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Der Schlüssel zu einem aktiven Leben: Eigenverantwortung übernehmen!

Von Tania Konnerth4 Kommentare

Eigenverantwortung

Um ein selbstbestimmtes und bewusstes Leben führen zu können, gilt es vor allem zu erkennen, dass nur Sie selbst für Ihr Leben verantwortlich sind.

Der Aufruf zur Eigenverantwortung provoziert

Eigenverantwortung anzunehmen bedeutet z.B.:

Sie sind dafür verantwortlich, dass

Tatsächlich aber machen wir unser Wohlbefinden oft abhängig von anderen Menschen, von den Umständen oder vom Schicksal. Unser Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen, ist deshalb nicht leicht. Wir sind es zu sehr gewohnt, uns gegenseitig Verantwortungen zuzuschieben und fühlen uns deshalb vielleicht bei solchen Aussagen provoziert.

Widerstände, Abwehr und Angst sind ganz natürlich

Die Aussage, dass jeder für sein Leben, für sein Wohlbefinden, sein Glück und seine Erfolge selbst verantwortlich ist, löst bei vielen Menschen Widerstände oder Angst aus. Wie geht es Ihnen damit? Rumort es in Ihrem Bauch? Möchten Sie widersprechen? Fühlen Sie sich überfordert oder unter Druck gesetzt?

Die Konsequenzen eines eigenverantwortlichen Lebens machen vielen Menschen Angst

Vielen von uns bereiten solche Gedanken Unbehagen. Das Gewicht der Eigenverantwortung wiegt auf unseren Schultern und wir setzen uns selbst unter Druck, fühlen uns vielleicht als Versager, wenn wir nicht so erfolgreich sind in Hinblick auf Erfüllung und Zufriedenheit. Vielleicht haben wir das Gefühl, bisher “alles falsch gemacht zu haben”. Vielleicht sagen Sie sich ja auch, dass es schon zu spät sei, um noch etwas zu ändern? Mit solchen Aussagen nehmen Sie sich selbst die Möglichkeit, tatsächlich etwas zu tun und zu erreichen. Es ist nie zu spät, etwas zu verändern. Sie können jederzeit damit beginnen, Ihr Leben aktiver und eigenverantwortlicher zu leben. Sie müssen es nur wollen.

Eigenverantwortung heißt: mit der Erfahrung aus dem Gestern heute leben und nach vorne schauen

Vielen von uns wurden Wunden zugefügt. Wir sind verletzt worden, enttäuscht, vielleicht betrogen. Viele von uns haben eine schlimme Kindheit erlebt oder wir hatten andere ungünstige Startbedingungen. All das hat zu bestimmten Einstellungen und Glaubenssätzen geführt, die wir für uns übernommen haben. Der Blick zurück ist wichtig, um solche Muster zu erkennen und herauszufinden, warum Sie sind wie Sie sind. Erlauben Sie es sich, Mitleid mit sich zu haben, wenn es Ihnen schlecht ergangen ist. All das ist wichtig und vollkommen in Ordnung. Aber ab einem bestimmten Punkt, geht es darum, heute zu leben. Heute für sich selbst zu sorgen, damit es Ihnen morgen gut geht.

Es liegt heute in Ihrer Hand, eigenverantwortlich für sich zu sorgen

Auch wenn wir als Kinder vielleicht unseren Eltern ausgeliefert waren: heute sind wir erwachsen und es liegt in unserer Hand, von nun an für uns selbst zu sorgen. Im Normalfall wird Ihnen das auch niemand abnehmen. Wir müssen selbst dafür sorgen, dass es uns gut geht, dass wir glücklich und zufrieden sind, und dass wir erreichen, was uns wichtig ist.

Ein eigenverantwortliches Leben ist ein großes Ziel

Es ist manchmal hart, für unser Leben selbst die Verantwortung zu übernehmen. Dann können wir uns schnell als Versager fühlen, weil wir es z.B. “einfach nicht schaffen, glücklicher zu sein”. Ein erfülltes Leben zu leben, ist ein großes Ziel. Sie haben sich viel vorgenommen, wenn Sie glücklich und zufrieden sein wollen. Deshalb sehen Sie sich Fehler und Rückschläge nach. Es geht immer wieder auch mal runter. In manchen Phasen gehen wir vielleicht drei Schritte vor und zwei wieder zurück. Aber auch so kommen Sie voran! Geben Sie sich genügend Zeit und nehmen Sie sich Ruhepausen.

Eigenverantwortung heißt auch, gut für sich zu sorgen.

  1. Sonja schreibt am 2. Juni 2011 um 22:57

    Hallo zusammen! Dieser Beitrag erinnert mich an eine Zeit in der ich bemüht und recht erfolgreich mit und nach einem Spruch leben konnte: "Aller Schmerz den Du erfährst, ist selbst erschaffen, Widerstand gegen den Fluss". Wenn es gelingt, so vollständig wie möglich in sich selbst zu ruhen und zum eigenen sein und Handeln ja zu sagen, dann fällt Eigenverantwortung leicht. Oft ist das jedoch anders. Mein Streitpunkt in Sachen Eigenverantwortung sind (geistige, seelische) Krankheiten. Hier fühle ich mich persönlich provoziert: Sind sie zufällig oder ist man, weil man das falsche denkt, die nicht der Mehrheit entsprechende Wahrnehmung hat, selbst daran Schuld? Fasse ich in diesem Punkt die Eigenverantwortung zu weit? Vermutlich liegt es in der Art und Weise wie ich als Individuum damit umgehe und mir immerwieder vor Augen halte, das alles veränderbar ist. Von Möglichkeit zu Möglichkeit freundlich, offen und liebevoll auf mich, die Situation und die anderen Beteiligten schauen, möglichst objektiv bleiben, erkennen was ist und was gerade fehlt und gebraucht wird. Und auch akzeptieren, das es Situationen gibt, in denen ich nicht in der Lage bin, zu ersetzen, einzuspringen, zu geben oder; was oft passiert, Kontakt und Gespräch herzustellen, ohne darüber Schmerz und Trauer zu empfinden. Im Augenblick wünsche ich mir jedenfalls, das mein Maß an Selbstverantwortung gut zu mir und meinem Leben past.

