres auswirkt und auch dein Geist und dein Verstand stiller werden, dann hast du die Möglichkeit, die Sprache des Lebens verstehen zu können. Diese wird dich ganz automatisch zu deinem Lebenssinn führen. Sei also täglich in der Stille.

Gehe an deinen Lieblingsort in der Natur, im Park oder setze dich in der Stille zu Hause hin, und nimm einfach nur wahr, was (in dir) passiert. Versuche, die Stille zu genießen, in vollen Zügen.

10. Beginne zu lieben

Du willst deinen Lebenssinn erfahren? Dann beginne, das Leben zu lieben. Dir wird nur von den Dingen und Menschen etwas gegeben, die du liebst. Ich rede hier nicht von Verliebtsein oder Partnerschaft. Ich rede von universeller Liebe.

Wenn du nun vom Leben wissen willst, was deine Bestimmung ist und was dein Sinn im Leben ist, dann beginne, das Leben zu lieben. Das Leben beginnt zuerst bei dir selbst. Schätze deinen Körper, mach dir selbst Komplimente, verneige dich vor deinem Spiegelbild, sei einfach nett zu dir. Auch Selbstliebe will gelernt sein. Selbstliebe hat nichts mit Egoismus zu tun. Denn aus der Liebe zu dir selbst hast du auf natürliche Weise das Bedürfnis, diese Liebe mit deiner Umwelt und deinen Mitmenschen zu teilen.

Wenn du eins werden willst mit dem Leben, beginne, alles zu lieben, was ist. Auch die Dinge, über die du dich aufregst, die dich runterziehen, gehören zum Leben dazu. Wie du damit umgehst, entscheidest du jedoch selbst. Du kannst dich darüber ärgern oder versuchen, auch diese Dinge und Menschen zu lieben, damit sie dir irgendwann diese Liebe widerspiegeln können.

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Wenn ich in meinem Leben zurückblicke, waren diese 10 Schritte die wichtigsten Punkte, um meine Bestimmung finden zu können. Es war teilweise ein harter Lehrgang, weil ich bis dahin den Sinn der ganzen Umstände nicht verstanden habe. Jetzt, im Nachhinein betrachtet, hatte jede einzelne Situation ihren Sinn. Denn ich habe schließlich aus jedem Erlebnis eine Erfahrung für mein Leben gewinnen können. Mit dem Bewusstsein, dass das Leben auch nur ein Spiel ist, in dem wir uns ausprobieren können und uns weiterentwickeln sollen, fällt einem das Verstehen des Lebens wesentlich leichter.

Es sind 10 Schritte, die dabei helfen können, seine Lebensaufgabe, seine Bestimmung bzw. seinen persönlichen Lebenssinn zu finden. Welche Schritte kannst du (aus eigener Erfahrung) an dieser Stelle noch ergänzen?

Es braucht dafür Zeit, Geduld und Mut. Es sollte für dich jedoch keine Rolle spielen, wie lange es dauern wird, bis du deinen Sinn des Lebens erfährst. Es sollte dir ehrlich gesagt egal sein. Denn jeder Druck und jede Erwartung, die du an das Erreichen eines Ziels setzt, wird dich in deiner jetzigen Situation festhalten. Ja, das ist ein komisches Gesetz. Aber anscheinend lässt sich das Leben ebenso wenig (gern) unter Druck setzen wie wir Menschen.

Beginne dich und das Leben zu lieben. Teile mit, dass du jetzt den nächsten Schritt machen willst. Sprich mit dem Leben. Und dann habe Geduld. Achte auf die Zeichen und habe dann den Mut, wenn die Zeichen kommen. Wenn dein Bauchgefühl sagt, du solltest etwas tun, dann vertraue darauf und habe den Mut, diesen Schritt zu gehen. Ich sage dir aus eigener Erfahrung, diese Überwindung der Angst zahlt sich doppelt und dreifach aus! Du wirst jetzt vielleicht noch keine Vorstellung davon haben, welches Lebensglück, welche Freude und welche Liebe für dich bereitstehen. Es liegt allein an dir, ob du diese empfangen möchtest. Erst wenn dein Verlangen nach wahrhaftiger Liebe und Erkenntnis groß genug ist, wirst du den Mut aufbringen, deine Angst zu überwinden.

