Zwei wirkungsvolle Denkanstöße zum Thema Aufschieberitis
Wenn Sie nun eine Aufgabe haben, die Sie wirklich nicht länger aufschieben wollen oder können, haben wir hier zwei sehr wirkungsvolle Denkanstöße für Sie:
1. Schieben Sie heute Ihre Aufschieberitis auf
So provokant oder vielleicht auch ironisch Ihnen diese Aufforderung vielleicht vorkommen mag, so ernst ist sie gemeint!
Die Sache mit Ihrer Aufschieberitis kann man nämlich auch einmal ganz anders betrachten: Wenn Sie Ihre Aufgaben öfters aufschieben, haben Sie – neutral und ohne Bewertung gesprochen – die Fähigkeit, Dinge nicht zu erledigen, von denen Sie denken, sie müssten sie eigentlich erledigen. Das muss nicht immer eine Schwäche sein. Es kann in vielen Fällen positive Auswirkungen haben. Vielleicht bewahrt es Sie manchmal von übereilten Handlungen oder zu voreiligen Entscheidungen. Aufschieberitis ist eine Fähigkeit, die nicht grundsätzlich schlecht ist. Das sollten Sie sich vielleicht einmal klarmachen.
Und deshalb hier der Vorschlag: Setzten Sie die Fähigkeit zum Aufschieben doch einmal zu etwas wirklich Nützlichem ein: Sie können zum Beispiel das Aufschieben selbst aufschieben.
Wenn Sie sich das nächste Mal dabei erwischen, wie Sie etwas aufschieben wollen, sagen Sie einfach zu sich selbst: "Ich schiebe einfach morgen wieder auf. Heute ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür." Probieren Sie es einmal aus!
2. Die Welt ist voller kostenloser Motivationstrainer
Wissen Sie eigentlich, wer der erfolgreichste und bestbezahlteste Motivationstrainer auf der ganzen Welt ist? Das Finanzamt. Früher oder später bringt das Finanzamt jeden von uns dazu zu handeln und endlich unsere verflixte Stererklärung zu erledigen oder uns darum zu kümmern, dass sie erledigt wird.
Das macht ein nützliches Prinzip deutlich: Viele Menschen brauchen den Druck von außen, um eine Sache zu erledigen. Das ist einfach so – auch wenn von vielen Erfolgsautoren und Motivationstrainern die Motivation aus uns selbst heraus als der erstrebenswerte Zustand angepriesen wird. Sehr viele Menschen motivieren sich in den meisten Dingen aber in der Praxis nicht selber, sondern lassen sich lieber motivieren.
Diesen Umstand können Sie für sich nutzen. Wenn Sie sich wirklich dazu bringen wollen, etwas zu erledigen, machen Sie Ihr Vorhaben öffentlich und verpflichten sich Ihren Freunden, Kollegen und Bekannten zu einer selbstgewählten Strafe, falls Sie nicht das tun, was Sie sich vorgenommen haben.
Wenn Sie sich zum Beispiel nicht aufraffen können, mit der Steuererklärung anzufangen, dann versprechen Sie Ihren Freunden deren Fenster zu putzen, wenn Sie die Erklärung bis nächsten Sonntag nicht erledigt haben. So schaffen Sie sich den künstlichen Druck, den viele brauchen, um eine Aufgabe zu beginnen.
Weitere praktische Tipps
Und im folgenden finden Sie noch drei konkrete Tipps, mit denen Sie sich leichter für Ihre Aufgaben aufraffen können.




