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Das ABC der kreativen Möglichkeiten

Von Tania Konnerth

Kreativität ist eine echte Erfolgseigenschaft. Wer kreativ ist, findet in schwierigen Situationen viel schneller einen Ausweg. Kreative Menschen erschaffen wundervolle Dinge. Kreativität macht Spaß und steigert das Selbstbewusstsein.

Und wie wird man kreativ? Ganz einfach, indem man es ist.

Leicht gesagt? Vielleicht, aber die Umsetzung ist gar nicht so schwer. Wir haben hier ganz verschiedene Möglichkeiten kreativ zu werden für Sie zusammengestellt. Für jeden Buchstaben im Alphabet, finden Sie Tipps und Anregungen. Wenn auch nur eine kleine Auswahl aus der Welt der kreativen Möglichkeiten so ist ganz sicher für jede/n etwas dabei. Wir können die vielen Anregungen hier natürlich nicht erschöpfend darstellen. Sehen Sie sie vielmehr als Startpunkt, um einzusteigen und loszulegen.

A wie Andere zum Lachen bringen

Vielleicht eine der schönsten Arten, kreativ zu sein: andere zum Lachen zu bringen. Z.B. durch lustige Geschichten, die wir uns ausdenken oder durch Witze, die wir erfinden oder einfach nur erzählen, durch Faxen und Spielchen, durch Karikaturen oder Sprachspiele und vieles, vieles mehr. Bei Kindern fällt das den meisten Menschen leichter – aber auch Erwachsene lachen gern!

A wie Anders sein

Kreativ sein hat auch ein bisschen was damit zu tun, "anders" zu sein. Nicht zwingend "anders" im Sinn von "besonders" – gemeint ist vielmehr, andere Wege zu gehen. Also z.B. Dinge nicht so zu machen, wie man es immer tut bzw. wie die meisten es tun würden, sondern eben anders. Oder über etwas anders nachzudenken als gewohnt. Einen anderen Standpunkt einzunehmen. Was das bringt? In der Regel neue Erkenntnisse, neue Ideen und neue Ansätze – also Kreativität.

B wie Basteln

Basteln ist nur was für Kinder? Keineswegs! Vor allem deshalb, weil es richtig viel Spaß machen kann – und warum sollten nur Kinder Spaß haben? Schauen Sie am besten einmal im Internet in die diversen Bastelforen – da kann man wirklich staunen, was man alles für schöne Sachen basteln kann. Vor allem die Vielfalt der Materialien und Techniken ist beeindruckend. Und man muss wirklich nicht für alles eine Begabung mitbringen.

B wie Bauen

Kinder bauen sehr gerne – ob nun Höhlen, Sandburgen, Legohäuser oder was auch immer. Wann haben Sie das letzte Mal etwas gebaut? Überlegen Sie doch einmal, womit Sie gleich loslegen könnten: Ein Vogelhäuschen? Ein neues Regal? Ein Hochbeet für den Garten? Eine Sitzbank? Vieles sieht schwieriger aus, als es ist!

B wie Bücher lesen

Bücher zu lesen, heißt sich mit den Gedanken anderer zu befassen. Sei es nun, dass man sich Geschichten erzählen lässt und auf diese Weise in andere Länder oder Zeiten reist oder sei es, dass man mit Hilfe von Sachbüchern sein Wissen erweitert. Lesen bildet nicht nur, das Lesen fördert auch die Kreativität. Weil es uns Anknüpfungspunkte bietet, weil es uns anregt und weil es unseren Horizont erweitert.

Tipp: Lesen Sie ruhig auch Bücher zum Thema "Kreativität" – die Methoden, die darin vermittelt werden, können sehr hilfreich sein.


C wie Chaos

Es heißt, dass Kreativität eine gesunde Form von Chaos braucht. Tatsächlich kann zu viel Ordnung kreatives Schaffen einschränken oder erschweren.

Sorgen Sie also deshalb für kleine "chaotische Ecken" in Ihrem Leben, in denen sich eine kreative Unordnung entwickeln darf. Das kann z.B. ein Kreativplatz sein, der eben nicht so gut aufgeräumt ist. Oder Sie nutzen eine Kreativmethode, wie die freie Assoziation, bei der sie ein großes Blatt Papier nehmen und kreuz und quer (chaotisch!) alles aufschreiben, was Ihnen spontan zu einem Begriff einfällt. Oder Sie richten sich ein kreatives Chaos-Buch ein, in das Sie vollkommen unsortiert Ihre Ideen eintragen, Bildchen malen usw.

C wie Collagen erstellen

Collagen sind eine schöne Möglichkeit, etwas Kreatives zu erschaffen:

C wie Comics

Die meisten Kinder lieben Comics. Mit dem Erwachsenenalter legen das viele ab. Wie schade! Comics sind eine feine Sache, die Kreativität anzukurbeln. Die bunten Bildchen und die Geschichten, die sie erzählen, machen Freude, schenken neue Ideen und können dazu anregen, auch selbst einmal in dieser Richtung aktiv zu werden.

