Was Sie tun können, wenn Sie sich angegriffen fühlen
Was Sie tun können, wenn Sie sich angegriffen fühlen
Wenn wir von einer anderen Person verbal angegriffen werden, ist es vor allem wichtig, besonnen zu bleiben und die Ruhe zu bewahren. Aggressiv zurückzuschlagen oder sich zu rechtfertigen, hilft in der Regel überhaupt nichts. Damit heizen Sie nur die Aggressivität Ihres Gegenübers an.
Hören Sie sich statt dessen den Angriff an und atmen Sie tief durch – ruhig mehrmals. Denken Sie immer daran, dass Sie nicht alles, was an Sie herangetragen wird, tatsächlich auch an sich heranlassen kommen müssen. Eine gewisse Distanz ermöglicht es Ihnen, besonnen zu bleiben.
Offen bleiben und herausfinden, worum es geht
Tipp
Sie können sich bei verbalen Angriffen von anderen Personen selbst schützen, indem Sie einen Angriff vor Ihrem geistigen Auge erst einmal auf den Tisch oder auf den Boden vor sich legen. Das klingt für Sie vielleicht etwas komisch, aber probieren Sie es trotzdem ruhig einmal. Wenn der Angriff symbolisch vor Ihnen liegt, können Sie ihn in Ruhe betrachten und Sie können sich dann leichter davon distanzieren.
Bei einer verbalen Attacke geht es vor allem darum, trotz allem offen zu bleiben. Es ist wichtig, dass Sie verstehen, worum es eigentlich wirklich bei dem Angriff geht – also welches Thema angesprochen wird, ob es um eine Forderung geht, eine Beschwerde oder ob Sie überhaupt der richtige Ansprechpartner sind. So stellen Sie vielleicht fest, dass Sie gar nicht Sie persönlich gemeint sind. Oft ziehen wir uns ja Dinge an, die gar nicht gegen uns gerichtet ist. Das zu erkennen, bevor man selbst aggressiv wird, kann viel Konfliktpotential aus der Situation nehmen. Vielleicht kann die Sache auch mit einem freundlichen Lächeln aus dem Weg geschafft werden. Also bemühen Sie sich, gut zuzuhören, denn das ermöglicht es Ihnen, die Ursachen für den Angriff zu erkennen und dann lösungsorientiert vorzugehen. Fragen Sie ruhig und freundlich so lange nach, bis Sie verstanden haben, worum es geht.
Zeigen Sie freundlich aber bestimmt, wenn ein Angriff grundlos oder unangemessen ist
Wenn der Angriff aus Ihrer Sicht vollkommen grundlos erfolgt oder sehr unangemessen ist, sollten Sie Ihrem Gegenüber genau das freundlich aber bestimmt klarmachen: “Herr Meier, ich bin gerne gewillt, mit Ihnen darüber zu reden, aber lassen Sie uns das bitte ruhig und sachlich tun.”
Neid, Konkurrenzgefühle, Minderwertigkeitskomplexe und ähnliches
Viele Menschen gehen auf Konfrontationskurs, wenn sie neidisch sind, sich anderen Menschen unterlegen fühlen oder Konkurrenz wittern. Aus einer solchen Motivation können mitunter lang andauernde und ernste Konflikte entstehen. Schmerzlich bekannt dürfte das einigen von uns z.B. durch das Mobbing am Arbeitsplatz sein. Überlegen Sie also, ob die betreffende Person vielleicht neidisch auf Sie ist oder Angst vor Ihnen haben kann. Wenn diese Möglichkeit besteht, könnte es sehr hilfreich sein, das zur Sprache zu bringen oder, wenn das nicht möglich ist, über die Angriffe großzügig hinwegzusehen.
Verständnis hilft dabei, ruhig zu bleiben
Ganz grundsätzlich gilt: Wenn Sie verstehen, dass viele Menschen Konflikte aufgrund ganz natürlicher menschlicher Schwächen suchen, können Sie vielleicht in Zukunft in solchen Situationen verständnisvoller mit anderen Menschen umgehen. Verständnis kann Ihnen dabei helfen, Streits einfacher aus dem zu Weg gehen und in Konfliktsituationen besonnen und ruhig zu reagieren. Sie müssen dann nicht jedes Thema ausdiskutieren, sondern entwickeln eine innere Größe, die es Ihnen erlaubt, auch mal einen ungerechten Angriff unbeantwortet stehen zu lassen.
Manchmal ist es auch nur schlechte Laune
Manchmal hat jemand auch einfach nur schlechte Laune. Das geht uns allen mal so. Wir sollten dann nicht jede Geste und jedes Wort überbewerten. Hier geht es nicht um einen Konflikt, sondern nur um eine Tagesform. Wir können daraus natürlich einen Konflikt machen, aber wir können in einem solchen Fall vielleicht auch einfach darüber hinwegsehen, ob der andere sich nun etwas im Ton vergriffen hat oder nicht. Morgen ist ein neuer Tag. Solche Situationen sind eine gute Möglichkeit, Verständnis und Nachsicht zu üben.
Aber Vorsicht: Wenn sich die schlechte Laune Ihnen gegenüber häuft, ist es Zeit, das Verhalten des anderen anzusprechen.
Manchmal ist aber auch Schlagfertigkeit gefragt
Sie sollten sich aber natürlich auch nicht alles gefallen lassen. Wer gerade im Berufsleben zu weich und verständnisvoll auftrifft, gerät manchmal schnell ins Hintertreffen. Eine gewisse Schlagfertigkeit ist in vielen Situationen durchaus angebracht. Trainieren Sie also Ihre Fähigkeit, die richtigen Antworten im richtigen Moment zu finden. Wenn Ihnen selbst nicht viel einfällt, können Sie sich einfach kluge Sprüche anderer Leute merken und immer wieder im Stillen in Gesprächssituationen überlegen, was man hier hätte Treffendes sagen können. Trauen Sie sich zu, für sich einzustehen, wenn es nötig ist. Gewisse Grenzen sollte jeder für sich setzen.





