Wie coache ich mich selbst? Schritt 1

Menschen, die ein Ziel erreichen wollen oder ein Problem zu lösen haben, können dazu die Hilfe eines professionellen Coaches in Anspruch nehmen. Auf diese Weise haben sie eine Person,

  • die die richtigen Fragen stellt, um z.B. die eigenen Ziele zu überprüfen oder den Gedankenhorizont zu erweitern, wenn man mal feststeckt,
  • die dafür sorgt, dass man seine Ziele nicht zu hoch steckt, bzw. sie in handliche kleine Portionen aufteilt und
  • die einem hilft, dass man auf dem Weg nicht stecken bleibt, sondern sein Ziel wirklich umsetzt.

Nun kann oder will sich nicht jeder einen solchen persönlichen Trainer oder Coach leisten. Für diesen Fall gibt es die Möglichkeit, sich selbst zu coachen.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen eine kleine “Schritt-für-Schritt-Anleitung” bieten, wie Sie ganz praktisch beim Selbstcoaching vorgehen können.

Schritt 1: Legen Sie Ihr Coachingziel fest

Ganz zuerst überlegen Sie sich bitte, was Sie mit Ihrem Selbstcoaching überhaupt erreichen wollen. Also: was genau ist Ihr Ziel?

Wollen Sie z.B.:

  • aufhören zu rauchen,
  • sich selbst mehr annehmen,
  • abnehmen,
  • regelmäßig Sport treiben,
  • Ihr Selbstvertrauen verbessern,
  • beruflich weiterkommen,
  • sich selbst besser organisieren
  • oder was genau ist es für Sie?

Geht es Ihnen darum in bestimmten Situationen,

  • Ihre Gefühle zu ändern,
  • sich anders zu verhalten
  • oder wollen Sie eine andere Einstellung zu bestimmten Dingen gewinnen?

Nehmen Sie sich am besten ein leeres DIN-A4-Blatt und schreiben oben auf das Blatt groß “Mein Selbstcoaching” drauf.

Mein Selbstcoaching

Dann überlegen Sie sich, was Sie erreichen wollen und schreiben dann oben auf das Blatt:

Mein Coachingziel: Ich will …

Lassen Sie sich ruhig Zeit, wenn Sie sich noch nicht 100%-ig darüber im klaren sind, was genau Ihr Coachingziel ist. Manchmal haben wir am Anfang nur eine verschwommene Vorstellung. Ziel des ersten Schritts ist es, diese Vorstellung zu konkretisieren und ein möglichst genaues, erreichbares Ziel festzulegen. Und dafür gibt es Hilfsmittel, wie z.B. die Zielmatrix.

Nutzen Sie die Zielmatrix

Stellen Sie einmal eine Zielmatrix auf, um sich über Ihr Ziel klarer zu werden. Dafür erstellen Sie sich folgende Tabelle:

Was will ich? Genauer? Bereich? Bis wann?

Beantworten Sie nun in den einzelnen Spalten die folgenden Fragen:

Was will ich? Was will ich erreichen, verändern, tun, können oder fühlen?
Genauer? Welches ganz konkrete Verhalten, welches Gefühl, welche Einstellung, welches Ereignis würde zeigen, dass ich mein Coachingziel erreicht habe?
Bereich? In welchen Lebensbereichen oder Situationen will ich mein Coachingziel erreichen?
Bis wann? Bis wann will ich mein Coachingziel erreicht haben?

Hier ein Beispiel:

Was will ich? Genauer? Bereich? Bis wann?
Ich will mich besser organisieren Ich weiß jederzeit, was ich zu tun habe.

(Vielleicht auch interessant: Lebensfreude per E-Mail – 15 einfache Methoden, mit denen Sie sich Ihre Lebensfreude zurückerobern.)

Ich vergesse keine Aufgaben oder Termine mehr.

Bei der Arbeit 31. Januar
Ich habe meine Aufschieberitis im Griff. Ich erledige unangenehme Aufgaben sofort bzw. möglichst schnell.

Ich habe die die Einstellung: “Alle Aufgaben schnell vom Tisch” kultiviert.

Vor allem bei unangenehmen Aufgaben

Wenn ich vor der Entscheidung stehe, eine Aufgabe jetzt oder später zu erledigen

31. Februar
[...] [...] [...] [...]

Versuchen Sie nun selbst einmal, Ihr Ziel mit einer solchen Matrix zu erarbeiten.

Nicht zu viel auf einmal

Achten Sie an dieser Stelle bitte darauf, dass Sie sich nicht zu viel auf einmal vornehmen. Mit zu großen Erwartungen und Ansprüchen zu starten, ist der meist nur ein guter Weg, es nicht zu schaffen. Starten Sie lieber mit einem kleinen Ziel und lassen Sie es später größer werden.

Tipp

Lesen Sie bitte auch unseren ausführlichen Artikel über Zielsetzung.

Und nicht vergessen: Schreiben Sie Ihr Coachingziel auf Ihren Coachingzettel. Das gilt generell für alles, was Ihr Coachingprojekt betrifft. Das Aufschreiben ist ganz wichtig, denn so können Sie noch fokussierter nachdenken, Sie vergessen nichts und Ihr Vorhaben wird verbindlicher, weil Sie alles schwarz auf weiß haben.

Kommen wir nun zum zweiten Schritt im Selbstcoaching.

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