C wie Computer

Mit dem Computer lassen sich unzählige kreative Sachen machen: Bildverarbeitungsprogramme bieten umfangreiche Möglichkeiten, Bilder zu malen, Graphiken zu erstellen, Fotos und Filme zu bearbeiten, Fraktale zu erstellen, 3-D-Graphiken zu entwickeln, Texte zu schreiben und dergleichen mehr.

Worauf haben Sie Lust?

D wie Denken

Denken kann eine ausgesprochen kreative Tätigkeit sein – sofern man darauf achtet, nicht in sich ewig wiederholende Denkspiralen zu geraten. Denken Sie immer möglichst in vielfältigste Richtungen. Drehen Sie Ihre Gedanken um und stellen Sie diese auf den Kopf. Lernen Sie Denkmethoden kennen und entwickeln Sie eigene.

Tipp: Denken Sie immer wieder auch schriftlich! Wenn Sie Ihre Gedanken notieren, kommen Sie sehr oft auf vollkommen andere Ansätze, als wenn Sie sich etwas nur durch den Kopf gehen lassen.

D wie Distanzieren

Manchmal erfordert Kreativität, einen Schritt zur Seite zu machen. Aus einer distanzierten Position heraus sieht man vieles nämlich ganz anders, als wenn man allzu nah davor steht oder ganz und gar in der Situation steckt.

Tipp: Üben Sie Distanz in "einfachen" Situationen, indem Sie im Alltag immer mal wieder gedanklich von außen auf das schauen, was gerade geschieht.

E wie Erfinden

Erfinden – das ist eine echte Königsdisziplin der Kreativität. Hier geht es nämlich nicht nur darum, sich in der Theorie etwas auszudenken, sondern auch darum, zu überlegen, wie sich die Sache konkret umsetzen lässt. Wichtig aber ist, nicht zu früh mit dem kritischen Blick der tatsächlichen Realisierbarkeit an die Sache heranzugehen, da man sich sonst leicht blockiert. Also: erst nach Herzenslust "spinnen" und dann erst an die praktische Umsetzung gehen.

E wie Erforschen

Werden Sie zum Forscher / zur Forscherin! Entdecken Sie immer wieder Neues. Lernen Sie dazu. Erobern Sie sich neue Wissensgebiete. Probieren Sie möglichst viel aus. Sammeln Sie Erfahrungen – und das so vielfältig wie möglich.

Alles, was Sie aufnehmen, alles was Sie lernen, kann von Ihrem Gehirn später für kreative Tätigkeiten genutzt werden.

F wie Fehler

Erlauben Sie sich Fehler! Wer immer darauf bedacht ist, nur nie etwas falsch zu machen, blockiert sich und seine Kreativität. Viele gute Ideen sind sogar aus ursprünglichen Fehlentwicklungen oder falschen Annahmen entstanden!

Also: laden Sie sich und andere ein, Fehler in Kauf zu nehmen, es lohnt sich.

F wie Filmen

Videokameras gibt es ja inzwischen in vielen Haushalten. Und zu allen möglichen Gelegenheiten werden dann die Lieben aufgenommen. Um wirkliche Filme zu machen, braucht man schon ein bisschen mehr Kreativität: Hier gilt es zunächst, sich eine Handlung zu überlegen (also eine Idee zu haben), um diese dann filmisch umzusetzen. Das ist eine feine Herausforderung!

Tipp: Am besten zeichnen Sie vorher die Dramaturgie kurz auf, dann fällt das Filmen leichter.

F wie Fotografieren

Mit dem Fotografieren ist es ein bisschen wie mit dem Filmen – Fotoapparate gibt es fast in jedem Haushalt und fast jeder fotografiert auch hin und wieder. Das Fotografieren kann man aber auch deutlich kreativer gestalten – z.B. indem man sich besondere Motive aussucht, Serien fotografiert oder die Bilder dann mit einem Fotoverarbeitungsprogramm künstlerisch überarbeitet.

Tipp: Ein Grundkurs in Sachen Fotografie kann sehr nützlich sein.

F wie für Freiraum sorgen

Kreativität braucht Freiraum. Wer sich und sein Leben bis in die letzte Ecke durchgeplant und ausgefüllt hat, dem wird meist das fehlen, was man "kreative Muße" nennt. Warum fallen einem oft im Urlaub so viele Dinge ein, die man gerne tun würde? Weil man dort mal wieder Luft und Raum für Neues hat.

Tipp: Sorgen Sie für "freie Stunden" in Ihrem Leben, also für Zeiten, in denen Sie nichts tun müssen (aber alles tun können).

G wie Gartengestaltung

Der Garten ist für viele Menschen vor allem mit "Rasenmähen" und "Gießen" verbunden. Aber man kann sich dort auch herrlich kreativ austoben. Ob Sie nun Blumen in künstlerischen Zusammensetzungen pflanzen oder Wege gestalten, ob Sie den ganzen Garten neu planen oder mit einem kleinen Beet beginnen – die Arbeit in der Natur regt den Geist an und tut dem Körper wohl.

