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Drei praktische Tipps gegen "Aufschieberitis" (Seite 4 von 4)

Und hier finden Sie noch drei ganz praktische Tipps:

Tipp 1: Bringen Sie den Stein ins Rollen

Es gibt ein physikalisches Gesetz – das sogenannte Trägheitsgesetz – nachdem ein Körper in Bewegung eher dazu tendiert in Bewegung zu bleiben. Denken Sie nur einmal daran, wie schwierig es ist, ein Auto anzuschieben, aber wie leicht es fällt, es am Rollen zu halten.

Was heißt das konkret für Sie? Wenn Sie sich zu etwas aufraffen wollen, fangen Sie mit einem kleinen Schritt an. Überlegen Sie sich, was der allerkleinste Schritt ist, den Sie tun können und den tun Sie dann. Dann werden Sie merken, dass Sie ins Rollen gekommen sind und Lust darauf bekommen, die anderen Schritte auch noch zu erledigen.

Wichtig dabei ist aber eines: Verpflichten Sie sich selbst gegenüber nur dazu, den ersten, kleinen Schritt zu Ende zu führen. Stellen Sie sich frei, danach einfach aufzuhören, wenn Sie keine Lust mehr haben. Zwingen Sie sich nicht zum Weitermachen, denn sonst betrügen Sie sich selbst und wissen beim nächsten Mal, dass die Sache mit dem ersten kleinen Schritt leider nicht ernst gemeint ist.

Wenn Sie also Ihre Steuererklärung vor sich herschieben, dann nehmen Sie sich vor, heute den kleinsten Schritt zu erledigen. Nehmen Sie z.B. sich vor, die Papiere aus dem Schrank zu holen und auf den Tisch zu legen. Das ist der kleinste Schritt. Wenn Sie dann noch Lust haben, weiterzumachen, tun Sie es. Andernfalls nehmen Sie sich den nächsten kleinen Schritt für den nächsten Tag vor. So bringen Sie den Stein ins Rollen.

Und eine Steuererklärung, die jeweils in 50 kleinen Schritten an 50 Tagen erledigt wird ist besser als eine, die man ein halbes Jahr vor sich herschiebt und dann einen Tag vor Fristende in einer Nacht-und-Nebel-Aktion erledigt. Ein erster Schritt kann übrigens auch die Planung der Aufgaben sein.


Tipp 2: Planen Sie Ihre Aufgaben

"Auch die längste Reise beginnt mit einem einzelnen Schritt."

Chinesisches Sprichwort

Wenn Sie eine Aufgabe haben, die zu groß ist, um an einem Tag erledigt zu werden, kann Ihnen die Aufgabe von Anfang an schon so unüberwindlich erscheinen, dass Sie gar nicht erst anfangen mögen. In einem solchen Fall macht es Sinn, eine große Aufgabe auf dem Papier in viele kleine und einzeln zu bewältigende Teilaufgaben zu zerlegen. Die Teilschritte wirken dann viel motivierender.

Wenn wir eine große Aufgabe zerlegen, planen und schriftlich durchdenken, gewinnen wir einen Überblick über das, was uns vorher noch als unüberwindlich erschien. So können wir jede noch so große Aufgabe bewältigen. Eine systematische Aufgabenplanung ist eines der wichtigsten Hilfsmittel, um unserer Aufschieberitis bei größeren Vorhaben Herr zu werden. Schriftliche Planung gibt uns Sicherheit und nimmt uns unsere Angst auch vor großen Aufgaben.

Extra-Tipp

Damit Sie im Alltag nicht gerade dann, wenn es darauf ankommt, das Planen vergessen, können Sie ein kleines Schild schreiben, mit dem Sie sich daran erinnern, dass eine große Aufgabe systematisch in Einzelschritte aufgeteilt werden sollte. Am besten finden Sie dafür ein witziges Bild zur Illustration.

Tipp 3: Belohnen Sie sich, wenn Sie etwas erledigt haben

Belohnungen sind, wenn sie richtig und konsequent eingesetzt werden, sehr motivierend. Das können Sie für sich nutzen. Um die Aufschieberitis in den Griff zu bekommen, ist viel Selbstdisziplin nötig und manchmal auch ganz schön viel Druck. Was meinen Sie, wie attraktiv da die richtige Belohung wirken kann!

Überlegen Sie sich immer bevor Sie eine Aufgabe erledigen, wie Sie sich am Ende dafür belohnen wollen. Schreiben Sie diese Belohnung auf und haben Sie sie möglichst in Sichtweite, damit Ihr Blick immer mal wieder darauf fällt. Bei einer großen Aufgabe macht es auch Sinn, sich auch schon für das Erledigen von Teilschritten zu belohnen, um sich sozusagen selbst bei Laune zu halten.

Überlegen Sie sich für jede zu erledigende Aufgabe eine kleine oder größere Belohnung. Machen Sie hier aber nicht den Fehler, sich eine Belohnung auszusuchen, die keine echte Belohung ist. Wählen Sie als Belohnung etwas, das Ihnen ausschließlich Spaß macht und das sich einfach und unkompliziert einlösen lässt. Sonst fangen Sie an Ihre Belohnung aufzuschieben, und das ist nun wirklich nicht der Sinn der Sache.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

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