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Psyche auf dem Prüfstand: Persönlichkeitstests (Seite 7 von 8)

Von Irene Galler

Basierend auf den “Psychologischen Typen” von C.G. Jung entwickelten Myers und Briggs einen Fragebogen, der bestimmte Muster und Züge menschlichen Grundverhaltens verständlich und transparent macht.

Vorgestellt: Der Myers-Briggs®-Typenindikator  – Das weltweit am häufigsten eingesetzte Instrument zur Persönlichkeitsanalyse

Wer Unterschiede im Verhalten zwischen verschiedenen Personen bewusst wahrnimmt, über seine eigenen Neigungen bzw. Präferenzen Bescheid weiß und die der anderen erkennt, respektiert und in seinem persönlichen Verhalten berücksichtigt, wird in seiner Umgebung besser zurechtkommen und erfolgreicher sein – sei es im Beruf oder im Privatleben.

Instrument zur Persönlichkeitsanalyse

Der Myers-Briggs Typenindikator (MBTI®) gibt darüber wichtige Aufschlüsse. Er ist mehr als ein Test. MBTI® ist eines der seriösesten und weltweit am häufigsten eingesetzten Instrumente zur Persönlichkeitsanalyse. Allein in den USA erforschen damit jährlich über 3,5 Millionen Menschen ihr Stärken/Schwächen-Profil. Durch kontinuierlich begleitende Forschung ist der MBTI® wissenschaftlich abgesichert, validiert und in Fachkreisen anerkannt. Bis heute ist der MBTI® in 27 Sprachen übersetzt worden, im deutschen Sprachraum allerdings noch nicht sehr bekannt.

Denk- und Wahrnehmungskategorien

Der MBTI® hilft, eigene Denk- und Wahrnehmungskategorien zu erkennen und fremde Kategorien einschätzen zu lernen. Er vermittelt, dass alle Profile prinzipiell gleich wertvoll und hilfreich für die Problemlösung sind. Irritationen zwischen Partnern haben nicht zuletzt ihre Ursachen in Unsensibilitäten. Ist man z.B. selbst extravertiert, sollte man versteckte Signale erkennen, um einem introvertierten Geschäftspartner Zeit zu geben, seine Entscheidung ungestört zu durchdenken. Er ermöglicht dadurch, mit anders strukturierten Personen vorurteils-, stress- und wertfrei umzugehen.

Voraussetzungen

Zu den Voraussetzungen der MBTI® -Theorie zählen vor allem drei Punkte:

Worum geht es beim Myers-Briggs Typenindikator?

1. Die “vier bevorzugten Grundpräferenzen”

Der MBTI macht Ihnen bewusst, welche Neigungen Sie haben in folgenden vier Bereichen:

© Future Systems Consulting

2. Die vier Grundtypen ST, SF, NT und NF

ST SF NF NT
Personen, die sinnlich wahrnehmen und analytisch bewerten sinnlich wahrnehmen und gefühlsmäßig bewerten intuitiv wahrnehmen und gefühlsmäßig bewerten intuitiv wahrnehmen und analytisch bewerten
legen Wert auf Fakten Fakten Möglichkeiten Möglichkeiten
und behandeln diese objektiv analytisch personen-
bezogen
personen-
bezogen
objektiv analytisch
und sind entspre-
chend
praktisch und realistisch sympathisch und freundlich begeistert und voller Ideen logisch und erfinderisch
und finden eine Möglichkeit für ihre Fähigkeiten im Bereich Technik und im Umgang mit Fakten Dienstleistung und praktische Hilfe Kommunikation und Umgang mit Menschen theoretischer und technischer Entwicklungen
und bevorzugen
den Führungsstil
“der bürokratische Organisator” “der freundliche Verhandlungs-partner” “der kollegiale Katalysator” “der unternehme-
rische Architekt”

3. Die “dominante” und “inferiore” Funktion

Einer der beiden Buchstaben wird als “dominante Funktion” bezeichnet. Das heißt, der einen Funktion vertraut man mehr und verlässt sich auf sie (sagt nichts aus, wie sehr man sich darauf verlassen kann). Sie übernimmt die führende Rolle und verleiht der Person Selbstsicherheit. Die vierte oder auch “inferiore Funktion” ist wichtig zu erwähnen, weil sie unsere “verwundbare Stelle”, gleichzeitig aber auch die Herausforderung zur Vollständigkeit darstellt. Größere Schwierigkeiten und Konflikte treten vorwiegend mit Menschen auf, deren dominante Funktion auf die eigene inferiore Funktion stößt.

Persönlicher Nutzen

Der MBTI® wird beim Einzelcoaching bei Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Laufbahnplanung und Teambildung angeboten. Der MBTI® kann aber auch für sich alleine gebucht werden.

Das MBTI® Präferenzprofil

Das MBTI® Präferenzprofil ergibt sich aus der Auswertung eines Fragebogens, der in 10 bis 20 Minuten ausgefüllt werden kann. Die schriftliche Auswertung umfasst folgende Unterlagen:

In einem persönlichen Gespräch, dem “Validierungsgespräch” wird der Klient mit seinem Präferenzprofil vertraut gemacht. Da die Analysewerte validiert werden müssen, also durch den Klienten selbst bestätigt werden und für richtig empfunden werden. Dies fällt vielen Personen schwer, vor allem dann, wenn die Präferenzen nicht eindeutig sind.

In einem persönlichen Gespräch mit einem MBTI® – Trainer bzw. einer MBTI®-Trainerin können viele Strukturen transparenter gemacht werden, als das durch das Studium der Analyse möglich ist.

Für Fragen oder auch bei Interesse an einem MBTI® steht Ihnen die Autorin Irene Galler gerne zur Verfügung.

Literatur zum Thema:

© bei  Irene Galler, MBTI Trainerin,
www.ganzheitscoaching.at