Über Elias Fischer

Elias Fischer schreibt seit 2011 im LebeBlog über seine Erkenntnisse zu den Themen „bewusstes Leben“, „Der Sinn des Lebens“ und „Wer bin ich wirklich?“ Auf der Suche nach Sinn, innerer Zufriedenheit und Glückseligkeit, entlarvte sich in seiner bisherigen Welt so manches Ziel als Unglücksbringer. Seine Erkenntnisse, wie man zu seinem wahren Selbst gelangt und sein Leben mit mehr Tiefe, Hingabe und Wahrhaftigkeit lebt, möchte er nun weitergeben, u.a. mit dem Buch „Dinge, die ich gerne mit 18 gewusst hätte“.

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Kommentare

Martin schreibt am 15. Januar 2013

Ein wirklich gelungener Artikel – gefällt mir sehr gut!

Das Problem wenn man sich unbedingt verändern möchte, ist ja, dass man sich meist selbst behindert, indem man zuviel Druck erzeugt.
Deshalb sollte man zuerst die Situation und sich selbst erst einmal akzeptieren. Das habe ich persönlich auch gelernt, dass ich erst angefangen habe mich zu verändern, als ich akzeptierte, wie ich bin.

Das ist aber gar nicht so leicht. Denn zu stark ist auch der gesellschaftliche Druck und die Erwartungen der anderen. Man macht ja oft die Ziele seiner Familie und der Freunde zu den eigenen und ist sich gar nicht bewusst, dass das nicht die eigenen Ziele sind.

Ildiko schreibt am 15. Januar 2013

Artikel wie diesen sollte man sich in unserer heutigen Zeit öfters durchlesen. Am besten jeden Morgen vorm Aufstehen. Es wird uns so viel, u.a. durch das Internet, zur Verfügung gestellt und an Möglichkeiten aufgezeigt, dass wir am Ende gar nicht mehr wissen, was uns WIRKLICH glücklich macht.

Insofern denke ich, dass Punkt 9 für die meisten das größte Hinderniss darstellen wird. Die Stille ist am Anfang unerträglich bzw. das viele Wirrwarr, das man wahrnimmt, wenn man einfach mal “seine Klappe hält”.

Und früher oder später muss dann die “Entscheidung” her, der Weg muss gegangen werden, auch mit dem Risiko, dass man feststellt, dass es vielleicht doch falsch war.

Vielen Dank für den Artikel, er gab mir den einen und anderen Anstoss, einiges in den nächsten Tagen umzusetzen. ;)

Birgit schreibt am 17. Januar 2013

Noch vor zehn Jahren hätte ich den Aussagen mit voller Begeisterung zugestimmt. Nachdem die Zeit der intensiven Kinderbetreuung und -erziehung für mich vorbei war, kam für mich die Phase “das kann doch nicht alles gewesen sein….”. Soll heißen: ich war viel unterwegs, habe begonnen im Chor zu singen, habe neue Kontakte geknüpft und Leute kennengelernt, mich beruflich stark engagiert und bin wieder öfter ins Kino und Theater gegangen. Nachdem ich einige Jahre so umtriebig unterwegs war, immer begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten, dem Neuen und Spannenden, was es zu erleben galt, stellte sich bei mir mehr und mehr das Gefühl ein, ich lebe nicht mehr mein Leben. Zunehmend stellte sich Unzufriedenheit ein, meine gesundheitliche Situation wurde mit einem mal schlechter und ich hatte das Gefühl, in Riesenschritten dem Burnout entgegenzurennen. Erst die intensive Auseinandersetzung mit dem, was mir wirklich wichtig ist, was mir Wohlbefinden und Entspannung schenkt und welche Stärken und Schwächen meine Persönlichkeit ausmachen, konnte ich wieder “meinen” Weg finden. All dies habe ich übrigens mit dem Programm “Finde deinen Kompaß” für mich erarbeitet. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank dafür ;-))