G wie Gehirn-Jogging

Rätsel, Denksportaufgaben und ähnliche Hirnaktivitäten trainieren die grauen Zellen, was sich positiv auf unsere Kreativität auswirkt. Es gibt spezielle Bücher und Magazine, die Gehirn-Jogging-Aufgaben anbieten, aber Sie finden auch in vielen Zeitschriften oder auf Webseiten diverse Rätselangebote. Nutzen Sie diese für die kleine Hirnübung zwischendurch.

G wie Geschichten erfinden

Viele Eltern lesen ihren Kindern zum Einschlafen Geschichten vor. Wie wäre es, wenn Sie sich einfach selbst welche ausdenken? Und vielleicht auch Geschichten für andere Menschen, die Ihnen nahe stehen? Oder Sie entwickeln Geschichten, um etwas zu erklären oder anschaulich zu machen. Oder Sie beschreiben in Geschichtenform, was Sie erlebt oder erkannt haben.

Tipp: Wenn Sie Ihre Erkenntnisse in Geschichtenform aufbereiten und sammeln, erhalten Sie nach und nach ein wichtiges Dokument über Ihre eigenen Entwicklungsschritte.

H wie Handarbeiten

Handarbeiten sind ein Klassiker in Sachen Kreativität. Manch einem scheinen Stricken, Häkeln & Co vielleicht etwas altmodisch, aber tatsächlich kann man hier viele schöne Dinge selbst erschaffen. Lernen Sie ruhig verschiedene Handarbeitsmethoden kennen, denn jede von ihnen hat etwas ganz Eigenes und nur weil man die eine nicht mag, heißt es nicht, dass auch all die anderen nichts für einen sein müssen.

Tipp: Viele von Ihnen kann man auch prima beim Fernsehen machen :-)

H wie Handwerkeln

Handwerkeln ist meist noch eine Männerdomäne. Schade eigentlich, denn warum sollte nicht auch frau den Hammer schwingen und sich an Handwerksprojekte machen? Ein Blick in eine entsprechende Zeitschrift könnte Sie inspirieren, mal wieder was zu werkeln oder es eben neu zu erlernen – fürs Haus, den Garten, fürs Hobby, zum Verschenken oder Behalten.

I wie Ideen produzieren

Eine wundervolle Art, kreativ zu sein, ist Ideen zu produzieren. Zu allem Möglichen:

Tipp: Wichtig ist, in der Ideenfindungsphase noch nicht zu werten. Also bitte nicht so etwas denken wie "Das kann man ja gar nicht umsetzen". Einfach nur sammeln und Freude daran haben, wie einem mit ein wenig Training immer mehr und mehr einfällt.

I wie Informationen sammeln

Informationen können eine wichtige Grundlage für kreatives Schaffen sein. Wer z.B. Problemlösungen entwickeln will oder Erfindungen machen will, muss meist schon allerhand wissen, um hier wirklich voranzukommen. Gut informierte Menschen tun sich auch leichter damit, Verknüpfungen zu erstellen und Zusammenhänge zu verstehen.

Tipp: Entwickeln Sie sich Ihr ganz persönliches Informationsverarbeitungssystem – angefangen von der Recherche bis hin zur Archivierung.

I wie Inspiriert werden

Inspirationen finden sich einfach überall – schauen Sie sich um! Ob es nun Begegnungen mit anderen sind, die uns zu einer Geschichte anregen, ob es die Farben in der Natur sind, die uns zum Malen bringen, ob es ein Musikstück ist, welches unsere Phantasie beflügelt oder ob es ein konkretes Problem ist, das unser Hirn zum Entwickeln von Lösungsansätzen motiviert.

Die Welt ist voller Inspirationen oder besser gesagt: die Welt ist Inspiration.

J wie Jonglieren

Das Jonglieren soll eine sehr gute Möglichkeit sein, effektiv unsere beiden Hirnhälften zu aktivieren und somit die Kreativität zu fördern. Probieren Sie es einfach mal aus – denn: es macht auch Spaß!

K wie Kochen

Dass Kochen etwas sehr Kreatives sein kann, haben die Medien schon seit einer ganzen Weile festgestellt. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Kochsendungen und nicht umsonst verkaufen sich Rezeptbücher hervorragend. Lassen Sie sich also selbst einmal zur Kreation kulinarischer Köstlichkeiten inspirieren.

K wie Komponieren

Klar, zum Komponieren braucht man schon einiges musikalisches Grundwissen – aber falls Sie vielleicht schon eine schöne Melodie im Kopf haben oder es Ihnen reizvoll erscheint, einmal ein eigenes Lied zu erschaffen, lohnt es sich, sich dieses Wissen anzueignen. Vielleicht finden Sie auch jemanden, der Ihre kleine Melodie professionell in Noten fassen kann.

Und hier geht es weiter zum zweiten Teil des ABCs mit den Buchstaben L bis Z.