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Tipps zum Alleinsein (Seite 3 von 3)

Aleinsein

Alleinsein kann etwas wirklich Wohltuendes und Heilsames haben. Einmal nur für sich selbst zu sein, können wir ohne Beeinflussung von außen richtig zur Ruhe kommen. Aber die meisten Menschen, die nicht allein, sondern in einer Partnerschaft und / oder mit Kindern leben, haben sehr selten einmal Zeit ganz für sich – ungestört und eben allein.

Vielleicht tun Sie sich einmal ganz bewusst etwas Gutes, indem Sie sich Zeit für sich reservieren und diese ganz ohne die Gesellschaft anderer verbringen.

Chancen und Nutzen des Alleinseins

Tipp

Achten Sie einmal ganz bewusst darauf, was Sie tun, wenn Sie allein sind. Oft machen wir dann Dinge, die wir uns im Beisammensein mit anderen verbieten. Vielleicht können Sie etwas davon ja auch in Ihrem Alltag ausleben?

Alleinsein ermöglicht:

Was Sie tun können, wenn Sie Zeit für sich haben

Hier einige Tipps für Dinge, die Sie tun können, wenn Sie einmal ganz für sich sind:

Auch mal etwas allein bewältigen

Im Alleinsein können wir auch die Erfahrung machen, dass wir in der Lage sind, viele Dinge allein zu bewältigen. Wo wir vielleicht sonst die Hilfe unseres Lebenspartners oder unserer Partnerin in Anspruch nehmen, packen wir nun selbst an. Auch größere Erlebnisse oder Projekte können wir einfach einmal allein bewältigen, denn das stärkt unser Selbstbewusstsein enorm. Jugendliche, die für eine gewisse Zeit allein ins Ausland gehen, erleben in dieser Zeit oft einen großen Entwicklungssprung.

Überlegen Sie doch einmal: Welches Projekt könnten Sie allein bewältigen?

Angst vor dem Alleinsein?

Viele Menschen haben Angst vor dem Alleinsein. Wenn es Ihnen auch so geht, dann ist es vielleicht sehr hilfreich, dass Sie sich einmal bewusst mit Ihrer Angst beschäftigen.

Fragen Sie sich z.B.:

Üben Sie dann vielleicht das Alleinsein zunächst in kleinen Schritten – mal ein Spaziergang allein oder mal einen Abend nur für sich.

Alleinsein als Selbsterfahrung und spirituelles Erlebnis

Siehe auch

Schauen Sie einmal in unsere Buchbesprechung zu  Vision Quest. Eine Vision Quest oder zu deutsch “Visionssuche” ist ein besonderes Erlebnis für Menschen, die einmal ganz allein sein wollen

Der Gedanke des “Retreats”, also des bewussten Rückzugs aus dem Alltag ist uralt. Immer und überall haben Menschen sich aus der “normalen” Welt zurückgezogen. Oft waren es Heilige oder Weise, die über den Sinn des Lebens oder andere Fragen nachdenken wollten.

Aber Sie müssen natürlich kein Heiliger sein, um die heilsame Ruhe des bewussten Alleinseins zu genießen, sondern können einfach von ihnen lernen.

Alleinsein im Alltag organisieren

Es tut jedem von uns gut, auch im Alltag mal kleinere Rückzugsmöglichkeiten zu haben, sei es um einmal Abstand zu gewinnen oder einfach nur tief durchzuatmen. Ein Schild an der Tür “Bitte nicht stören” kann schon ein erster Schritt sein, mal ganz für sich zu sein.

Und warum nicht einmal allein verreisen? Es muss ja nicht gleich eine Weltreise sein. Fahren Sie vielleicht einfach einmal übers Wochenende in eine kleine Pension und lassen Sie sich ganz von Ihren Bedürfnissen und Einfällen treiben. Nehmen Sie sich ein paar gute Bücher mit und vielleicht etwas zu schreiben und zu malen.

Es gibt auch die Möglichkeit, für eine gewisse Zeit in der geschützten Atmosphäre eines Klosters zur Ruhe zu kommen. Erkundigen Sie sich dazu einfach mal bei den Fremdenverkehrsbüros der entsprechenden Regionen.

