Das Brain-Gym - Teil 1
Von Tania Konnerth
Das Brain-Gym® ist eine sehr effektive Methode, mit der Sie Ihre Lern-, Konzentrations- und Gehirnleistungen aktivieren und verbessern können.
Im Grunde ist das Brain-Gym® nicht anderes als Gymnastik für das Gehirn. Anders als beim sogenannten Gehirnjogging geht es hier aber nicht um Denksportaufgaben, sondern tatsächlich um körperliche Bewegung. Das Brain-Gym® besteht aus einer Reihe verschiedener Übungen, durch die Sie besser und einfacher lernen können. Wir gehen hier kurz auf die theoretischen Hintergründe des Brain-Gym® ein und stellen Ihnen dann einzelne Übungen vor.
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Die theoretischen Grundlagen in diesem Text stammen aus dem Buch Bewegung – das Tor zum Lernen
Das Lernen ist ein ganzheitlicher Prozess
Das Lernen ist ein sehr viel vielschichtigerer Prozess, als oft angenommen. Lernen findet nicht nur im Kopf statt. Vielmehr ist unser gesamter Organismus daran beteiligt. Die Neurophysiologin und Pädagogin Carla Hannaford hat sich seit 20 Jahren der Thematik des Lernens gewidmet. Sie spricht in Ihrem Buch "Bewegung – das Tor zum Lernen" in diesem Zusammenhang vom Geist-Körper-System.
Die Bedeutung der Bewegung für das Lernen
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Carla Hannaford fand heraus, dass Bewegung eine ganz wesentliche Rolle beim Lernen spielt. Ohne Bewegung bleibt das Lernen unvollständig und uneffektiv. Wir lernen, indem wir durch unseren Körper mit der Welt interagieren. Wir nehmen sensorische Reize über unsere fünf Sinne und über unseren sogenannten "Vestibularapparat" auf. Der Vestibularapparat ist ein System aus verschiedenen Körperteilen und Organen und ist für die Koordination unserer Bewegungen und für unser Gleichgewicht zuständig. Durch unseren Vestibularapparat können wir uns aufrecht bewegen und im Raum orientieren. Und beim Lernen ist dieser Vestibularapparat immer mit beteiligt. Alle Bewegungen, die wir bewusst oder unbewusst während des Lernens machen, beeinflussen den Lernprozess nachhaltig und ermöglichen ihn erst.
Für eine optimale Entwicklung des Lernapparats ist Bewegung nötig
Indem ein Säugling sich zu bewegen beginnt und lernt, die Bewegungen nach und nach zu koordinieren, indem er dann zu krabbeln lernt und sich später den aufrechten Gang aneignet, werden immer wieder zentrale Teile des Gehirns stimuliert und weiterentwickelt. Die Orientierung im Raum, das Gleichgewicht und das Einstellen auf die Schwerkraft aktivieren immer wieder den Vestibularapparat des Kindes und machen neues Lernen möglich. Fehlen diese Stimulationen, kann sich das Gehirn nur eingeschränkt entwickeln.




