7 Tipps für ein effektiveres Lesen - Teil 1
Von Ralf Senftleben
Sowohl im Beruf als auch im Privatleben haben wir immer mehr Informationen zu verarbeiten. Bücher, Fachzeitschriften, Berichte, Artikel im Internet, und, und, und – alles will gelesen, verstanden und gemerkt werden. Viele Menschen wünschten sich, sie könnten schneller lesen, damit sie mehr Informationen in weniger Zeit bewältigen können. Und in der Tat gibt es dazu verschiedene erfolgversprechende Strategien und Techniken.Wir stellen Ihnen hier 7 Tipps vor, mit denen Sie in Zukunft schneller und wirkungsvoller lesen und mehr behalten können.
Tipp 1: Entspannen Sie sich
In einem lockeren und entspannten Zustand können wir am besten lernen und verstehen. Überlegen Sie einmal selbst – wann können Sie Informationen besser aufnehmen: Wenn Sie unter Druck stehen, Ihre Muskeln verspannt sind, Sie keine Zeit haben und alles über Ihnen zusammenbricht oder wenn Sie locker und ruhig sind, sich Zeit nehmen und die Sache gelassen angehen? Aber: Wie wird man gelassen und entspannt? Eine Antwort auf diese Frage geben uns unsere Gehirnströme.
Die Ströme in unserem Gehirn schwingen abhängig von unserem mentalen Zustand in unterschiedlichen Frequenzen. Gerade wenn wir entspannt und gelöst sind, produziert unser Gehirn die sogenannten Alpha-Frequenzen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass wir Informationen am besten verarbeiten können, wenn wir in diesem Alpha-Zustand, also besonders entspannt sind.
Wie können wir unsere Gehirnwellen nun aber dazu bringen, in den Alpha-Zustand zu gehen? Dazu gibt es verschiedene Methoden, z.B.:
- Stellen Sie sich vor, Sie würden mühelos einen Apfel auf Ihrem Hinterkopf balancieren. Wenn Sie das für eine halbe Minute konzentriert machen, geraten Sie früher oder später in den Alpha-Zustand.
- Schließen Sie die Augen und zählen Sie konzentriert von 20 rückwärts bis 1. Wenn Sie bei eins angekommen sind, dann produziert Ihr Gehirn wahrscheinlich schon Alpha-Wellen. Falls nicht, einfach noch einmal zurückzählen.
- Defokussieren Sie Ihre Augen – damit ist gemeint, den Blick nicht mehr scharf auf einen Gegenstand zu richten, sondern einfach verschwimmen zu lassen – und schauen Sie leicht schräg nach oben in die Ferne. Nach einiger Zeit kommen Sie in den Alpha-Zustand.
Tipp 2: Machen Sie sich zu Beginn Ihr jeweiliges Leseziel klar
Kennen Sie das? Wenn man sich ein neues Auto gekauft hat, dann sind die Straßen plötzlich voll mit diesem Fahrzeugtyp oder wenn wir anfangen, uns für ein bestimmtes Hobby zu interessieren, dann entdecken wir in der Zeitung plötzlich Werbung zu diesem Thema, die wir früher einfach überblättert haben.
Unsere Wahrnehmung arbeitet mit sogenannten “Filtern”. Diese Filter filtern aus der Flut an Reizen, die uns ständig umgeben, nur das heraus, was gerade für uns interessant ist. Diesen Umstand können Sie auch für das Lesen nutzen. Definieren Sie dazu Ihr Leseziel im Vorfeld, so dass Ihre Wahrnehmungsfilter genau die Informationen herausfiltern können, die wichtig für Sie sind.
Am besten schreiben Sie vor dem Lesen einige Fragen auf, die dieses Buch, dieser Artikel oder diese Internetseite Ihnen beantworten sollen. Es reicht aber auch, solche Fragen im Geiste zu formulieren. Was erwarten Sie an Antworten aus der Lektüre? Welche Informationen brauchen Sie? Wenn Sie diese Frage geklärt haben, dann vergrößern Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die nützlichen Informationen in Ihrem Lesestoff finden.




