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7 Tipps für ein effektiveres Lesen - Teil 3 (Seite 3 von 3)

Mit unseren letzen drei Tipps erfahren Sie, wie Sie Ihre Lesegeschwindigkeit verbessern und das Gelesene besser behalten können.

Tipp 5: Mehrere Wörter auf einmal erfassen

Der Vorgang des Lesens ist ein schrittartiges Springen von Wort zu Wort. Auch wenn es uns eigentlich wie eine fließende Augenbewegung vorkommt, so hüpfen unsere Augen in Wirklichkeit, etwa so:

Nun dauert es viel länger, wenn man tatsächlich von jedem Wort zum nächsten springt, also wenn man größere Abschnitte erfassen kann. Und tatsächlich kann es unser Gehirn besser: Wir müssen gar nicht jedes Wort einzeln betrachten, sondern wir können mehrere Wörter auf einmal wahrnehmen und verstehen. Das braucht ein bisschen Übung, aber es geht.

Sie springen dann praktisch nicht mehr von Wort zu Wort, sondern von Wortgruppe zu Wortgruppe und erfassen so zwei, drei oder auch mehrere Wörter auf einmal. Dazu ist es hilfreich, die Augen ein wenig zu defokussieren, so das die Buchstaben ganz leicht verschwommen sind.

Um das zu üben können Sie in jeden beliebigen Lesestoff mit dem Bleistift und einem Lineal senkrechte Linien einzeichnen. Dann springen Sie mit dem Auge jeweils von Linie zu Linie. So trainieren Sie Ihre Augen, bald auch ohne diese Hilfen eine Zeile nicht mehr Wort für Wort zu erfassen, sondern in zwei oder drei Sprüngen.

Fangen Sie zuerst mit drei Strichen an und üben später mit zwei Strichen. Bei ausreichender Übung ist es sogar möglich, mehrere Zeilen auf einmal zu erfassen.

Unsere Augen und unser Gehirn können mehr, als wir denken. Wir haben Lesen in der Schule aber leider auf eine Art und Weise gelernt, die nicht optimal ist. Wenn Sie diese Techniken schon in der Schule gelernt hätten, würden Sie sie heute als ganz selbstverständlich erachten und sich über jeden wundern, der auf eine andere Weise liest. Also, versuchen Sie es einfach!

Tipp 6: Vermeiden Sie beim Lesen das Zurückspringen

Außer darauf zu achten, die “Augensprünge” beim Lesen zu vergrößern, können Sie auch noch einen weiteren Geschwindigkeitskiller ausmerzen – nämlich das Zurückspringen. Wenn wir das Gefühl haben, etwas noch nicht verstanden zuhaben, springen wir oft mit unseren Augen einige Worte oder sogar Sätze zurück.

Um nun die Lesegeschwindigkeit zu erhöhen, gilt es wieder Vertrauen zu haben. Der Sinn eines Lesestoffes erschließt sich nicht in einzelnen Wörtern oder Sätzen. Auch wenn wir einzelne Wörter oder Sätze nicht verstehen, können wir trotzdem den Sinn und die Aussage unseres Lesestoffs erfassen. Es gibt also keinen Grund, mit den Augen ständig zurückzuspringen und Dinge noch einmal zu lesen.

Tipp 7: Streichen Sie wichtige Informationen im Text an und machen Sie sich Notizen

Das beste Lesen ist nichts wert, wenn man sich hinterher nicht an die Informationen erinnern kann. Eine sehr hilfreiche Methode dafür ist es, sich während des Lesens Notizen machen und die wichtigen Informationen anzustreichen.

Siehe auch

Mind Mapping

Lesen Sie also immer mit einem Stift in der Hand und streichen Sie alles an, was Ihnen wichtig erscheint. So können Sie sich hinterher auf die wichtigsten Passagen konzentrieren, wenn Sie das Buch noch einmal lesen wollen oder müssen.

Wiederholungen sind der Schlüssel zum Behalten und wenn Sie schon beim Lesen alles Wichtige anstreichen, wissen Sie später genau, welche Teile es lohnen, wiederholt zu werden.

Sie können sich während oder nach dem Lesen auch Notizen zum Gelesenen machen. Dazu eignen sich besonders Mind Maps. Dadurch, dass Sie das Gelesene mit eigenen Worten aufschreiben, verarbeiten Sie das Wissen noch einmal auf eine ganz andere Art, als beim Lesen. Das Reproduzieren des Wissens ist eine wirkungsvolle Technik, wenn Sie sich dauerhaft etwas merken wollen.

Literatur zum Thema: