Finden Sie heraus, was Ihre Konzentration steigert
Unsere Konzentrationsfähigkeit lässt sich durch eine ganze Reihe von Faktoren fördern und steigern. Allerdings müssen Sie erst herausfinden, welche Faktoren Ihnen persönlich helfen, denn nicht alles wirkt bei jedem gleich.
Die Grundbausteine Ihrer Konzentration
Unsere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit hängt eng zusammen mit unserer körperlichen und auch seelischen Verfassung. Die hier folgenden Hinweise sollten grundsätzlich beachtet werden, wenn Sie leistungsfähig bleiben wollen:
- Sorgen Sie dafür, ausreichend Schlaf zu bekommen.
- Verschaffen Sie sich Erholungsphasen zum Auftanken. Sie brauchen Ruhephasen, in denen Sie einfach mal nur die Seele baumeln lassen können.
- Gestalten Sie Ihre Freizeit so, dass Sie dort einen Ausgleich zu Ihrer normalen Tätigkeit finden.
- Neue Impulse bringen Kraft und Energie und motivieren uns.
- Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und genügend Bewegung. Außerdem müssen Sie ausreichend trinken, denn Ihr Gehirn braucht viel Flüssigkeit, um gut arbeiten zu können.
- Achten Sie auf ausreichend frische Luft und gute Lichtverhältnisse – möglichst natürliches Tageslicht.
Neben diesen Faktoren ist es sinnvoll herauszufinden, was Ihre Konzentration im Einzelnen zusätzlich fördert. Manche Menschen sind z.B. gleich früh am Morgen am energievollsten und können sich da am besten konzentrieren. Andere arbeiten am liebsten nachts. Hinzu kommt, dass wir nicht an jedem Tag in der gleichen Verfassung sind, so dass sich das, was wir an einem Tag brauchen, um uns gut zu konzentrieren, von Tag zu Tag ändern kann. Achten Sie also auf sich und lernen Sie Ihre persönlichen Bedürfnisse zu erkennen.
Mit Stimulantien, wie z.B. Kaffee sollten Sie übrigens besser vorsichtig umgehen. Kurzfristig können Sie damit zwar Ihre Aufmerksamkeit und Konzentration steigern, aber sie sinkt dann wieder rapide ab. Kaffee entzieht Ihrem Körper Wasser. Ein gesunder Flüssigkeitshaushalt ist aber wichtig, für Ihre Konzentration.
Pausen sind echte Konzentrationsförderer
Konsequente und regelmäßige Pausen sind eine unerlässliche Voraussetzung für eine gute Konzentrationsfähigkeit. Viele Menschen neigen dazu, über ihre Grenzen hinweg zu arbeiten und sich zu stark “zu pushen”. Der Effekt davon ist, dass Sie irgendwann einfach zu erschöpft sind oder dass Sie sich selbst boykottieren, um nicht mehr in diesen Stress zu müssen.
Tipp
Stellen Sie sich einen elektronischen Planer oder eine Zeitschaltuhr so ein, dass Sie alle 45 oder 60 Minuten an Ihre Pause erinnert werden.
Machen Sie also rechtzeitig Pausen und nicht erst, wenn Sie schon vollkommen erschöpft sind. Tanken Sie immer wieder zwischendurch neue Energien, denn so schaffen Sie es, auch auf Dauer leistungsfähig zu bleiben. Wichtig ist, dass Sie Ihre Pausen nicht mit Tätigkeiten füllen, für die Sie erneut Konzentration brauchen, wie z.B. lesen oder fernsehen. Viel besser ist es, einfach aus dem Fenster zu schauen oder z.B. über einem Mandala zu meditieren, wenn Sie etwas dafür übrig haben. Auch Bewegungs- und Atmungsübungen oder ein Spaziergang sind gut geeignet, die Konzentration wieder zu stärken.
Konzentrationsfördernde Faktoren bei der Arbeit oder beim Lernen
Interesse - Interesse sichert Konzentration. Denken Sie einmal daran, als Sie das letzte Mal ein wirklich spannendes Buch gelesen haben oder als Ihnen jemand etwas erzählt hat, das Sie richtig interessiert hat. Sicher haben Sie da um sich herum kaum noch etwas wahrgenommen und waren ganz bei der Sache. Das Schöne ist, dass man mit ein bisschen guten Willen fast alles interessant finden kann – das ist vor allem eine Frage Ihrer inneren Einstellung.
