7 Tipps für ein effektiveres Lesen - Teil 2
Hier erfahren Sie, wie Ihnen das Vertrauen beim Lesen hilft und warum Sie nur Romane von vorne nach hinten durchlesen sollten.
Tipp 3: Haben Sie Vertrauen
Viele Menschen setzen sich selbst beim Lesen bewusst oder unbewusst unter einen großen Erfolgsdruck: “Wenn ich etwas lese, dann muss ich es auch hinterher haarklein verstanden haben. Und zwar jedes Detail.” Leider funktioniert unser Gehirn so nicht. Das Vorhaben ein Buch nach einmaligem Lesen voll und ganz erfasst zu haben, ist im Normalfall von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Aber es gibt ein wirksames Gegenmittel gegen diesen inneren Druck, den sich viele Menschen beim Lesen machen, und dieses Gegenmittel heißt: Vertrauen.
Haben Sie das Vertrauen, dass sowohl Ihr Gehirn als auch Ihr Unterbewusstsein die für Sie wichtigen Informationen aus jedem Lesestoff herausfiltern werden. Gerade unser Unterbewusstsein nimmt sehr viel mehr auf, als wir rational erfassen können und präsentiert uns das Wissen dann im geeigneten Augenblick.
Siehe auch
Buchbesprechung zu Paul Scheele: Photo Reading.
Die Methode Photo Reading nutzt die Fähigkeit des Unterbewusstseins sogar dazu, um ganze Buchseiten in Sekundenschnelle gleichsam mental zu fotografieren.
Wenn Sie mit der Erwartung oder mit dem Zwang an ein Buch herangehen, alles verstehen und behalten zu müssen, dann erzeugen Sie einen Druck, der ” Tipp 1: Entspannen Sie sich” genau zuwider läuft.
Also: Bleiben Sie locker und gelassen und haben Sie Vertrauen darin, dass Ihr Unterbewusstsein das Wichtigste für Sie aus der Lektüre herauslesen wird.
Tipp 4: Überfliegen Sie Ihre Lektüre
Viele Menschen lesen Fachbücher oder Ratgeber genauso wie Romane: vorne mit der ersten Seite beginnen und dann das Buch Seite für Seite durcharbeiten. Leider ist das, was vor allem für die sogenannte “Schöne Literatur” – also Romane, Geschichten oder Gedichte gedacht ist, bei Fach- und Sachbüchern nicht besonders geeignet. Dieses Vorgehen führt nämlich leider oft dazu, dass viele mit der ersten Seite beginnen, bis Seite 10 oder 20 weiterlesen und das Buch dann weglegen und nie mehr anrühren. Meistens stehen die wichtigsten Informationen aber gerade nicht auf den ersten paar Seiten. Wenn Sie also guten Willens sind, und Ihr Buch von vorne beginnen, aber dann schnell aufgeben, werden Sie das Wichtigste wahrscheinlich verpassen.
Es gibt eine viel bessere Methode für das Lesen von Informationstexten jeder Art: Überfliegen Sie Ihre Lektüre zuerst. Lesen Sie bei einem Buch den Klappentext. Schauen Sie sich das Inhaltsverzeichnis genau an. Überfliegen Sie alle Überschriften oder Zwischenbemerkungen, wie Graphiken, Kästchen oder Marginalien (Seitenrandhinweise). Blättern Sie einfach ein bisschen herum und tauchen Sie selektiv dort ein, wo etwas für Sie interessant ist und hören Sie auf, wenn Sie etwas nicht mehr interessiert. Sie müssen ein Informationsbuch oder -text nicht von vorne nach hinten lesen. Entscheidend ist, dass Sie die Informationen bekommen, die Sie suchen.
Ein guter Tick ist auch, jeweils die ersten und letzten Absätze eines Buchkapitels zu lesen, denn am Anfang erfährt man oft, worum es geht und am Ende kann man die Schlussfolgerungen oder sogar eine Zusammenfassung lesen. Versuchen Sie es ruhig einmal.
Lesen Sie ein Fachbuch oder einen Ratgeber also eher wie eine Zeitung. Wenn Sie der Sportteil am meisten interessiert, dann blättern Sie zuerst zum Sportteil.




