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Aktiv werden - so kann's losgehen (Seite 2 von 2)

Nach der Einführung nun der Sprung in die Praxis: Wie lässt sich mein Bedürfnis nach Aktion umsetzen?

Fragenkatalog für den Einstieg

Hier haben wir einige Fragen für Sie zusammengestellt, mit denen Sie systematisch herausfinden können, welche Form des Aktiv-werdens für Sie geeignet ist.

Motivation: Was ist mir ein Bedürfnis? Worauf habe ich Lust? Was reizt mich?

Hier geht darum, sich einmal bewusst zu machen, was einem wirklich wichtig ist und wofür man von seinem Herzen aus wirklich gerne aktiv werden möchte.

Einzelfragen könnten hier z.B. sein:

Durch die (möglichst schriftliche) Beantwortung solcher Fragen lassen sich die passenden Einsatzgebiete für Ihr Engagement schon einmal gut eingrenzen.

Einsatz: Was kann und will ich investieren?

Überlegen Sie dann auch einmal, was genau Sie eigentlich investieren wollen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Wie Sie sehen, sind die Möglichkeiten des eigenen Einsatzes durchaus vielfältig. Vielleicht fallen Ihnen ja noch weitere ein?

Output: Was ist mir bei einem Engagement besonders wichtig? Was möchte ich bekommen?

Eine nicht unwesentliche Frage bei jeder Form des Engagements ist die nach dem “Output”, also danach, was für Sie dabei herauskommen soll. Da es bei vielen Formen des Engagements um ehrenamtliche Projekte geht, wird es hier weniger um Summen gehen, als vielmehr um immaterielle Sachen.

An dieser Stelle ist auch der Hinweis wichtig, dass ein Engagement durchaus nicht immer nur uneigennützig sein muss.

So manche gute Geschäftsidee wurde schon aus dem Bedürfnis, etwas zu ändern geboren. Geld zu verdienen sollte vielleicht nicht der Hauptantrieb für ein Engagement sein, aber wenn es möglich ist, mit dem, was einem wirklich wichtig ist, auch Geld zu verdienen, spricht nichts dagegen, das anzugehen. Vom Wortstamm her entwickelte sich “Engagement” übrigens aus dem frz. engager, was “in Gage nehmen” hieß. Eine Gewinnmöglichkeit steckt also sogar im Wort selbst.

Möglichkeiten, aktiv zu werden

Wir können hier als ersten Schritt nur einen sehr groben Überblick über die Möglichkeiten eines Engagements geben, da das ein sehr breites Feld ist. Aber Sie finden hier eine Reihe von ganz verschiedenen Ideen, aktiv zu werden, die Sie hoffentlich dazu inspirieren, sich das zu suchen, worauf Sie ganz persönlich am meisten Lust haben.

Im kleinen Kreis – Familie und Freunde

Schon im engsten Umkreis lassen sich Möglichkeiten finden, sich zu engagieren. Manches davon gilt für viele als “selbstverständlich”, ist aber dennoch zum aktiven Engagement zu zählen:

Schön ist auch zu überlegen, wie Sie sich als Familie oder als Gruppe von Freunden vielleicht gemeinsam engagieren können.

In größerem Kreise – Vereine, Institutionen und Organisationen

Hier wird der Kreis nun sehr groß. Es gibt unzählige Vereine, Institutionen und Organisationen, in denen Sie aktiv werden können:

Wichtig hierbei ist sich klarzumachen, was es bedeutet, Teil einer solchen Organisation zu sein. Mitglied im Verein oder in einer Institution zu werden hat wie alles Vor- und Nachteile. Man hat als Gruppe (zumal wenn es um große Organisationen geht) meist mehr Einflussmöglichkeiten denn als Einzelperson. Weltweit operierende Hilfsorganisationen wie z.B. die “SOS-Kinderdörfer” oder Umweltverbände wie “Greenpeace” können eine Menge Druck ausüben, Gelder zusammenbekommen und die Medien mobilisieren. In solch großen Organisationen ist man aber natürlich meist nur ein winzig kleines Rädchen im Getriebe und muss sich stark an bestehende Regeln und Verhaltensvorhaben halten.

Je kleiner die Organisation ist, desto weniger Einfluss hat sie normalerweise, aber hier sind die Möglichkeiten als Einzelner etwas zu bewirken wiederum größer.

Wiegen Sie ab, was Ihnen wichtig ist. Manchmal muss man schlicht auch ausprobieren, wo man sich am wohlsten fühlt bzw. wo man sein Engagement am wirkungsvollsten einsetzen kann.

Selbst etwas auf die Beine stellen

Es gibt Menschen, die vor allem dann motiviert sind, aktiv zu werden, wenn sie selbst “am Hebel” sitzen. Sprich: wenn sie selbst ein Projekt aufziehen.

Auch das hat Vor- und Nachteile. Selbst etwas aufzubauen, gibt einem alle Freiheiten. Man kann genau das angehen, was einem ganz persönlich wichtig ist. Gleichzeitig macht es aber natürlich auch viel Arbeit, wenn man selbst die Verantwortung trägt. Überprüfen Sie einmal, ob das eine Möglichkeit für Sie wäre.

Zu dieser Art des Engagements gehören z.B. folgende Sachen:

Die Vielfalt des Engagements

Eines dürfte deutlich geworden sein: Es gibt unzählige Möglichkeiten, aktiv zu werden. Unsere kleine Einführung ist nicht vollständig, keine Frage. Aber, wie schon gesagt, hier ist mehr geplant.

Wenn es Sie angeregt hat, einmal ganz konkret zu überlegen, wo und wie Sie sich engagieren könnten, ist der Zweck dieser Einführung vollends erfüllt :-)

Überregionale Linktipps (Auswahl)

Darüber hinaus sind natürlich auch die Kirchen, die Kommunen, die Parteien und viele zuvor genannte Organisationen Ansprechpartner für Sie