Bei allen tollen Angeboten, Spannendem, Neuen und Aufregendem, was die Welt zu bieten hat, sollten wir nicht vergessen, dass wir alle nur ein begrenztes Maß an Zeit, Kraft und Energie zur Verfügung haben. Mit zunehmendem Alter (inzwischen habe ich die 50 überschritten) stelle ich fest, dass Ausgeglichenheit, Ruhe und die Fähigkeit, in sich selbst zu ruhen, ein seltenes Gut geworden ist. Heute genieße ich die gelegentlichen Verabredungen und Unternehmungen um so sehr. Ich bin in keinster Weise kontaktscheu oder vereinsamt – brauche aber meine individuellen Freiräume, um die umtriebigen Zeiten gut meistern zu können. Ich singe immer noch im Chor, bin beruflich immer noch sehr eingebunden, engagiere mich kirchlich und tobe mich beim ZUMBA aus, gehe mit meinen Hunden walken und lese für mein Leben gern – aber bei Kino und Konzert sage ich in 9 von 10 Fällen NEIN DANKE, Städtereisen können mir gestohlen bleiben und Klavierspielen werde ich wohl auch nicht mehr lernen. Mein Rat an alle, die dies lesen: hört und spürt, was euch gut tut. Erforscht eure Bedürfnisse und nehmt sie ernst. Genießt das, was ihr tut mit vollen Zügen und findet Freude an den kleinen Dingen des Alltags.
Für mich gibt es einen weiteren Mehrwert in diesem Lebensstil: der Kopf ist endlich wieder frei für eigenes Denken – kein “Müsste, Sollte, Könnte” mehr. Damit einher geht eine grenzenlose Dankbarkeit für das, was ich alles leben und erleben darf ;-)))))))))

    Marianne schreibt am 20. Januar 2013

    Hallo Birgit,

    ein bemerkenswerter Beitrag,
    der mir aus dem Herzen spricht.

    Danke.

    Gabi schreibt am 20. Januar 2013

    Hallo Birgit,
    ich hab noch nie auf einen Kommentar geantwortet, aber irgendetwas an dem soeben gelesenen treibt mich an, dies zu tun. Du sprichst mir aus der Seele, da auch bei mir mit Kindererziehung, Beruf, zusätzlichem Engagement hier und dort, Kontaktpflege zu Freundinnen etc. mein Burnout vorgezeichnet war. Nun mache ich wieder die ersten Gehversuche und mit dem was du schreibst, hab ich das Gefühl, dass auch meine Lösung zum Greifen nahe ist, nur kann ich sie noch nicht packen. Ja, ich glaube, ich hab ich grad das Gefühl, ich sollte mich mit Menschen wie dir vernetzen (Schritt 6), um meiner Lösung besser auf die Spur zu kommen. Nur wo treff ich die? So das musste ich jetzt los werden.

Birgit Roth schreibt am 18. Januar 2013

Liebe Namensvetterin,

ja, da ist was dran, bei dem was du schreibst. Vielleicht ist das in der Tat so: wenn man, wie auch ich, die 50 schon längst überschritten hat, viele Neuanfänge gewagt, lohnende Erfahrungen gesammelt und stets für genügend Abwechslung gesorgt hat, kommt irgendwann der Zeitpunkt mit dem Bedürfnis nach Ruhe, sowohl äußerlich, als auch innerlich. So wäre für mich jetzt, in erster Linie mal der Schritt 9 angesagt. Aber genau der ist es, der für mich wohl die größte Herausforderung darstellt!

