Ich schreib ganz für mich – Tipps zum Führen eines Tagebuchs
Demnächst werden wir unser neues “Projekt: Tagebuch” starten. Dabei stellen wir Ihnen das Tagebuchschreiben als ein wirkungsvolles Selbstcoaching-Instrument vor und zeigen Ihnen, wie Sie es genau für sich nutzen und wirkungsvoll machen können.
Tagebuchschreiben – das kennen viele. Vielleicht haben Sie es als Jugendliche/r sogar selbst getan? Irgendwann hören die meisten aber leider damit auf. Dabei kann man in jedem Alter sehr vom Führen eines Tagebuchs profitieren!
Hier möchten wir Ihnen Lust aufs Tagebuchschreiben machen – mit Infos und einigen praktischen, kreativen Tipps.
Wozu ein Tagebuch?
“Ein Tagebuch schreiben ist fotografieren mit einem Bleistift.”
Unbekannt
Ein Tagebuch zu führen, ist eine wundervolle Möglichkeit zur Selbstreflektion und Selbsterkenntnis. Und damit ist es ein exzellentes Mittel zur aktiven Lebensgestaltung. In einem Tagebuch schreiben wir über uns und unser Leben und dabei können wir sehr viel über uns, unser Verhalten und auch über unsere “blinden Flecken” lernen.
Indem wir notieren, was wir erleben und was uns bewegt, empfinden wir vieles bewusster. Und das kann gerade für Menschen, die das Gefühl haben, dass die Zeit an ihnen vorbeirenne, sehr wohltuend sein. Auch lassen sich später Geschehnisse leichter zurückverfolgen (und verstehen).
Gerade in schwierigen Zeiten oder Krisen kann das Tagebuch eine sehr große Hilfe bieten, indem man sich alles von der Seele schreiben kann. Schreibend nachzudenken, ist etwas ganz anderes, als wenn wir Themen nur in unserem Kopf bewegen. Aber auch in ganz “normalen” Phasen kann es sehr gut tun, über sich zu schreiben.
Darüber hinaus ist das Schreiben selbst für viele Menschen eine schöne und gewinnbringende Tätigkeit. Schreiben ist ein kreativer und schöpferischer Prozess. Probieren Sie es einfach einmal für sich aus.
Worüber schreibt man denn da?
Menschen, die bisher noch nie ein Tagebuch geführt haben, sind oft unsicher darüber, worüber sie schreiben sollen. Das aber ist ganz einfach: über genau das, was Ihnen durch den Kopf geht:
- Sie können schreiben, was um Sie herum passiert,
- was Sie denken,
- was Sie fühlen,
- was Sie mit anderen Menschen erleben,
- was Sie glauben,
- was Sie hoffen,
- was Sie sich erträumen,
- welche Ziele Sie haben,
- welche Enttäuschungen Sie erleben,
- was Sie ändern möchten,
- worüber Sie glücklich und dankbar sind,
- was Sie gelernt haben,
- was Ihnen gefällt,
- was Sie nicht mögen,
- über Veränderungen
- kurz und gut: Sie können über alles schreiben! Sie brauchen nichts zu unterdrücken, nichts muss Ihnen peinlich sein – denn Ihr Tagebuch ist ganz allein für Sie selbst bestimmt.
Extra-Tipp
Achten Sie darauf, Ihr Tagebuch so wegzulegen, dass niemand in die Versuchung kommt, hineinzuschauen.
Und worauf schreibe ich am besten?
Es gibt viele verschiedene, “klassische” Tagebücher, also Blankobücher mit und ohne Schloss, die man füllen kann. Am besten suchen Sie sich eines aus, was Ihnen gut gefällt. Achten Sie nur darauf, dass es nicht “zu edel” oder “zu teuer” ist, es fällt nämlich oft schwer, solche Bücher auch wirklich voll zu schreiben.
Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten, ein Tagebuch zu führen, von denen Sie hier einige finden:
- Kalender - Es gibt Kalender, die viel Raum für persönliche Notizen bieten und die man auf diese Weise gut als Tagebuch nutzen kann. Der Vorteil ist, dass man durch die Tagesstruktur ein bisschen “diszipliniert” wird, regelmäßig zu schreiben. Der Nachteil ist, dass oft der Platz nicht reicht, wenn man mal etwas mehr schreiben möchte (hier kann man aber ggf. Zettel einlegen).
