5 Tipps zum Notizen machen
Hier haben wir die, wie wir denken, hilfreichsten Tipps dafür zusammengestellt, wie Sie sinnvoll und effektiv Notizen machen können:
Tipp 1: Schreiben Sie leserlich
So selbstverständlich dieser Tipp klingt, so wichtig ist es doch, auf ihn hinzuweisen. Gerade wenn wir es eilig haben oder wenn viel zu notieren ist, neigen viele zum Klieren. Und so geht es sehr vielen Menschen so, dass sie später ihre eigenen Aufzeichnungen nicht mehr lesen können. Und das ist natürlich ärgerlich.
Denken Sie also daran, dass Sie keine Zeit sparen, sondern sich deutlich mehr Arbeit machen, wenn Sie so schnell schreiben, dass Sie hinterher Schwierigkeiten haben, das Geschriebene zu lesen. Und nutzen Sie den folgenden Tipp, der das Problem “zu viel in zu wenig Zeit notieren zu müssen” reduziert:
Tipp 2: Lernen Sie, das Richtige zu notieren
Eine der wichtigsten Regeln für gute Notizen ist: Reduzieren, reduzieren, reduzieren!
In der Regel schreiben wir viel zu viel auf. Sehr viele Menschen notieren z.B. ganze Sätze – oft aus Angst, etwas Wichtiges zu vergessen bzw. später nicht mehr zu wissen, was wir mit unseren Notizen eigentlich gemeint haben. Diese Angst ist unbegründet. Mit den richtigen Schlagwörtern (Triggerwörter) können Sie jederzeit auch die dazugehörigen Informationen abrufen. Einige Notizmethoden (s.u.) gehen genau auf diesen Punkt gezielt ein.
Lernen Sie hier aus Ihren Erfahrungen, indem Sie sehr bewusst darauf achten, welche Teile Ihrer Notizen im Nachhinein wirklich hilfreich für Sie waren. Prägen Sie sich ein, was vielleicht später fehlte und streichen Sie ruhig gezielt Überflüssiges durch, damit Sie das für die Zukunft plastisch vor Augen haben.
Was unbedingt dazu gehört
Tipp
Lassen Sie immer auch Raum für spätere Ergänzungen.
Eines sollte zu jeder Notiz automatisch dazu geschrieben werden: das Datum (in manchen Fällen auch die Uhrzeit).
Bei Telefonnummern und Zitaten sollten Sie immer den Verfassernamen notieren. Bei Zitaten, wenn möglich, auch immer gleich die Quellenangabe (also als Minimum: Buch- bzw. Zeitschriftentitel, Artikelüberschrift, Autor, Verlag, Erscheinungsjahr bei Büchern, Erscheinungsdatum bei Artikeln und die Seitenzahl), das erspart späteres Suchen und Recherchieren.
Sinnvoll kann auch ein Schlagwort sein, welches den Zusammenhang der Notiz eindeutig kennzeichnet. Hier einige Beispiele:
- Buchidee
- Privat
- Zum Nachdenken
- Zu erledigen
- usw.
Am besten stellen Sie sich hier Ihre eigene Liste an Schlagwörtern zusammen. Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht zu viele nehmen – hier gilt: es soll möglichst einfach sein, Ihre Notizen später mit einem Blick zuzuordnen.
Tipp 3: Immer in eigenen Worten formulieren
Schreiben Sie möglichst nichts wörtlich ab, sondern drücken Sie Informationen immer in Ihren eigenen Worten aus. Durch dieses so genannte “Paraphrasieren” (freies Umwandeln) befassen Sie sich aktiv mit den Inhalten und werden sich diese allein dadurch schon besser merken bzw. später mehr damit anfangen können.
Klar, bei einem Termin ist es natürlich nicht nötig, sich über die Formulierung Gedanken zu machen, aber bei Mitschriften von Vorträgen, bei Notizen, die Sie beim Lesen machen oder auch bei Ideen u.ä. ist es sehr nützlich, die Sache für sich umzuformulieren.
Tipp 4: Probieren Sie verschiedene Notizmethoden aus
Es gibt verschiedene Methoden, Notizen zu machen, von denen wir Ihnen hier einige vorstellen. Sehen Sie diese als Inspiration und Anregung – die beste Methode ist die, die Sie für sich selbst entwickeln!
Das Prinzip der Schlagwörter nutzen
In Bibliotheken werden Bücher “verschlagwortet”. D.h., sie werden aufgrund ihres Inhaltes mit anschaulichen Begriffen regelrecht katalogisiert. So ist ein Buch über Lerntechniken dann z.B. unter “Lernen” und “Lerntechniken” zu finden, aber auch unter “Gehirn”, “Memotechniken” u.ä.
Dieses Prinzip eignet sich hervorragend für unsere Notizen. Auch hier geht es nämlich darum, Begriffe zu notieren, die möglichst anschaulich das beschreiben, was Sie notieren wollen. Bis zu einem gewissen Grad machen Sie das wahrscheinlich schon so, wenn Sie z.B. “Tennis, 15.00″ schreiben statt “Zum Tennisspielen gehen und zwar um 15.00″. Sie sparen sich die überflüssigen Worte und notieren nur ein Wort + die Uhrzeit.
Gerade wenn wir komplexere Inhalte notieren, neigen wir oft dazu, in ganzen Sätzen auszuformulieren und die Sachen viel zu kompliziert aufzuschreiben. Gewöhnen Sie sich auch hier an, die Inhalte auf plakative Begriffe runterzubrechen.