Judith Kirchmayr schreibt am 20. Januar 2013

Am meisten angesprochen hat mich der Tipp
“Folge deinen Interessen”.
Das entspricht meiner Erfahrung: dort geht es wirklich lang, wenn ich das tue, schaut bei meiner Suche auch etwas heraus.
Die Frage nach der Bestimmung, dem eigentlichen Lebenssinn habe ich mir in den letzten 50 Jahren immer wieder gestellt und je nach Lebensalter verschiedene Antworten gefunden. Ich glaube, man entdeckt seine Berufung, wenn man einerseits seinen Interessen, seinen Neigungen folgt und andererseits das tut, was gerade die gemäßen Pflichten sind (auch wenn das ein unpopulärer Gedanke ist): Für die nächste Prüfung lernen, Babys wickeln, Kindergeburtstage überleben, Termine checken, Partnerbeziehung akzeptieren oder erstreiten, an die Karriere denken, Rechnungen bezahlen etc. etc.
Irgendwie glaube ich, dass das Leben eine eigene Weisheit hat und wir auch geführt sind, dass wir sowohl selbst nach dem Sinn suchen müssen als auch hinschauen, was gerade von uns verlangt wird. Der Erfolg und der Sinn liegen nicht in den Wolken, sondern im nächsten mutigen Schritt auf der Erde.

Heide Decurtins schreibt am 20. Januar 2013

Dieser Artikel ist wieder sehr gut. Danke.
Mit 52 stand ich vor dem Nichts – Mann verstorben-Job weg, Verpflichtungen ohne Ende. Ich möchte jedem empfehlen es nicht so weit kommen zu lassen – sondern sich ständig in Veränderung zu begeben. Neugierig zu sein. Dies hat nichts mit Herumrennen, Aktivitäten etc. zu tun, sondern: sich zuerst auf sich zu besinnen, in sich nachzuspüren, was will ICH – nicht die anderen – und dann seinen Weg in Ruhe und Vertrauen zu gehen. WIr werden von oben geführt, dies zeigt mir mein Lebensweg genau auf. Zu lernen auch NEIN zu sagen zu Dingen, die man nicht will und JA zu sagen, sich einlassen auf Neues. Mein 2. Diplom erarbeite ich mir mit 57, das 3. mit 62 und heute erlaube ich mir zu zeigen, wie Menschen in die Ruhe und Stille und zu neuen Erkenntnissen kommen. Meditation ist angesprochen, doch ich höre bereits jahrelang aus meinem Umfeld wie interessant dies sei, doch die wenigsten Menschen können sich meditativ auf “etwas” einlassen. Erst dann, wenn es wirklich fünf vor 12 ist – und dies empfinde ich als sehr traurig. Auch einfach mal auf einer Bank sitzen, in die Gegend schauen ist schon meditativ – doch sehen wir uns um, sogar im Restaurant beim gemütlichen Essen liegen I-Phone, Handy etc. jederzeit in der Hand. Ist diese Hektik eigentlich noch lebenswert ? Müssen wir überall präsent sein ? Burn-out – Erschöpfungsdepression etc. müssten nicht sein, wenn wir uns auf unser Menschsein besinnen würden und uns die notwendige Ruhe gönnten. In uns im Inneren liegt alles, das Aussen hat dort nichts zu suchen. Wir geben allem Möglichen die “Schuld”, doch es liegt einzig an uns es uns “gut” gehen zu lassen. Dies ist eine innere Einstellung. Dankbarkeit, Zufriedenheit, Mut zur Veränderung ist für mich der Schlüssel in meinem Leben.

