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Was jeder über das Lernen wissen sollte - 1 (Seite 2 von 5)

Hier finden Sie eine kurze Einführung in die Grundlagen des Lernens – gerade soviel, dass Sie ein grundlegendes Verständnis über das Lernen bekommen. Das hilft Ihnen dabei, in Zukunft besser lernen zu können.

Gehirnforschung und Lernen

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Wer sich für dieses Thema interessiert und mehr darüber wissen möchte, der findet im Buch  Stroh im Kopf von Vera F. Birkenbihl  oder in  Die neuen Methoden des Lernens und der Veränderung von Franz Decker mehr.

Neben der Erfüllung zahlreicher anderer Funktionen ist unser Gehirn vor allem auch ein kompliziertes Lern- und Informations-Verarbeitungs-Zentrum. Das Gehirn besteht aus verschiedenen Teilen, deren Beziehung untereinander man sich gut mit dem Bild eines Baumes verdeutlichen kann:

Die Wurzeln des Baumes sind das Stammhirn, welches als der stammesgeschichtlich älteste Teil für die grundlegenden biologischen Funktionen unseres Organismus zuständig ist, wie z.B. für Atmung, Stoffwechsel und Verdauung.

Der Baumstamm ist das Zwischenhirn, ein entwicklungsgeschichtlich jüngerer Teil des Gehirns. Hier im limbischen System entstehen unsere Gefühle, unsere Sexualität, Aggressionen, Motivation u.ä.

Die Baumkrone stellt das Großhirn dar. Unser Großhirn ist für die “höheren” Aufgaben zuständig, wie z.B. Verstand, Logik, Informationsverarbeitung, Gedächtnis, Abstraktionsfähigkeit und Gefühle – und auch für das Lernen. Das Großhirn besteht aus zwei Gehirnhälften. Während die linke Gehirnhälfte im wesentlichen für Ratio, Logik, verbale Sprache, analytischem und linearem Denken zuständig ist, liegen die Funktionen der rechten Hälfte u.a. in der Kreativität, in der Synthese, im bildhaftem, intuitivem und ganzheitlichen Denken.

Linkhirniges und rechtshirniges Lernen

In unserer Gesellschaft sind wir in der Regel das linkshirnige Lernen mehr gewohnt als das rechtshirnige. Linkshirniges Lernen findet über die Sprache, Schrift, Begriffe, logische Beweisketten u.ä statt. Rechtshirnig lernen wir durch Bilder, Metaphern, Vergleiche, Zusammenhänge, Beispiele und Analogien.

Gehirngerecht lernen heißt, beide Gehirnhälften zu nutzen

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Mind Mapping

Um optimal lernen zu können, sollten wir unsere beiden Gehirnhälften zusammen aktivieren und nutzen. In der westlichen Welt wird in der Schule in der Regel die linke Gehirnhälfte viel stärker gefördert als die rechte. Aber gerade das ergänzende Zusammenspiel führt zu wirklichen Lernerfolgen. Praktisch heißt das z.B., mathematische Formeln bildhaft darzustellen, den Inhalt physikalischer Formeln in Form von Geschichten zu präsentieren oder das Schreiben spielerisch und malend zu erlernen. Der Einsatz von Mind Maps beim Lernen  stellt einen optimalen Einsatz beider Gehirnhälften dar. Alles, was für ein gehirngerechtes Lernen nötig ist, ist das Verständnis über die verschiedenen Seiten des Gehirns und Phantasie, um sie zusammen zu aktivieren.

Die Rolle der Emotionen beim Lernen

Aus der Erkenntnis heraus, dass für das Lernen auch unsere rechte Gehirnhälfte eingesetzt werden sollte, folgt auch die Folgerung, unseren Gefühle mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Unsere Emotionen und unsere Befindlichkeit  beeinflussen unsere Lernbereitschaft und -fähigkeit in einem hohen Maße. Lust, Motivation und Freude unterstützen den Lernprozess, während Druck, Angst oder Unlust ihn stören. Deshalb ist unsere innere Einstellung zum Lernen auch so wichtig. Je mehr Freude und Spaß wir beim Lernen empfinden, desto leichter wird es uns fallen. Um uns so wohl wie möglich beim Lernen zu fühlen, sollten wir einen ganzheitlichen Ansatz beim Lernen verfolgen und für Körper, Geist und Seele gleichermaßen gut sorgen. Wenn wir uns z.B. körperlich nicht wohl fühlen oder vom stundenlangen Sitzen verspannt sind, können wir in der Regel nicht effektiv lernen.