Selbstvertrauen & Selbstbewusstsein – 10 praktische und sofort umsetzbare Tipps

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Viele Menschen möchten selbstbewusster sein. Sie bewundern andere für ein forsches und offenes Auftreten und sind selbst schüchtern oder unsicher. Mehr Selbstbewusstsein zu bekommen, ist ein schwieriges Thema, denn es nützt nicht viel, hier nur an der Oberfläche etwas zu verändern. Beim Thema Selbstbewusstsein / Selbstvertrauen geht darum, wie Sie zu sich stehen und wie Sie sich selbst annehmen lernen können. Es kostet schon ein bisschen Kraft und Energie, an der eigenen Einstellung zu sich selbst zu arbeiten.

Wir können Ihnen hier keine “How-to-do”-Anleitung für mehr Selbstvertrauen bzw. Selbstbewusstsein bieten, denn für jeden bedeutet es etwas ganz anderes, selbstbewusster zu werden. Wir haben Ihnen aber 10 praktische Tipps zusammengestellt, mit denen Sie zumindest beginnen können, sich auf den Weg zu mehr Selbstvertrauen zu machen.

Tipp 1: Ergründen Sie die Ursachen für Ihr fehlendes SelbstVertrauen

Wissen Sie eigentlich, warum Ihr Selbstvertrauen nicht so stark ist, wie Sie es sich wünschen? Es ist sehr lohnenswert, einmal zu überlegen, wo die Wurzeln davon liegen.

Die Gründe für ein mangelndes Selbstbewusstsein / Selbstvertrauen sind vielfältig. Oft sind es sehr frühe Erfahrungen in der Kindheit, die eine tiefe Unsicherheit manifestiert haben. Botschaften an Kinder, wie z.B. “Lass das sein, das schaffst du eh nicht.” oder “Was soll aus dir bloß mal werden?” prägen uns. Darüber hinaus können auch einzelne Erlebnisse wie das Versagen in einer bestimmten Situation oder das Verlassenwerden von einem wichtigen Menschen zu mangelndem Selbstbewusstsein führen. In jedem Fall gehört immer auch eine Unsicherheit über den Wert der eigenen Person und ein “Sich-nicht-annehmen-können” dazu.

Nutzen Sie einmal folgende Fragen, um an Ihre Kindheit zurückzudenken und die möglichen Ursachen für den Mangel Ihres Selbstbewusstseins zu finden:

  • Welche Botschaften über sich selbst haben Sie in der Kindheit gehört? Denken Sie an das, was man direkt zu Ihnen gesagt hat, aber auch das, was über Sie gesagt wurde und das Sie trotzdem mitgehört haben.
  • Was stand in Ihrem Zeugnis über Sie?
  • Wie sind die Menschen, mit denen Sie aufgewachsen damit umgegangen, wenn Sie etwas falsch gemacht haben?
  • Wie groß ist oder war das Selbstbewusstsein Ihrer Eltern oder anderer Erziehungspersonen?
  • Sind Sie verlassen worden? Wenn ja von wem und wie sind Sie damit umgegangen?

Lassen Sie sich Zeit damit, die Ursachen zu finden. Eine 100%ige Antwort werden Sie sehr wahrscheinlich sowieso nicht finden. Der Grund für ein mangelndes Selbstbewusstsein ist in der Regel eine Kombination aus vielen verschiedenen Faktoren. Sinn der Sache ist vor allem, dass Sie sich selbst ein bisschen besser kennen lernen.

Tipp 2: Lernen Sie sich selbst besser kennen

Tipp

Wer bin ich?
Übungen und Fragen, mit denen sie sich selbst besser kennen lernen können.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Selbstvertrauen, ist der, sich selbst besser kennen zu lernen. Oft ist das Bild, das wir von uns selbst haben nämlich stark verzerrt. Wir sehen uns z.B. viel hässlicher, viel dicker, viel unfähiger usw. als wir es sind. Jeder Mensch hat viele liebenswerte Seiten an sich und Fähigkeiten, Eigenschaften und Verhaltensweisen, die ihn oder sie wertvoll und einzigartig machen. Versuchen Sie, sich selbst mit einer liebevollen Distanz zu beobachten und sich einmal so kennen zu lernen, wie Sie einen anderen Menschen kennen lernen würden – offen und neugierig.

