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Ein praktisches Beispiel für die Anwendung des 6-Hut-Denkens (Seite 3 von 4)

In Ihrer Firma wird überlegt, ob flexible Arbeitszeitregelungen eingeführt werden sollen. Die Meinungen dazu sind sehr konträr und in zahlreichen Arbeitstreffen konnte bisher keine Einigung erzielt werden. Hier könnten Sie das 6-Hut-Denken anwenden:

Ein Team wird zusammengestellt

Für das nächste Treffen wird ein Team von fünf bis sechs Personen zusammengestellt, dessen Mitglieder aus möglichst unterschiedlichen Bereichen Ihres Unternehmens kommen sollten. Die übergeordnete Fragestellung für das Meeting lautet: “Sollen wir in unserem Unternehmen eine flexible Arbeitszeitregelung einführen?”

Erster Schritt: Alle setzen gemeinsam die verschiedenen Hüte nacheinander auf

Beginnen Sie das Meeting damit, dass alle Beteiligten nacheinander die verschiedenen Hüte aufsetzen und jeder dann laut äußert, was er unter dem jeweiligen Hut zur Fragestellung zu sagen hat. Die Äußerungen werden schriftlich – am besten für alle sichtbar auf Pinnwänden – gesammelt. Im Prozess kann es notwendig sein, die Aufzeichnung der jeweils anderen Hüte zu verdecken, damit diese Aussagen nicht zu sehr beeinflussen.

Beispiele für die Äußerungen der sechs verschiedenen Sichtweisen

Äußerungen des weißen Huts – Fakten zum Thema:

Äußerungen des roten Huts – Emotionen:

Äußerungen des schwarzen Huts – objektive negative Aspekte der Idee:

Äußerungen des gelben Huts – objektive positive Aspekte der Idee:

Äußerungen des grünen Huts – neue Ideen:

Äußerungen des blauen Huts – Zusammenfassung, Organisation:


Die weitere Vorgehensweise

In einer weiteren Phase können die Hüte dann auch ganz gezielt aufgesetzt werden. Zum Beispiel setzen alle den grünen Hut auf, damit zunächst so viele Ideen wie möglich gesammelt werden. Die Ideen können dann mit dem gelben und schwarzen Hut “geprüft” werden. Der blaue Hut würde dann eingesetzt werden, um aus den Ideen konkrete Ziele und Maßnahmen festzulegen.

Jetzt haben Sie einen guten Eindruck davon, wie Sie das 6-Hut-Denken anwenden können, um ein Thema systematisch durchzudenken.