Abwechslung - Eine Grundregel lautet: Abwechslung bringt Spaß und Langeweile tötet jede Konzentration. Aber dennoch muss Abwechselung sehr individuell mit den Bedürfnissen der jeweiligen Person abgestimmt werden. Es gibt Menschen, die regelrecht aufblühen, wenn sie viele Dinge gleichzeitig tun können und sie springen spielerisch von einer Aufgabe zur nächsten und wieder zurück. Andere fühlen sich angesichts zu vieler Aufgaben überfordert und verzetteln sich. Abwechselung muss aber auch nicht das Springen von einer Aufgabe zur nächsten heißen, sondern kann in einem Wechsel der Arbeitsmethoden bestehen oder vielleicht auch einfach darin, den Raum zu wechseln und mal draußen auf dem Balkon zu arbeiten. Finden Sie heraus, wie viel Abwechselung Sie persönlich brauchen und was Ihre Konzentration fördert.
Überschaubares Arbeitspensum und Schritt-für-Schritt-Vorgehen – Zu große und unüberschaubare Aufgaben entmutigen uns. Wir verwenden dann mehr Energie darauf, uns Sorgen darüber zu machen, dass wir scheitern werden, als darauf, die Arbeit effektiv und konzentriert zu erledigen. Unterteilen Sie deshalb jede Aufgabe – ob nun auf der Arbeit, ob Sie etwas lesen oder lernen wollen – in viele kleine Einzelschritte. Machen Sie sich einen Plan, nach dem Sie diese Einzelschritte nacheinander abarbeiten. Haken Sie das Erledigte ab, denn so behalten Sie den Überblick und können gleichzeitig Ihre Erfolge sehen.
Konzentrationsfördernde Arbeitstechniken - Eignen Sie sich konzentrationsfördernde Arbeitsweisen an und nutzen Sie diese. Hier müssen Sie vielleicht einfach ein bisschen rumprobieren, womit Sie persönlich am besten klarkommen. Wenn Sie gut damit lesen und lernen können, indem Sie wichtige Textpassagen mit einem Leuchtstift markieren, tun Sie dies. Vielleicht ist es für Sie aber auch günstiger, die Informationen gleich auf Karteikärtchen zu schreiben oder Bilder dazu zu malen. Das Mind Mapping ist z.B. gut dafür geeignet, Informationen und Wissen auf eine Art zu strukturieren und zu organisieren, dass uns das Lernen leichter fällt. Lernen Sie möglichst viele verschiedenen Methoden kennen und stellen Sie sich Ihren eigenen kleinen Methodenkasten zusammen.
Faktoren im Arbeitsumfeld
Unser Arbeitsumfeld ist für unsere Konzentrationsfähigkeit von großer Bedeutung. Finden Sie heraus, was alles konkret für Sie wichtig ist, damit Sie sich in Ihrem Arbeitsraum gut konzentrieren können. Hier finden Sie einige Tipps, worauf Sie z.B. alles achten können:
- Sorgen Sie dafür, dass Sie in wichtigen Konzentrationsphasen nicht gestört werden, z.B. indem Sie das Telefon ausschalten, ein Schild mit “Bitte nicht stören” an die Tür hängen u.ä.
- Achten Sie darauf, dass Ihr Tisch und der Stuhl optimal für Sie angepasst sind, denn Schmerzen und Verspannungen stören jede Konzentration.
- Sorgen Sie für gute Lichtverhältnisse, frische Luft und haben Sie immer einen Krug mit frischem Wasser auf Ihrem Tisch stehen.
- Räumen Sie alles Störende und Ablenkende aus Ihrem Sichtfeld, so dass Sie nur das zur Hand haben, was Sie für die jeweilige Aufgabe brauchen.
- Wählen Sie als Wandschmuck nur unauffällige Bilder, die Ihre Aufmerksamkeit nicht ablenken.
- Schaffen Sie sich die Möglichkeit, in Ihrem Arbeitsraum kurze Bewegungspausen durchführen zu können – Sie brauchen dafür also ein bisschen Platz und am besten eine Turnmatte griffbereit.
- Probieren Sie aus, ob bei Ihnen leise Hintergrundsmusik konzentrationsfördernd wirkt. Bei vielen Menschen tut es das und in diesem Fall können Sie sich eine kleine Sammlung von CDs bereitlegen.
Lernen Sie auch von anderen
Fragen Sie doch einfach auch noch möglichst viele andere Menschen danach, was denen dabei hilft, sich zu konzentrieren. Schreiben Sie sich die Ratschläge der anderen ruhig auf. So bekommen Sie viele verschiedene Tipps, die Sie nach und nach ausprobieren können.






Es kann aber auch passieren, daß man, wenn man die totale Konzentration beherrscht, als unnahbar gilt. Danke für Deine Erklärung, das hilft mir, zu argumentieren, falls es nötig werden sollte.