Sonja schreibt am 20. Januar 2013

Birgit,
ich finde den Artikel toll, kann aber auch Deinen Sätzen zustimmen. Ich finde nicht, dass sich beides widerspricht.
Der Artikel sagt ja nicht, dass man sich völlig verausgaben soll, sondern zeigt nur die Möglichkeiten auf, die man nutzen kann. Punkt 7 (aufs Bauchgefühl hören) sagt ja aber eindeutig, dass man in sich hineinspüren soll.

Ich denke eher, dass es vielleicht am Adressaten liegt, wie diese Botschaft aufgenommen wird: Menschen wie Du (und ich übrigens auch) lesen diese ganzen Möglichkeiten und haben irgendwie die Neigung zu denken, man müsse oder solle (oder wolle am liebsten) das alles tun, auch wenn es einen am Ende überfordert. Zumindest mir geht es da so, und ich bin gerade dabei zu lernen, mich nicht ständig zu überfordern. Ich war fast zwei Jahre arbeitslos und habe mich in der Zeit so dermaßen ehrenamtlich engagiert (weil ich eine Aufgabe brauchte, um nicht durchzudrehen), dass es am Ende zuviel wurde und ich mich überforderte. Nun habe ich einen Job mit langer Arbeitszeit plus Pendeln, und es fällt mir schwer, auf meine Ehrenämter und Hobbies usw. teilweise zu verzichten, was aber nun mal nicht anders geht.
Und nun stehe ich genau an diesem Punkt, den dieser Artikel meiner Meinung nach auch anspricht:
Anregungen suchen, Hobbies haben, die einen erfüllen und das Feuer erwecken und den Enthusiasmus, aber auch in sich hineinspüren, wenn es zuviel wird. Schauen, was davon man wirklich machen möchte. Nicht umsonst steht ja dort: “Wenn ich mal nichts tue, aber wirklich nichts tue; nichts konsumiere und nichts mache, sondern einfach nur dasitze, dann werde ich mit der Stille und im gleichen Moment mit mir selbst konfrontiert.” Also nicht ständig nur machen und tun, sondern auch einfach mal still sein und nur da sein. Nicht krampfhaft ständig suchen, sondern sich einfach dem Leben öffnen. Und sich sicher sein, dass man schon dabei ist, seine Bestimmung zu finden, indem man sich öffnet.

Für mich ist gerade das die Herausforderung: Eine gute Mischung finden aus Anregung, aus Vernetzung, aus Dingen, die Freude machen und dem richtigen Einschätzen und Einsetzen meiner Kräfte. Wenn ich etwas mache, das genau mein Ding ist und mir Freude bringt (bei mir zB Singen, auch wenn ich zeitlich dadurch teilweise sehr eingespannt bin), dann strengt das einerseits an, aber ich schöpfe auch Kraft daraus. Wenn ich aber ständig nur Dinge mache, zu denen ich mich verpflichtet fühle oder von denen ich nur denke, dass sie mir gut tun müssten (aber mein Bauch etwas andres sagt), dann verliere ich Kraft.

Lissy schreibt am 20. Januar 2013

Ein wundervoller Artikel wie ich finde! Ich plane gerade mich selbständig zu machen.. meinem Bauchgefühl zu folgen. Ich “achte gerade auf die Zeichen und habe dann hoffentlich den Mut…” Der Artikel hat mich sehr bestärkt auf dem richtigen Weg zu sein .. Vielen Dank.. Bitte mehr davon :o)

    Elias schreibt am 23. Januar 2013

    Hallo Lissy,

    das Selbständig-Machen hat mein Leben auch sehr bereichert und ist ein Kapitel meines Buches “Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte” – Ich kann diesen Schritt nur weiterempfehlen, wenn man sich dazu “berufen” fühlt :)