- Lose Blätter - Sie können natürlich auch einfach lose Blätter nutzen, um regelmäßig für sich etwas zu notieren. Eine Idee hier ist, Tagebuch in Briefform zu schreiben – also an einen realen oder ausgedachten Adressaten. In einem schönen Ordner oder auch in einem passenden Karton können Sie die Blätter gut aufheben. Der Vorteil hier ist, dass Sie was den Platz angeht, vollkommen frei sind. Denken Sie hier immer daran, das Blatt mit einem Datum zu versehen, damit Sie später nachvollziehen können, wann Sie was geschrieben haben.
- Am PC – Sie können selbstverständlich auch den PC nutzen, um ein Tagebuch zu führen. Entweder legen Sie sich dazu eine Datei in Ihrem Textverarbeitungsprogramm an oder Sie nutzen die Möglichkeit der so genannten “Weblogs”. Weblogs sind Tagebücher im Internet – Sie können hier “öffentlich” schreiben oder auch nur für sich. Zu beachten ist hierbei, dass das Schreiben an der Tastatur für viele Menschen einen großen Unterschied im Vergleich zum Schreiben mit der Hand macht – man schreibt “anders”. Probieren Sie aus, was am besten für Sie passt.
Es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten – überlegen Sie einfach selbst, was Ihnen am meisten Lust macht und probieren Sie verschiedene Sachen aus (kreative Tipps dazu finden Sie weiter unten)
Und wann mache ich es?
Die beste Zeit zum Tagebuchschreiben kann nur jeder für sich selbst herausfinden. Der eine schreibt am liebsten morgens zum Start in den Tag, eine andere am liebsten am Tagesende als abschließendes Resümee. Manch einer schreibt regelmäßig, andere unregelmäßig, z.B. immer dann, wenn etwas Besonderes passiert ist.
Was mache ich dann mit den Texten?
Wenn man Tagebuch führt, kann sich schnell eine ganze Menge an Texten, Büchern, Zetteln und Notizen ansammeln. Was macht man damit?
Ich würde dazu raten: in jedem Fall erst einmal aufheben. Es kann sehr spannend und auch erhellend sein, nach vielen Jahren die Aufzeichnungen von damals zu lesen. Auch kann man mal etwas nachschlagen, wenn einem Zusammenhänge nicht mehr so klar sind.
Hin und wieder ist es aber auch sinnvoll, sich von geschriebenen Texten zu befreien. Dann z.B. wenn wir etwas wirklich los- und hinter uns lassen wollen. Aber seien Sie vorsichtig: Texte, die Sie geschrieben haben und vernichten, lassen sich nicht wieder herstellen.
Wichtig: Nur kein Zwang!
Ganz wichtig ist, das Tagebuchschreiben nicht als Zwang, sondern als Chance zu sehen. Sie müssen auch nicht jeden Tag dort etwas eintragen – aber denken Sie zumindest möglichst einmal täglich daran, dass Sie es tun könnten.
Wie viel Sie schreiben, bleibt ganz Ihnen überlassen. Manchmal ist es nur ein Satz – oder vielleicht auch nur ein Wort. Dafür schreiben Sie vielleicht beim nächsten Mal gleich mehrere Seiten. Lassen Sie zu, was kommt.
Fordern Sie auch nicht von sich selbst, “korrekt” oder besonders “schön” zu schreiben. Sie schreiben Tagebuch ganz für sich allein – da ist es vollkommen egal, ob Sie Fehler machen, wie Ihre Schrift aussieht oder wie Sie formulieren. Je freier Sie einfach drauflos schreiben, desto besser.
Nachdem es im ersten Teil dieses Artikels um das Tagebuchschreiben allgemein ging, möchten wir Ihnen hier noch einige Ideen vorstellen, wie man so ein Tagebuch auch ganz kreativ führen kann.
Warum immer nur klassisch?
Beim klassischen Tagebuch schreibt man unter dem jeweiligen Datum, was man erlebt hat oder was einem durch den Kopf geht – und zwar meist in ausformulierten Sätzen, also als Fließtext.
Wem das nicht zusagt oder zu langweilig erscheint, der hat aber auch noch ganz andere Möglichkeiten:
Schreiben, so wie es gefällt
Schreiben muss nicht immer heißen, vollständige Sätze zu verfassen, so wie wir es in der Schule gelernt haben. Sie können z.B. auch einfach nur in Stichworten schreiben. Notieren Sie einzelne Begriffe, Fragmente und Satzteile, genau so, wie Sie Ihnen gerade in den Sinn kommen. Sie können dafür das ganze Blatt verwenden, also ruhig kreuz und quer auf einer Doppelseite oder dem Papierbogen schreiben.