Tipp 3: Lernen Sie sich anzunehmen

Selbstbewusstsein braucht als Basis die Selbstakzeptanz. Nur wer sich selbst annehmen kann und zu sich selbst steht, hat Selbstbewusstsein und wirkt selbstsicher nach außen.

Sich selbst anzunehmen, scheint für viele Menschen aber unendlich schwer zu sein. Wir kritisieren uns, hadern mit unserer Figur, unserer Intelligenz und unserem Aussehen. Wir können oft kein gutes Haar an uns lassen und eine innere Stimme nörgelt an uns herum. Meistens sind wir mit uns selbst strenger, als wir es mit jedem anderen Menschen wären.

Selbstannahme können Sie im Alltag üben und praktizieren, z.B. so:

  • Stoppen Sie sich selbst, wenn immer Sie so etwas denken wie “Ich blöde Kuh…” oder “Na toll, ich mach auch immer alles falsch.” Je öfter Sie sich solcher inneren Kritik bewusst werden, desto leichter wird es Ihnen fallen, diese Sätze durch etwas liebevolles und versöhnliches zu ersetzen, wie z.B. “Na, das war nicht so toll, aber gleich mache ich es viel besser.” oder “Das ist heute einfach nicht mein Tag, macht nichts.”
  • Konzentrieren Sie sich auf Ihre positiven Eigenschaften, nicht auf Ihre Schwächen. Wenn Sie Ihren Blick immer nur auf das richten, was Sie nicht können, bekommen Sie ein falsches Bild von sich. Denken Sie immer auch an all das, was Sie gut können. Sie sind in Ihrer Art einzigartig und es ist gut, dass es Sie gibt. Wenn es etwas gibt, dass Sie nicht können, aber gerne beherrschen möchten, nützt es nichts, sich deswegen fertig zu machen. Fällen Sie lieber die Entscheidung, es zu erlernen.
  • Lassen Sie nicht zu, dass man Sie respektlos behandelt. Wenn Sie anderen Menschen erlauben, Sie respektlos zu behandeln, ist das ein herabwertendes Signal an Ihr Selbstbewusstsein. Sie sind es wert, gut behandelt zu werden und können das ruhig und sachlich einfordern. Es wird Ihnen gut tun, wenn Sie für sich selbst einstehen.

Und probieren Sie einmal folgende Übung aus:

(Etwas anderes:  Haben Sie sich schon einmal unser Projekt: Tagebuch angeschaut? Für alle, die sich schreibend selbst coachen möchten. )

Übung

Setzen Sie sich vor einen Spiegel, in dem Sie sich gut sehen können. Schauen Sie sich selbst in die Augen und sagen Sie sich “… (Ihr Name), Du bist ein wundervoller und wertvoller Mensch – ich mag Dich.”

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihnen diese Übung unmöglich erscheint. Es fällt tatsächlich sehr vielen Menschen unglaublich schwer, sich auf diese Weise selbst etwas Nettes zu sagen. Wir sind es nicht gewöhnt und haben alle so etwas gelernt wie “Eigenlob stinkt”. Aber sich selbst zu mögen, ist eine Grundvoraussetzung für ein zufriedenes und glückliches Leben. Und mehr noch – sich selbst zu lieben, ist die Basis dafür, auch andere lieben zu können.

Extra-Tipp

Fangen Sie mit etwas Leichtem an, wie z.B. “Du hast schöne Augen.” Fällt Ihnen das bereits schwer? Üben Sie es.

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