Suggestionsformeln entwickeln - Teil 2
Wenn Sie Ihre Basisaffirmation formuliert haben, geht es nun darum, diesen Satz zu variieren und zu erweitern.
Variieren Sie ihre Suggestionsformel
Für die Autosuggestion brauchen Sie nicht nur eine Affirmation zu einem Ziel, sondern mehrere – am besten so viele wie möglich! Variieren Sie deshalb Ihre Suggestionsformel und fügen Sie diese Variationen zu Ihrer Grundformel hinzu. Wie schon gesagt, Sie können nicht zu viele Affirmationen haben – je vielfältiger Sie Ihre Zielbotschaft an Ihr Unterbewusstsein senden, desto stärker wird es aktiviert. Aber Sie sollten auf jeden Fall darauf achten, dass die Botschaft tatsächlich immer dieselbe Aussage enthält.
Wie Sie Ihre Affirmationen variieren können
Verändern Sie einzelne Satzteile – Aus Ihrer Ursprungsformel können Sie weitere Affirmationen entwickeln, bei denen Sie jeweils das persönliche Fürwort, die Ansprache oder die Adjektive verändern, z.B.:
- “Ich trete meinem Chef gegenüber völlig selbstsicher und selbstbewusst auf.”
- “Stefan Bauer tritt seinem Chef gegenüber super selbstsicher und ganz selbstbewusst auf.”
- “Du – Stefan Bauer – strahlst Deinem Chef gegenüber ein großes Selbstbewusstsein aus.”
Verwenden Sie verschiedene Hilfsverben – Sie können auch Wörter wie “darf”, “muss” oder “kann” einfügen:
- “Ich kann meinem Chef gegenüber jederzeit selbstsicher und ruhig auftreten.”
- “Ich will meinem Chef gegenüber immer selbstsicher und ruhig auftreten.”
- “Ich darf meinem Chef gegenüber ohne weiteres selbstsicher und ruhig auftreten.”
Beschreiben Sie Ihre Suggestionsformel als einen Prozess – Formulieren Sie Ihre Suggestionsformeln als einen Vorgang, der immer weiter fortschreitet. So machen Sie Ihrem Unterbewusstsein klar, dass es Zeit hat, immer besser und besser zu werden. Schreiben Sie z.B.: “Ich trete meinem Chef gegenüber immer selbstsicherer auf, jeden Tag mehr und mehr.”
Finden Sie andere unterstützende Affirmationen
Ihre Ziele stehen nicht im luftleeren Raum. Oft hindern uns Einstellungen oder Glaubenssätze daran, unsere Ziele zu erreichen. Deshalb können wir unsere Ziele durch zusätzliche Suggestionsformeln unterstützen. Um solche weiteren Affirmationen zu finden, können Sie fragen:
- Was muss ein Mensch glauben oder tun, der mein Ziel bereits erreicht hat?
- Was könnte mich an meinem Ziel hindern und welche Formeln könnten mir dabei nutzen, um dieses Hindernis zu überwinden?
- Welche Einstellungen wünsche ich mir für mich selbst, die mir gut tun könnten?
Aus den Antworten auf diese Fragen, leiten Sie weitere Suggestionsformeln ab.
Beispiele
Auf die Frage hin, was ein Mensch glauben oder tun muss , der seinem Chef gegenüber selbstsicher und selbstbewusst auftreten kann, lassen sich z.B. folgende Affirmationen entwickeln:
- Ich bin ein wertvoller Mensch.
- Ich verdiene es, respektvoll behandelt zu werden.
- Ich fühle mich überall sicher.
- Ich kann mir Fehler erlauben. Ich darf Fehler machen.
- Ich kann jede Situation bewältigen. Ich komme mit allem klar.
Und als Antworten auf die Frage danach, was mich daran hindern könnte, meinem Chef selbstbewusst gegenüber aufzutreten und welche Formeln mir dann helfen könnten, lassen sich z.B. folgende Affirmationen entwickeln:
- Wenn Sie z.B. wissen, dass Sie Schwierigkeiten haben, Kritik anzunehmen, weil Sie sie immer so persönlich nehmen, können Sie sich sagen: “Ich kann Kritik gelassen annehmen und Kritik hilft mir besser zu werden und zu lernen.”
- Wenn Ihr Chef Sie immer so nervös macht, dass Sie ganz kribbelig werden, könnten Sie sich sagen: “Ich bin ruhig und gelassen. Ich behalte einen klaren Kopf.”
- Wenn Sie sich immer verhaspeln oder zu stottern beginnen, wenn Sie mit Ihren Chef reden wollen, dann könnten Sie folgende Formeln wählen: “Ich atme ruhig und kann überlegt und sicher reden, wenn ich meinem Chef gegenüberstehe.”
Auf die Frage hin, welche Einstellungen Sie sich für sich selbst wünschen, könnten Sie z.B. folgende Affirmationen entwickeln:
- Ich sorge immer gut für mich selbst.
- Ich nehme mich an.
- Ich bin ok wie ich bin.
Nutzen Sie auch andere Quellen
Es gibt zahlreiche Bücher, die Affirmationen anbieten. Suchen Sie sich die Suggestionsformeln heraus, die Ihnen gefallen. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, sich alle motivierenden Sätze aufzuschreiben, die Sie irgendwo finden. Über die Zeit wächst so Ihr Vorrat an Botschaften, die Sie sich selbst geben können. Ihre Formeln müssen nicht alle ausdrücklich einem Ihrer Ziele dienen. Folgen Sie hier Ihrem Bauchgefühl und Ihrer Intuition und wählen Sie alle Sätze, die Ihnen gut tun. Es gibt kein richtig oder falsch, solange die Sätze für Ihr Unterbewusstsein verständlich sind.
Lassen Sie sich Zeit, um Ihre Suggestionsformeln zu entwickeln – anfangen können Sie auch schon so!
Versuchen Sie nicht, gleich zu Beginn die perfekten Affirmationen entwickeln zu wollen. Suchen Sie sich zunächst Sätze, die bei Ihnen etwas anklingen lassen und die Ihnen intuitiv richtig erscheinen. Beginnen Sie einfach, mit diesen Formeln zu arbeiten. Sie brauchen eine gewisse Zeit, um herauszufinden, welche Suggestionsformeln für Sie wirksam sind. Auch wenn Sie schon mit Ihren Suggestionsformeln arbeiten, können Sie sie immer weiter überarbeiten und verfeinern. Sie können jederzeit Teile herausnehmen und neue hinzufügen, bis Sie die für Sie optimale Sätze gefunden haben, die Ihre jeweilige Absicht wirkungsvoll zu Ihrem Unterbewusstsein trägt.