    lg
    Elias

markus schreibt am 21. Januar 2013

Hallo,
immer wieder versuchen wir mit irgendwelchen Mitteln unser Dasein zu erklären oder wie im obigen Artikel unsere Bestimmung zu finden. Dabei drehen wir uns immer im Kreis. Dann versuchen es Philosophen mit der Vernunft, Gurus mit abstrusen Lebesformen versuchen uns zu beeinflussen oder zu erklären, dass wir wenn wir das und das machen zum Licht kommen etc. Warum frage ich mich, müssen wir immer selber alles können? Um dann zu scheitern?
Wenn meine Heizung nicht funktioniert, dann gehe ich doch auch nicht zum Bäcker, oder? Wenn mein Leben nicht funktioniert, dann suche ich doch denjenigen auf, der mir das Leben gescheckt hat. Warum können wir nicht einfach das annehmen, was uns durch Gott geschenkt wurde? Warum müssen wir uns immer selber erlösen, wenn Gott uns schon durch Christus die Vergebung anbietet?
Sind wir zu stolz? Gilt das vor anderen Mitmenschen zu naiv, eifach an Christus zu glauben? Er sagt, das er der Weg ist. Weiter bietet er sogar an, wenn wir ihn mit ganzem Herzen suchen, dann werden wir in finden. Er möchte, dass wir das leben in Fülle haben. Jeder der hier liest, möchte dies, aber scheinbar kann es keiner von Gott annehmen, sondern vielmehr möchte jeder sagen, ich habe es aus eigener Kraft geschaft. Jetzt mal Hand aufs Herz ihr Autoren, wieviel von euch haben das wirklich von sich aus geschafft? Meine Bestimmung ist es Kind Gottes zu sein mit dem festen Wissen von Grund auf geliebt zu sein. Nur daraus kann ich jeden Tag Kraft schöpfen….

    Sylvia schreibt am 21. Januar 2013

    Hallo Markus,

    aus Deinem Artikel entnehme ich eine
    Hallo Markus,

    auch ich fühle mich überfordert von all den
    Coach-Programmen.
    In Deinem Artikel fand ich zufällig eine
    Bestätigung, – die von oben kommt.
    Denn ich hatte heute plötzlich den selben Gedanken, als ich an einer kleinen Kapelle vorbei kam. Bei all den vielen guten Ratgebern steht immer eines im Mittelpunkt:
    “Meine Theorie ist die einzig wahre”.
    Jeder bietet seine Heilslehre als die richtige an.
    Letztendlich zählt doch nur, ob es mir gelingt, die empfohlene Lebensphilosophie anzunehmen und umzusetzen.

    Zumindest habe ich mir fest vorgenommen, dabei mein Vertrauen in Gottes Segen nicht zu vernachlässigen. Ein Gebet und ein Dankeschön wenn etwas gelungen ist, kann ebenso hilfreich sein. Dann wäre sogar das dankenswert, wenn mit der Hilfe solcher Programme die Lebensqualität wirklich davon profitieren würde. Wer seinen Schöpfer verleugnet, ist m. E. auf dem falschen Weg.

    Insofern begrüße ich Deine Ansicht.

    L.G. Sylvia

David Goebel schreibt am 21. Januar 2013

Wirklich ein wunderschöner Artikel, danke! Bei mir war es so, dass meine Vaterrolle mich zum Neu-Denken angeregt hat. Heute mit 37 denke ich ganz anderes als noch vor 5 Jahren ohne Kinder.
Ohne Lebensvision zu sein, scheint für mich gesellschaftlich gewollt zu sein. Aber für mich macht das Leben sehr viel Sinn, seit ich meine Berufung gefunden habe.
Mein Katalysator, der den Anstoss zum Nachdenken gab, sind wie gesagt meine wunderbaren Söhne.
“was ich schon mit 18 gerne gewußt hätte”: Klar hätte ich mit 18 und dem heutigen Wissen ganz vieles anders gemacht. Aber ohne diese Erfahrungen und auch Wunden, wäre ich heute ein anderer Mensch. Wir müssen unser Leben halt vorwärts leben, aber nur rückwärts betrachtet macht es Sinn. Alle Erfahrungen haben zum heutigen Zeitpunkt geführt und dafür bin ich dankbar.
Auch weil ich mich im gleichen Feld der Visionssuche umtreibe, finde ich es wichtig wieder Menschen zu Ihrem Kern zu begleiten. Damit sie glücklich und erfüllt leben.
Danke für den Artikel und danke für Deinen Beitrag,
David

Silvia schreibt am 21. Januar 2013

Auf alle Fälle finde ich das, was Markus da schreibt, irgendwie interessant und hineindenkenswert.