Was mir hier fehlt ist Machtverhältnisse und auch Kultur oder Klichees. Jetzt mal ganz abgesehen von dem was ich in mir habe oder mein Gegenüber. Es ist eben immer noch nicht so ganz akzeptiert wenn ich als Frau Respekt verlange oder mir sogar Respekt verschaffe. Genauso soll ich als "Krankenschwester" immer lieb sein und um die Mediziner (letzte Elite die wir noch stürzen müssen;-)) rumschleichen... so ein nettes von Hochachtung getränktes "Ja Herr Doktor" wird doch noch sehr erwartet. Ich muss mir manchmal Sachen gefallen lassen die wirklich nur mit dem zutun haben und weit entfernt sind von dem was hier im Artickel steht. Unser Chefarzt der ist so eitel den darf ich nicht mal ansprechen, unser Oberarzt ist nicht viel besser. Der redet nur mit meinem Vorgesetzten, desen Stellvertretung ich bin. Da gibt es noch richtige Feudalherrschaft...
Ja aber gut. Grundsätzlich gefällt mir der Artickel. Verbale Angriffe können etwas über mich aussagen und mir damit helfen mit Angriffen, Verletzung fertig zu werden.
Ich habe da zwei Anteile in mir: Der eine ist ein sehr empfindsamer, ängstlicher Teil der auch schnell mal was persönlich nimmt und der andere ist ein Revoluzer der sich nicht alles gefallen lässt.
Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt!
Sonnige Grüsse aus der Schweiz
Hallo Flokati,
interessiert habe ich Deinen Kommentar gelesen und mir dabei gedacht, aha -> Deutschland, (immer noch) typisch!
Dann las ich Deinen Gruss aus der Schweiz und war erstaunt! Ich arbeite seit 1985 in der Schweiz, bin gelernter dipl. Pflegefachmann (aus DE) und habe bis 2007 immer sehr gut mit jedweder Art von "Studierten" umgehen können gegenseitige Akzeptanz!!
Schwierige Menschen gibt es, man nennt dies heute neudeutsch "herausfordernde Situationen"! Warum?
Wie schon oben beschrieben, gibt es oftmals Gründe für "schwieriges" Verhalten und auch wir sind nicht gefeit davon, uns "schwierig", bei Frauen oft als "zickig" tituliert, zu verhalten. Jeder, der in so einer Situation ist, hat für sich einen Grund dafür!
In meinem mittlerweile >50jährigem Leben habe ich nur sehr wenige Menschen kennengelernt, die aus reiner Bosheit böse und gemein waren. In der Auseinandersetzung mit ihnen und auch meinem eigenen Verhalten, finde ich immer wieder Gründe von verletztem Stolz, mangelndes Selbstbewusstsein, Rechthaberei, besseres Wissen und andere Wertvorstellungen, die zu solchen Verhaltensweisen führen.
Ich versuche es vermehrt mit Toleranz, dadurch werde ich allerdings für einige aalglatt und habe keine eigene Meinung, aus meiner Sicht ein Trugschluss.
Güsse aus dem Dreiländereck DE - CH - F
So wie ich das sehe, gibt es 2 Sorten von schwierigen Menschen, die eine im privaten Bereich, welchen ich grosszügig und weiträumig aus dem Weg gehen kann, das ist einfach, ich möchte nicht mit Menschen zusammen sein, welche mir nicht gut tun! Die andere Sorte sind die Machtmenschen, ob in Beruf oder Behörden, wie soll ich solchen Menschen begegnen die fähig sind alleine auf Grund Ihrer Stellung mich und andere zu zerstören!Die Worte einer Sozialarbeiterin: Wenn ich nicht kooperiere sehe sie sich wenig geneigt sich für mich ein zusetzten!!!Sich dem Machthunger und Geltigkeits Bedürftniss solcher Menschen aussetzten und sagen, ach Gotterchen die arme Frau hat wohl auch viel zu ertragen in Ihrem Leben, das sie es nötig hat so mit mir um zu gehen!!!
Vergesst es meine Lieben, denen MUSS man kontra geben!!!
Je mehr man sich gefallen lässt, desto mehr nimmt man uns die Eigenverantwortung ab!!!Genau das ist es was von oben gewollt ist, eine Herde Schafe, welche klaglos Rasen mähen, Wolle geben und am Schluss wird man gekillt, des profites wegen!!!Nun was ich noch nicht aus probiert habe ob es angenehmer ist, sich die Haut vom lebendigen Leib ziehen zu lassen mit einer Positiven Lebenseinstellung!!!Die Schafe werden immer undankbarer:))))
Hallo Monika,
Du schreibst "Die Worte einer Sozialarbeiterin: Wenn ich nicht kooperiere sehe sie sich wenig geneigt sich für mich ein zusetzten!!!"
Meine Gedanken über die Sozialarbeiterin:
Ich muss die Maßnahmen gegenüber meinen Vorgesetzten (und mir) vertreten können. Wenn Sie (Monika) auch von Ihrer Seite "mitarbeiten", kann ich bestimmte Dinge in Bewegung bringen. Ich muss auch an die Gemeinschaft denken und kann nicht einen einzelnen bevorzugen. Es ist ein Geben und Nehmen.
Meine Gedanken über Dich:
Ich will mir nicht vorschreiben lassen, was ich zu tun habe. Die Sozialarbeiterin soll mich mögen und eine Ausnahme machen.
Vielleicht etwas als Gedankenanstoß.
Viele Grüße.