Kontakt
Facebook
Twitter
RSS
Gästebuch
Wöchentlicher Newsletter

Menschliche Kommunikation verstehen: die Transaktionsanalyse

Von Tania Konnerth

In vielen Büchern und Ratgebern zum Thema Kommunikation wird immer wieder ein Modell zitiert, das 1964 von dem amerikanischen Psychiater Eric Berne entwickelt und in seinem Buch Spiele der Erwachsenen erstmals beschrieben wurde: die sogenannte Transaktionsanalyse.

Wir möchten Ihnen dieses Kommunikationsmodell hier vorstellen und zeigen, wie Sie es im Alltag für Ihre eigene Kommunikation nutzen können.

Ich bin o.k. – du bist o.k.

Als Basis entwickelte Eric Berne drei Grundannahmen, die für die damaligen Verhältnisse in der Psychiatrie bahnbrechend waren und durch die das Verhältnis von Psychologen und ihren Klienten deutlich humaner wurden:

  1. Die Menschen werden “o.k.” geboren - Nach Eric Berne werden alle Menschen mit einem guten und gesunden Potential geboren.
  2. Auch Menschen mit emotionalen Problemen sind vollwertige, intelligente Menschen – Dieses Prinzip konsequent verinnerlicht, öffnet Psychologen den Weg dazu, eine respektvolle und akzeptierende Haltung gegenüber ihren Klienten aufzubauen.
  3. Alle emotionalen Schwierigkeiten sind heilbar - ein ausreichendes Wissen und geeignete Methoden vorausgesetzt.

Von dieser versöhnlichen Grundhaltung aus entwickelte Eric Berne das plastische Kommunikationsmodell der Transaktionsanalyse als ein Instrument, mit dem wir unser Kommunikationsverhalten besser verstehen können.

Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich und Kind-Ich

Das eigentliche Modell beruht auf drei verschiedenen, so genannten “Ich-Zuständen”.

Eric Berne fand heraus, dass wir in der Kommunikation mit anderen zwischen verschiedenen Zuständen wechseln. Erkennbar ist das z.B. an Wortwahl, Tonfall und auch am Inhalt dessen, was wir sagen sowie an unsere Mimik, Gestik und Körpersprache.

Die drei Ich-Zustände sind:

Das Ganze ist den meisten gar nicht bewusst

Wenn zwei Personen miteinander reden, sind nun immer auch die verschiedenen Ich-Zustände beteiligt. Dabei sind uns diese Verhaltensmuster meist gar nicht bewusst. Sie zeigen sich nicht immer offensichtlich, sondern können sehr versteckt ablaufen.

In einer Partnerschaft kann z.B. die Frau über viele Jahre vor allem aus dem Eltern-Ich heraus agieren und der Ehemann aus dem Kind-Ich, ohne dass sich beide über dieses Phänomen im geringsten klar sind. Eine Klärung dieser Muster kann hier zu großen Überraschungen führen. Die Frage ist, ob die Lebenspartner mit diesen Erkenntnissen umgehen und ihre Beziehung so verändern können, dass sie auch ohne diese Kommunikationsmuster gut miteinander klarkommen. Das ist nicht immer der Fall.