Lasse auch ich ein großzügiges Angebot ungenutzt? Eigentlich hat der Markus ja recht. Da gibt es die Möglichkeit, auf Christus zurückzugreifen, der ja genau das anbietet, was die Suchenden suchen, und keiner gibt einen Deut darauf. NEIN. Alle „Antworter/innen“ sind sich einig, wie gut und wertvoll doch die „10 Schritte um seine Bestimmung zu finden“ sind. Bis zur Antwort von Markus gehörte ich auch dazu. Ja, war sogar dabei, alles auszudrucken, damit ich es ja nicht vergesse und anfangen kann, die 10 Schritte umzusetzen. Weil ich will ja an mir arbeiten.

Doch nun stelle ich alles in Frage. Bin ich so leicht zu „kaufen“ bzw. zu überzeugen? Die beschriebenen 10 Schritte sind ja wirklich toll. Dabei bleibe ich auch.
ABER:
Hat der Markus nicht NOCH einen Weg aufgezeigt, der irgendwie so ganz anders ist, aber doch auch einer?
UND:
Warum fange gerade ich als Konfessionslose an, darüber nachzudenken?
ODER:
Hat dieser Weg überhaupt etwas mit Konfessionen bzw. Religionen zu tun oder schlicht und ergreifend nur etwas mit Vertrauen, mit Glauben, mit Mut?

Ich glaube, ich bleibe lieber bei den „10 Schritten“. Da kann mir nicht so viel passieren. Da kann ich von einem zum anderen Schritt wechseln und ruhig auch mal scheitern. Es gibt ja noch weitere. Und da kann ich mich einbringen und etwas tun und vielleicht sogar etwas erreichen. Und ich kann pausieren, wenn ich mal keine Lust oder Zeit habe und wenn alle Stricke reissen, dann höre ich eben auf.

Doch wie sollte DAS bitte beim Vertrauen auf/in Gott funktionieren? Was ist mein Part dabei? Ne Ne. Das ist mir zu gefährlich und zu unsicher. Zum Schluss passiert gar nix und ich habe umsonst vertraut. Ja? Sicher?

Birgit schreibt am 21. Januar 2013

Ihr Lieben alle!
Ich war völlig überrascht von den Reaktionen auf mein Statement und danke euch herzlich dafür. Bestätigt es mir doch, dass es nicht nur mir so geht. Beim späteren Lesen meines eigenen Textes ist mir nochmal bewußt geworden, wie sehr ich durch dies “Könnte, Sollte, Müsste” geprägt bin – auf dem Ohr höre ich tatsächlich ganz besonders gut. Vielleicht haben andere Menschen ja die Möglichkeit, solche Aussprüche an sich vorbeiziehen zu lassen. ohne anzudocken – meine Rezeptoren reagieren sofort darauf. Da mag es dann schon mal so sein, dass mich das Überangebot von Möglichkeiten überfordert.
Liebe Gabi, zu deiner Frage, wo du gleichgesinnte Menschen triffst, kann ich nur sagen – überall!! Meiner Erfahrung nach öffnen sich die meisten jedoch erst, wenn man selbst das Thema anspricht. Anfangs habe ich auch erstaunte Reaktionen geernetet, wenn ich geäußert habe, dass mir der dritte oder vierte Abendtermin in einer Woche zuviel ist. Inzwischen höre ich ganz oft: ich kann dich gut verstehen – geht mir auch so!
Mit meinen Freundinnen habe ich übrigens inzwischen vereinbart, dass wir und deutlich zu verstehen geben, wenn’s für eine zuviel wird. Auch das war anfangs recht schwer. Als ich das erste Mal gesagt habe: Ich komme heute nicht zu dir, ich bin so erschöpft und sowieso keine gute Gesprächspartnerin – da habe ich auch noch geglaubt, die Erde tut sich auf und verschlingt mich. Wenn es heute nochmal schwerfällt, wechseln wir einfach mal die Perspektive – denk mal, du wärst jetzt an meiner Stelle, wie würdest du reagieren? Hilft ungemein – schafft ganz viel Nähe und Verständnis füreinander. Einfach mal ausprobieren ;-)