    • Anne schreibt am 3. Juni 2011 um 15:47

      Das mit den geistigen und seelischen Erkrankungen ist ein guter Punkt.

      Ich bin der Ansicht das hier das Modell Selbstverantwortung in der Akuten Phase nicht greifen kann. Später ist es gut, sich damit auseinanderzusetzen, aber zunächst sollte man diese Menschen dort abholen, wo sie sind.

      Wer sagt, ein Mensch, der beispielsweise eine Depression hat, solle bei sich selbst schauen und/oder sei selbst schuld an der Situation (durch die Blume: man kann, wenn man will), der weiß einfach nicht, was eine Depression ist und stößt bei solchen Situationen wohl auch an die Grenzen der eigenen Empathie und Fähigkeit, sich in andere Menschen Hineinzuversetzen.

      Bis es dazu kommt, kann man allerdings viel tun. Ein mit Leid und Seele selbstverantwortlich gelebtes Leben mit einem hohen Maß an diesem "In sich selbst Ruhen"-Faktor ;) kann meiner Ansicht nach größere Krisen im Leben weniger schlimm oder besser bewältigbar erscheinen lassen.

      Ich denke, hier sollte man immer auch von sich und seinen Lebensumständen ausgehen und keinesfalls glauben, dass andere hier ähnlich zu denken und zu handeln haben.

      Ein Mensch mit schweren Schicksalsschlägen (Krebserkrankung/ Tod eines Nahestehenden) wird wohl ebenfalls erst langsam lernen müssen, mit diesen Schocks umzugehen.

      Insgesamt aber ein sehr hilfreicher Artikel =).

  2. Claudia schreibt am 5. Juni 2011 um 10:48

    Mir gefällt der Artikel sehr gut, weil er zusammemnfasst, was man eigentlich weiß, wenn man sich mit persönlicher Weiterentwicklung befasst, aber im Alltag leider immer wieder missachtet. Jedenfalls geht es mir so.
    Klar weiß ich, dass ich mich über den unfreundlichen Verkäufer oder den rücksichtslosen Autofahrer nicht ärgern muss, wenn ich es nicht will, nicht zulasse. Aber meine Reaktion ist häufig in Bruchteilen von Sekunden da, mein Denken folgt erst hinterher. Zumindest gelingt es mir immer häufiger, dann schnell wieder "auf seelisches Normalmaß" zu kommen. Ich arbeitere daran ... :)
    Schwierig finde ich es allerdings, wenn man bei Freunden, Bekannten sieht, dass es ihnen offensichtlich deswegen schlecht geht, weil sie die Umstände und andere Menschen verantwortlich machen für ihre Situation. Hier bin ich immer unsicher, inwieweit man da was zu diesem Thema sagen soll? Einerseits möchte ich nicht bevormunden, zu nahe treten, andererseits will ich helfen, damit es ihnen besser geht. Für mich immer wieder eine schwierige Situation ...

  3. Julia schreibt am 5. Juni 2011 um 22:31

    An sich stimme ich Ihrem Artikel zu, nur beim Punkt sich nicht mehr zu ärgern bin ich nicht Ihrer Meinung. Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, seine Gefühle so weit zu kontrollieren, dass man sich nicht mehr ärgert. Denn ich denke, man hat Grund sich zu ärgern.
    Wenn einen andere Menschen schlecht behandeln, ist es sicher gut sich zu überlegen, wie man der Situation begegnen könnte um sich davon nicht den Tag vermiesen zu lasssen, aber ich glaube nicht, dass es gut ist, wenn ein Mensch dem schon fast gleichgültig gegenübertritt oder sich versucht, dazu zu bringen immer suverän und ausgeglichen zu sein. Ich denke, man verbiegt sich damit selbst und setzt Masken auf. Am Ende kommen die unterdrückten Gefühle zum Vorschein. Nur in einer anderen Form und wahrscheinlich nicht mehr zuordnenbar, was die Sache sehr viel schwerer macht.
    Ich denke, es ist besser sich zu ärgern und dabei aber zu wissen, okay, ich bin frei zu reagieren und wenn ich meinem Ärger jetzt Luft machen will, dann ist das in Ordnung und berechtigt. Das macht es, denke ich, auch dem Gegenüber leichter, damit umzugehen.
    Ich bin immer iritiert von Menschen, die grade unfair behandelt wurden und dann einfach lächeln. Anstatt klar zu sagen, dass sie etwas verletzt hat und das sie das nicht in Ordung finden. Man ist da, denke ich, schnell versucht, Dinge einfach zu ignorieren und wegzulächeln.
    Wahrscheinlich war das gar nicht das, was Sie gemeint haben, aber ich hatte das Gefühl der Artikel ging in die Richtung und da wollte ich das los werden :-)