Die Geschichte eines Nachrufs…
Von Tania Konnerth
"Damit Ihr mich nicht vergesst: die wahre Geschichte eines letzten Wunsches" von Mitch Albom. – München: Goldmann, 2010. – 288 S. – ISBN-10: 3442312302. – ca. 18,- EUR (gebunden)
Mitch Albom ist Autor des wundervollen Buches Dienstags bei Morrie und da ich dieses Buch (und auch die Verfilmung mit dem wundervollen Jack Lemmon) geliebt habe, interessierte mich auch dieser neue Titel von ihm. Inhaltlich ist "Damit Ihr mich nicht vergesst" eine gewisse Herausforderung, denn ich selbst bin weder gläubig noch religiös – und in diesem Buch stehen die Themen Religion, Glaube und Gott im Mittelpunkt.
Der Autor erzählt, wie ihn sein alter Rabbi mit einer Bitte überraschte – er wünschte sich nämlich von Mitch Albom, er möge die Trauerrede an seinem Grab halten. Mitch Albom, zu diesem Zeitpunkt recht weit entfernt von seinem Glauben und seiner Religion, willigt unter der Bedingung ein, den Rabbi immer wieder zu treffen, um ihn besser kennen zu lernen. Und so entsteht eine rührende Beziehung zwischen den beiden, in denen es um Glaubensfragen, vor allem aber um Menschlichkeit und menschliches Sein geht.
Ein weiterer Erzählstrang handelt von Henry Covington, einem Kriminellen, der zum Pastor wird. Diese Seitengeschichte ist geschickt in die Haupthandlung eingeflochten und gibt zusätzliche Impulse in Glaubensfragen und denen unseres Daseins.
Ich habe das Buch gerne, mit Genuss und Spannung gelesen. Mitch Albom kann schreiben und er hat etwas zu erzählen. Er macht nachdenklich und wärmt das Herz.
Fazit: Eine lesenswerte und rührende Geschichte mit Denkanstößen zu Themen wie "Glaube", "Religion", "Tod" und "Leben".
Bewertung: ![]()
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