Erlauben Sie sich in Ihrem Tagebuch das spontane Schreiben:
- Sie dürfen Fehler machen,
- Sie dürfen kritzeln,
- Sie dürfen durch-
- und unterstreichen,
- Sie dürfen ganz klein
- und ganz groß schreiben,
- mit links
- und mit rechts,
- Sie können Seiten leerlassen
- oder proppevoll schreiben.
Kreativitätstechniken einsetzen
Auch Kreativitätstechniken lassen sich sehr gut zum Tagebuchschreiben nutzen. Es gibt darunter Schreibmethoden, die sehr anregend sind, wie z.B. das Mind Mapping oder auch die Fragetechnik.
Genauso gut können Sie das so genannte “Automatische Schreiben” nutzen, also ohne Punkt und Komma und ohne Unterbrechung für eine festgesetzte Zeit schreiben.
Oder wie wäre es mit dem Clustern? Hierfür notieren Sie ein beliebiges Wort in der Mitte der Seite und malen eine “Blase” darum. Notieren Sie dann die Begriffe, die Ihnen spontan zu dem Ausgangswort einfallen und malen Sie auch um diese jeweils eine Blase. Von jedem Begriff aus können Sie neu assoziieren. Das klingt in der Theorie vielleicht etwas seltsam – aber probieren Sie es einfach einmal aus!

Mit solchen Clustern kann man sehr gut momentane Stimmungen erfassen. Sie können die Cluster einfach so stehen lassen oder sie auch z.B. zu Gedichten weiterverarbeiten.
Sie können auch hin und wieder ganz systematisch schreiben, indem Sie sich z.B. Listen füllen (“10 Dinge, die ich tun kann, damit es mir besser geht” oder “10 Sachen, die ich noch erreichen will”).
Alles ist möglich
Das Wichtigste ist: einfach alles ist erlaubt! Sie werden sehen: je freier Sie sich selbst schreiben lassen und je spontaner Sie auf das eingehen, was gerade in Ihnen ist bzw. was aus Ihnen heraus will, desto gewinnbringender werden Sie aus sich schöpfen können.
Wichtig ist vor allem, dass Sie sich nicht zensieren. Schreiben Sie auch “Blödsinn” auf, lassen Sie die vielen, ganz unterschiedlichen Stimmen in Ihnen Ausdruck finden.
Extratipp
Nutzen Sie verschiedene Farben zum Schreiben. So können Sie z.B. Ihren unterschiedlichen Grundstimmungen Farben zuordnen (und sehen später auf einem Blick, wie Sie sich wann gefühlt haben) oder Sie machen die Sache einfach nach Lust und Laune bunt.
Manchmal sagen Bilder mehr als Worte
Statt immer nur zu schreiben können Sie auch zeichnen oder malen!
Skizzieren Sie z.B., was Sie erlebt und gesehen haben. Drücken Sie Ihre Gefühle in Bildern oder Farben aus. Nutzen Sie kleine Symbole, um Ihre Texte farbiger und lebendiger zu gestalten.
Das Zeichnen oder Malen fällt vielen Menschen leider noch schwerer als das Schreiben. Hier sind viele fest davon überzeugt, es “nicht zu können”. Aber: Sie brauchen auch gar nicht malen oder zeichnen zu können, um es zu tun. Hier geht es ja nicht darum, “tolle” Bilder zu erstellen, sondern es geht um Möglichkeiten des Selbstausdrucks.
“Schmieren” Sie ruhig einfach nur mit Farben herum, wenn Ihnen danach ist. Zeichnen Sie genauso, wie Sie es können, egal wie krakelig auch immer das Ergebnis ist. Denken Sie daran: das alles ist nur für Sie bestimmt und für niemand anderen.
Das Tagebuch als Sammelmappe
In Ihrem Tagebuch können Sie auch Sachen sammeln, die Sie berührt haben, wie z.B. Gedichte, Textpassagen, Aussprüche o.ä.
Oder Sie nutzen Fotos, Bilder aus Zeitschriften, Erinnerungsstücke wie Eintrittskarten, Postkarten oder ähnliches. Auf diese Weise lassen sich ganze Collagen mit inspirierenden Sachen erstellen!