Hier stellen wir Ihnen einige Notizmethoden vor. Diese sind vor allem für komplexere Aufzeichnungen gedacht, aber sie können auch Anregungen für kleine Notizen geben. Ziel aller dieser Methoden ist es, schon beim Aufschreiben zu versuchen, eine gewisse Struktur zu erreichen, die es nachher leichter macht, die Inhalte zu verstehen und auch weiterzuverarbeiten.
Auch gut: Fragen
Sie können Notizen auch sehr gut anhand von Fragen aufbauen. Die Fragetechnik ist zwar schon eine komplexe Denkmethode, aber sie kann prima Anregungen auch für einfache Notizen geben.
Methode Mind Mapping nach Tony Buzan
Das Mind Mapping ist eine ausgesprochen nützliche Methode, um Informationen gehirngerecht aufzubereiten. Sie finden hier eine Einführung sowie eine Anleitung zum Mind Mapping.
VISTEM® von Carmen Thomas
VISTEM® ist eine einfache, praktische und wirkungsvolle Denk-, Kreativitäts- und Kommunikations-Methode, mit der Sie Informationen und Wissen effektiv aufbereiten und darstellen können. Die Idee ist bestechend einfach: sie basiert im Wesentlichen darauf, Haftnotizzettel zu verwenden, um Gedanken zu fixieren. Auch hier werden aber nur Schlagwörter notiert, keine ausformulierten Sätze.
Die Haftnotizzettel kann man in verschiedenen Farben (symbolisch für bestimmte Bereiche) und in verschiedenen Größen nutzen. Die VISTEM®-Erfinderin Carmen Thomas hat daraus ein System entwickelt, mit der Sie Ihre Notizen einheitlich aufbereiten können und immer flexibel für Veränderungen und Erweiterungen sind. Und die Flexibilität ist genau das, was diese Methode so wertvoll macht.
Hier bekommt Sie einen Eindruck, wie man mit dieser Methode arbeiten kann: www.vistem.de
Methoden nach Vera F. Birkenbihl
Buchautorin und Trainerin Vera F. Birkenbihl hat verschiedene Notizmethoden entwickelt, wie z.B.:
- KaWa® (= Kreative Analografie, Wort-Assoziationen)
- „Wissens-ABC“
- Analographie®
- u.a.
Hier geht es vor allem darum, Informationen gehirngerecht aufzubereiten, um sie sich besser merken und um Inhalte vertiefend reflektieren zu können. Wenn Sie sich dafür interessieren, finden Sie unter www.birkenbihl-insider.de weitere Informationen und Literatur.
Tipp 5: Nutzen Sie nicht nur Worte
Tipp
Setzen Sie auch gezielt Farben ein, um Ihre Notizen anschaulicher zu machen. Sie können Dringendes z.B. in Rot schreiben, Ideen mit einem grünen Rahmen versehen, Erledigtes in Schwarz durchstreichen u.ä. So erkennen Sie vieles schon auf einen Blick.
Die meisten Menschen nutzen für Ihre Notizen nur Worte. Dabei kann man hier auch sehr gut Zeichnungen und Symbole nutzen. Das spart Zeit und unser Gehirn kann konkrete Bilder oft viel besser verarbeiten als abstrakte Formulierungen.
Als ein Hauptargument gegen den Einsatz von Bildern wird oft genannt, dass man nicht malen könne. Brauchen Sie auch nicht! Sie wollen ja keinen Kunstpreis gewinnen, sondern Ihre Notizen effektiver gestalten. So lange Sie einen Pfeil als Pfeil erkennen, zwei Punktgesichter als zwei Punktgesichter und dergleichen mehr, reichen Ihre Zeichenkünste aus! Es geht allein darum, dass Sie selbst erkennen, was Sie malen.





Schade, interessante Inhalte auf dem Blog, aber die Schreibschrift macht das Lesen total anstrengend! Das hält man nicht lange durch. Bitte unbedingt ändern.
Für Dorothea
Vielleicht liegt es an Ihrem Computer?
Ich habe überhaupt keine Probleme beim Lesen.
Toller Artikel, ich liebe Notizen, benutze leider noch kein einheitliches System, mal dies, mal das, aber dieser Artikel gibt mir Input, etwas organisierter in Hinblick auf meine Notizen zu sein. Ich schreibe/male lieber mit der Hand, das geht alles einmal durch meinen Kopf & bleibt daher länger/besser haften, auch visuell kann ich mich besser daran erinnern & das ist ja auch ein Hauptziel meiner Notizen. Weiter so tolle Artikel, vielen Dank.
Karin Boening
Hallo, mit Notizen habe ich auch viel zu tun. Dazu drei kleine Ergänzungen, die vielleicht hilfreich sind:
- Seitdem ich mit der Get-Things-Done (GTD) Methode meine Aufgaben strukturiere, habe ich eine ganze Menge an Notizen auch gleich digital ordentlich sortiert. Dazu verwende ich die Software ThinkingRock (http://www.trgtd.com.au/) - gibt's auch in einer freien Variante.
- Ein ganz passabel funktionierendes Mindmap-Programm gibt es mit Freemind auch als freies Programm
http://freemind.sourceforge.net/wiki/index.php/Main_Page
- Auch für Notizen mit es mit Tomboy eine freie Alternative: http://projects.gnome.org/tomboy/index.html