Literatur zum Thema:

Zum Thema Alleinsein:

Zum Thema Einsamkeit:

Eine inspirierende Geschichte:

Und ein tolles Kinderbuch zum Thema:

  1. Gilbert Dietrich schreibt am 4. August 2011 um 10:44

    Interessant, besonders die Gedanken zur Einsamkeit. Es stimmt, es ist eine Be-Wertung eines eigentlich neutralen Zustandes und man kann sich auch immer mal überlegen, ob man einen Zustand immer wirklich bewerten muss. Statt ein Urteil zu fällen, kann man auch erst einmal versuchen, die Situation wahrzunehmen, wenn man allein ist. Was sehe, rieche, höhre ich? Wie wirkt die Stille auf mich? Was passiert mit meinem Atem, meinem Herzschlag etc. Auch Gefühle registrieren, ohne gleich zu bewerten, ist nicht immer einfach, aber lohnend. Das kann schon oft helfen zu erkennen, dass die Stille unser Freund sein kann. Wenn man natürlich Panikattacken in solchen Momenten bekommt, dann sollte man lieber professionelle Hilfe aufsuchen.

    Was mir noch einfällt: "Einsamkeit" ist nicht immer negativ belegt. In der Romantik z.B.: Waldeinsamkeit von Tieck

    Waldeinsamkeit
    Wie liegst du weit!
    O dich gereut
    Einst mit der Zeit. -
    Ach einzge Freud
    Waldeinsamkeit!

    Waldeinsamkeit
    Mich wieder freut,
    Mir geschieht kein Leid,
    Hier wohnt kein Neid,
    Von neuem mich freut
    Waldeinsamkeit.

  2. Wlado Tudic schreibt am 4. August 2011 um 13:05

    Tips für Alleinsein mochte mir gerne Downladen bitte um Erlaubnis.

    • Judith Wischhof schreibt am 4. August 2011 um 15:35

      Hallo Wlado,

      zum Download haben wir diesen Beitrag nicht. Aber du darfst dir gerne alles bei uns ausdrucken und für dich nutzen :-) Liebe Grüße, Judith

  3. Claudia Schmoll schreibt am 4. August 2011 um 20:17

    Und ist es nicht so, dass wir immer gern den Zustand hätten, den wir grad nicht haben können? Ist zuviel los, wären wir gern allein. Sind wir allein - zuviel allein - wünschen wir uns Gesellschaft. Einsam sind wir dann, wenn wir keine Kontrolle über den Zustand haben, was wir in der Stille mit uns anfangen sollen, oder wann wir wieder in sozialen Kontakt gehen können. Deshalb finde ich die Tipps und Ideen sehr hilfreich, damit umzugehen.

    Einsam kann man aber auch mit einem Partner oder in einer Gruppe sein - und das liegt nicht am/an den anderen, sondern immer in einem selbst.

    Einsamkeit kann uns Wunden zeigen, die z.B. eine Erfahrung des Ungeliebtfühlens hinterlassen haben kann. Kontrolliert die Einsamkeit zu nutzen ist auch eine Technik für Initationsriten, um einen Lernprozess anzustoßen.

    Deshalb finde ich es wichtig, sich bewusst zu werden, wann man sich einsam fühlt (wie gesagt, es kann auch in der Gruppe sein) und seine "Aha-Erlebnisse" sammelt, was man alles "erfindet", um das nicht zu spüren... und dann sich mit dem, was dahinter liegt, zu befassen.

  4. Christina schreibt am 5. August 2011 um 07:46

    Ein sehr schöner und für mich treffender Artikel. Danke dafür!

  5. dina schreibt am 7. August 2011 um 09:02

    Danke für die intereßanten Gedanken. Schon mein ganzes Leben lang war ich immer wieder gerne allein. Ich finde dann den für mich schönsten 'Draht' zu mir. Und während eines Tagebucheintrags fiel mir folgende Wortkonstruktion auf: all-ein. Im all-ein sein mit allem verbunden?! Wunderschön,nicht?