Wichtig auch hier nur ist: gehen Sie nicht mit einem künstlerischen Anspruch an die Sache heran, sondern machen Sie das, wonach Ihnen spontan der Sinn steht. Es geht nicht darum, die Sache besonders “gut” zu machen, sondern darum, dass Sie sich ausdrücken.
Verschiedene Arten von Tagebüchern
Neben dem persönlichen Tagebuch können Sie natürlich auch noch ganz andere Tagebücher führen, wie z.B.:
- Ein Partnerschaftstagebuch – Ein Tagebuch für Ihre Beziehung. Hier können Sie und Ihr/e Partner/in hineinschreiben, was Sie aneinander lieben und schätzen, wo Sie Probleme sehen, was besprochen werden muss, was Sie gemeinsam erleben, was Sie sich voneinander wünschen und alles, was Sie sich noch mitteilen wollen.
- Ein Schwangerschaftstagebuch – Diese aufregende Zeit in einem Buch zu verewigen ist nicht nur für Sie als Mutter bzw. Eltern lohnenswert, sondern auch Ihr Kind wird später ganz sicher daran Gefallen finden.
- Ein Haustiertagebuch – Mit Tieren kann man viel erleben – schreiben Sie es auf!
- Ein Zielerreichungs-Tagebuch – Gerade bei größeren Zielen kann es sehr hilfreich sein, den Prozess zu dokumentieren.
- Ein Veränderungstagebuch – Bei großen Umbrüchen, wie z.B. Umzügen, Trennungen o.ä. tut es gut, sich alles von der Seele zu schreiben.
- U.a.
Was fällt Ihnen noch ein?
Literaturtipps
- Rosemarie Meier-Dell’Olivio: Schreiben wollte ich schon immer
- Alexandra Johnson: Wie aus dem Leben Geschichten entstehen
- Gabriele L. Rico: Von der Seele schreiben
- Monika Thiel: Glückstagebuch

(7)
Kommentare
Ich bin nicht so richtig der Tagebuchschreiber. Benutzer mehr so ein kleines Notizbuch, in dem ich einfach Zitate, oder kurze Gedankengänge aufschreibe… Damit die Inspiration die gerade fließt auch aufs Papier findet
Hallo zusammen,
ein interressantes Thema. Ich habe seit meiner Jugend Tagebücher geschrieben, nicht ddurchgängig, aber über lange Strecken mehr oder weniger viel. Mir hat daran besonders gefallen, dass ich völlig frei war in meiner Formulierung, dass es nicht darauf ankam, ob die Darstellung schön oder grammatikalisch richtig ist. Faszinierend fand ich dabei, dass die Hand oft wußte, was mir nicht bewußt war. Ist natürlich Quatsch, die Hand weiß nicht mehr, sondern durch das Schreiben werden offenbar unbewußte Gedanken bewußt. Man liest und wundert sich, dass das von einem selbst gedacht wurde.
Und:
obwohl ich nicht den Anspruch hatte, richtig zu schreiben, hatte ich den Eindruck, dass es meine Angst vor dem weißen Blatt beseitigte und dadurch – eher beiläufig – auch die Quaität meines Schreibens erhöhte, sich der Wortschatz erhöhte. Vielleicht, weil es nicht darauf ankommt, dass es perfekt sein muß. Für mich alleine bin ich spielerisch und muß mir nicht überlegen, ob es jemand Anderes auch versteht
Euer Artikel hat mich dazu animiert, in ruhigeren Zeiten wieder ein Papiertagebuch zu beginnen, zur Zeit schreibe ich nur in einem Forum, was eine ganz andere Form darstellt, da lesen plötzlich Menschen mit, was ein wunderbares Feedback darstellt, aber ich bin doch nicht bereit, alles zu schreiben und das wäre manchmal gut, es auszudrücken, das ist die allerintimste Beschäftigung damit, wie es mir geht damit. Denn dort könnte ich jemanden verletzen mit meinen Äußerungen, das Reflektieren in Schritform wäre aber sinnvoll, um mir selbst ganz nahe zu kommen. Es bleibt spannend.
Ein herzliches Dankeschön an Ralf und alle, die sich hier äußern, ich habe schon viel gelernt und vieles hinterfragt
Einen schönen Sonntag
wünscht Monika
Ein herzliches Hallo,
Ich habe seit meiner Kindheit Tagebuch geschrieben. Leider sind sie bei Umzüge immer wieder verloren gegangen. Auch das Lesen von Angehörigen hat mir die Freude zeitweise verdorben. Durch das Lesen Ihrer Seiten habe ich wieder dazu gefunden und es geht mir gut dabei. Lebe allein und kann es auch mal herumliegenlassen und muss es nicht immer verstecken.