Ulrike schreibt am 21. Januar 2013

Der Beitrag kommt für mich im genau richtigen Moment – ich weiß auch nicht, was meine Bestimmung ist – aber dieser Beitrag über die 10 Schritte zur eigenen Bestimmung ist wirklich toll.
Danke und liebe Grüße!

Katharina schreibt am 22. Januar 2013

Mich hat dieser Beitrag sehr angesprochen und meine Aufmerksamkeit absorbiert, denn er sagt das aus, was mich schon seit langem beschäftigt und stößt einiges davon auch an. Ich bin immer wieder dabei Neues zu lernen, zuletzt ein Instrument, meine Eltern sagten mir mit 10 Jahren sie ich zu alt eins zu lernen, aber sie haben viel Mist erzählt; mit Ende 40 wollte ich dann Ukulele lernen, ganz kurze Zeit später gab es hier an meinem Wohnort den allerersten Kurs und Unterricht, das passte total. Ich werde keine Virtuosin mehr, aber es fühlt sich gut an, sowohl alleine als auch in der Gruppe. Jetzt sehne ich mich nach neuen Herausforderungen und das, was ich kann noch zu erweitern und zu verbessern.
Kurz gesagt, ich fühle mich durch den Beitrag gestärkt , verstanden und motiviert, werde ihn immer wieder durchlesen.
Vielen herzlichen Dank dafür! Und in sich hineinspüren, ob etwas richtig ist , gehört unabdingbar dazu – alles was sich gut anfühlt, ist “richtig”.
Katharina

Katharina schreibt am 22. Januar 2013

Mich hat dieser Beitrag sehr angesprochen und meine Aufmerksamkeit absorbiert, denn er sagt das aus, was mich schon seit langem beschäftigt und stößt einiges davon auch an. Ich bin immer wieder dabei Neues zu lernen, zuletzt ein Instrument, meine Eltern sagten mir mit 10 Jahren ich sei zu alt eins zu lernen, aber sie haben viel Mist erzählt; mit Ende 40 wollte ich dann Ukulele lernen, ganz kurze Zeit später gab es hier an meinem Wohnort den allerersten Kurs und Unterricht, das passte total. Ich werde keine Virtuosin mehr, aber es fühlt sich gut an, sowohl alleine als auch in der Gruppe. Jetzt sehne ich mich nach neuen Herausforderungen und das, was ich kann noch zu erweitern und zu verbessern.
Kurz gesagt, ich fühle mich durch den Beitrag gestärkt , verstanden und motiviert, werde ihn immer wieder durchlesen.
Vielen herzlichen Dank dafür! Und in sich hineinspüren, ob etwas richtig ist , gehört unabdingbar dazu – alles was sich gut anfühlt, ist “richtig”.
Katharina

Andi schreibt am 23. Januar 2013

Hallo Elias,

muss man eine Situation wirklich akzeptieren um zu handeln?
ZB ist meine Wohnung viel zu laut und ich suche jetzt ne Neue weil ich eben mit der jetzigen nicht klar komme…Love it,change it or leave it.
Warum sollte das nicht auch so gehen?
LG
Andi