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Die Geschichte von Helen Keller und Anne Sullivan

Von Tania Konnerth2 Kommentare

"Öffne mir das Tor zur Welt: Das Leben der taubblinden Helen Keller und ihrer Lehrerin Anne Sullivan" von Helen E. Waite. – 6. Aufl. – 256 S. – Stuttgart: Freies Geistesleben, 2010. – ISBN-10: 3-7725-2372-2. – ca. 16,- EUR (gebunden)

Es gibt Lebensgeschichten, die einen tief berühren. Für mich gehört die von Helen Keller dazu. Hellen Keller wurde durch eine Hirnhautentzündung mit 19 Monaten blind und taub. Es mutet für mich wie ein Wunder an, dass aus dieser Frau eine Schriftstellerin wurde und ihre Geschichte rückt für mich so manches wieder in die richtige Relation.

Wie es dazu kam und wer ihr maßgeblich auf ihrem Weg half – davon erzählt das vorliegende Buch. Es erschien bereits 1959, hat aber bis heute nichts von seinem Zauber verloren. Es schildert, wie Anne Sullivan als Erzieherin und Lehrerin in die Familie Keller kam und einen Zugang zu dem blinden und tauben Mädchen bekam, mit dem sich vorher keiner verständigen konnte. Sie war die Person, die Helen eine "Stimme" gab, indem sie dem Kind zunächst das Buchstabieren in die Hand beibrachte. Das war der Anfang einer unglaublichen Entwicklung, denn Helen lernte danach verschiedene Blindenschriften zu lesen und zu schreiben, aber auch die normale Schrift zu schreiben und letztlich sogar zu sprechen!

Das sehr berührende Buch vermittelt nicht nur, welches enorme Potential in Helen Keller steckte, sondern zeigt, was ihre Lehrerin alles für sie getan hat. Ihr unerschütterlicher Glaube an das Kind, das junge Mädchen und später die erwachsene Frau, so scheint es, ermöglichte es Hellen Keller ihr Schicksal zu meistern. Es ist die Geschichte einer besonderen Beziehung zweier Frauen auf einem besonderen Weg. Es rührt zu Tränen und macht Mut, auch Schwieriges anzupacken.

Fazit: Eine inspirierende und nahegehende Geschichte über das Meistern eines echten Schicksals.

Bewertung: PunktPunktPunktPunktPunkt

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  1. Jürgen schreibt am 19. April 2010 um 07:17

    Hier eine kleine Anekdote, die sehr gut vermittelt, wie diese ganz besondere Frau das Leben "sah":

    Helen Keller erinnert sich an die Unterhaltung mit einer Freundin, die gerade von einem langen Waldspaziergang zurückgekehrt war. Als sie ihre Freundin fragte, was sie gesehen habe, erwidert diese: »Nichts besonderes.« – »Ich frage mich, wie es möglich sei«, schreibt Helen Keller, »eine Stunde lang durch den Wald zu gehen und nichts von Bedeutung zu sehen. Ich, die nicht sehen kann, entdecke Hunderte von Dingen: Die filigrane Symmetrie eines Blattes, die glatte Oberfläche einer Weißbirke und die raue, kantige Rinde einer Kiefer. Ich, die ich blind bin, möchte den Sehenden einen Rat geben:

    Nutzt euer Augenlicht,
    als würdet ihr morgen
    mit Blindheit geschlagen.
    Lauscht dem Klang der Stimmen,
    den Gesang eines Vogels,
    dem mächtigen Brausen eines Orchesters
    als würdet ihr morgen
    mit Taubheit geschlagen.
    Fühlt jeden Gegenstand,
    als würde euch morgen
    euer Tastsinn in Stich lassen.
    Genießt den Blumenduft
    und lasst euch jeden Bissen
    auf der Zunge zergehen,
    als würdet ihr morgen
    nicht mehr riechen und schmecken können.
    Kostet alle eure Sinne bis zur Neige aus.
    Seid dankbar für den Reichtum,
    die Lust und die Schönheit,
    die die Welt euch schenkt.«

    Ich wünsche allen, die das hier lesen, dass sie am heutigen Tag, in dieser Woche und an allen noch kommenden Tagen mit offenen Augen durchs Leben gehst.

    Alles Liebe,
    Jürgen

  2. Brigitte schreibt am 25. April 2010 um 19:33

    Hallo,ihr Alle,die das lesen: Ich bin 72 Jahre und habe schon viele Bücher gelesen,aber am meisten hat mich das oben genannte Buch beeindruckt.Ich bin durch das Lesen dieses 8uches dankbarer geworden für alles ,was mein Leben betrifft.Ich empfehle es auch ,das Buch zu lesen. - Gleichzeitig nutze ich das Schreiben um Euch,Tanja und Rolf,für Eure wöchentliche Zusendung zu danken aus der ich als "Al?HG1te" auch noch profitieren kann.
    Liebe Grüße von Brigitte Kannewurf