Es hat mir in vielen Situationen sehr geholfen, da fand ich einige Dinge nicht mehr so schlimm, als wenn ich es nicht aufgeschrieben hätte. Nehme mir nur leider oft zuwenig Zeit dazu.
Ich freue mich auf jede Woche Ihre Zeilen zu lesen.
Sehr schöne Anregungen hier
)
)
Ich habe große Lust wieder mit dem Tagebuchschreiben anzufangen! Muss mir nur noch ein schönes Buch/Block kaufen.
Ich habe früher schon immer mal Tagebuch geschrieben.. jetzt in einer Krise (Trennung) jedoch so gut wie nicht mehr….
Schwangerschaftstagebuch hab ich damals auch geschrieben.. und eine ganz tolle Idee finde ich das Partnerschafstagebuch… ja, die Idee gefällt mir wirklich sehr
Ich hab noch eine Idee: mit einer schönen entspannenden Musik ( z.B. Chill Out Relaxt Music) schreibt sichs für mich noch leichter…
Liebe Grüsse und einen schönen Sonntagabend,
Lissy
Hab auch einen Tipp: Tagebuch in (eine Art Kalendariums-)Buch schreiben (ohne Wochentage und Jahrwidmung). Die Jahreszahl und den Wochentag schreibe ich dann erst jeden Tag rein…
Bsp.: 2012-So: schöner Tag…
Vorteil: Man kann das Ganze über mehrere Jahre in einem Buch und pro Datum auf einer Seite führen, um dran erinnert zu werden, was man heute vor einem (oder mehreren) Jahr ge(m/d)acht hat. Hintergrund war, dass mir das Lesen alter Tagebücher nie viel gegeben hat davor…
Vergesse aber auch über lange Zeiten mal das Schreiben, ist aber auch egal – oder komme oft nur am Wochenende dazu…
Dani
Hallo, auch ich bin immer mal wieder ein Tagebuchschreiber. Mich hat es allerdings sehr gestört, dass meine Familie keinerlei Rücksicht auf meine Privatsphäre genommen hat. Egal, wo ich mein TB versteckt hatte, es wurde immer gefunden und gelesen. Die dummen Bemerkungen haben mich dann sehr verletzt.
Nun bin ich dazu übergegangen, nur noch kurze Notizen als Gedankenstütze auf Papier zu schreiben und mein eigentliches Tagebuch verschlüsselt auf dem PC zu führen.
Ich habe noch sehr viele Emails von ehemaligen Kollegen, Einträge aus Foren und von meiner Homepage.Zur Zeit “arbeite” ich daran, alles chronologisch zu erfassen. Dabei fällt mir immer wieder noch das eine oder andere ein, was ich dann mit dem aktuellen Datum dazu schreibe. Dadurch erspare ich mir dann die einem Papierbuch fälligen Eintragungen nach dem Motto: “am soundsovielten hatte ich das und das geschrieben. Jetzt fällt mir dazu noch das und das ein.
Ich wünsche allen, dass sie für sich die beste Lösung finden
Liebe Grüße
Petra
Hallo zusammen,
auch ein Thema das mich anpsricht.
Bin auch eine regelmässige Tagebuchschreiberin, die auch so ihre Lücken damit hat. Und wenn diese sich dann vertieft haben, spürte ich irgendwas fehlt mir – es tut mir nicht gut. Ich nehme die vielen Gedanken, die zur Zeit ziemlich unruhig und heftig sind mit in den Schlaf und konnte deshalb nicht gut schlafen (Ein- oder durchschlafschwierigkeiten) Seit einigen TAgen schreibe ich wieder ganz intensiv und ich hatte eine wunderbare tiefschlafende Nacht und bin sogar ohne Wecker wach geworden.
Beim Schreiben kommen auch so tollen Ideen aus dem innersten aus mir heraus. Es öffnen sich wirklich Türen.
Und was ich ganz super finde. Wenn ich so in den alten Einträge lese. Finde ich da sehr viel meiner Träume und Sehnsüchte,die sich bereits verwirklicht haben. Ja beim Schreiben wird als festgehalten vorallem in Universum manifestiert. Das fühlt sich auch unglaublich gut an.
Vielen Dank auch an alle Schreiber und Tipper für die tollen Anregungen zum Thema Tagebuch
Liebe Grüße und allen einen schönen Tag
Iris