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Spiel der Poesie

Von Tania Konnerth7 Kommentare

“Begegnung mit Neruda” von Marty Brito Paut. – Santiago de Chile, 2004. – 48.- EUR zzgl. Versand (in hochwertiger Ausstattung mit Holzkiste), 35.- Eur zzgl. Versand (im Stoffbeutel). – Bestellungen bei: martybrito@yahoo.com oder per Telefon in Deutschland: 06221 895789 bei Joachim Ernst.

“Begegnung mit Neruda” ist ein Spiel und darüber hinaus ist es eine Quelle schier unerschöpflicher Inspiration.

Pablo Neruda lebte von 1904-1973 in Chile und war Literaturnobelpreisträger. Bekannt wurde er vor allem durch sein “Buch der Fragen”. Und genau dieses Buch bildet auch die Grundlage für das vorliegende Spiel. Die Poesie Nerudas besteht hier darin, dass seine Fragen so ungewöhnlich und so überraschend sind, dass man eigentlich gar nicht anders kann, als inspiriert zu werden:

Das ist doch pure Poesie, finden Sie nicht?

Das Spiel beinhaltet 100 Karten mit je einer Frage Nerudas auf der einen Seite und einem Fotomotiv auf der anderen (insgesamt drei verschiedene Motive). In der Schmuckausgabe liegen die Karten in einer wertvollen dreieckigen Holzschatulle. Beigelegt sind ein Heftlein und ein blauer Inspirationsstein. Man kann mit den Karten auf verschiedene Weise spielen – aber allein das Lesen regt zu kreativen Gedankengängen an und das Finden von Antworten umso mehr.

Das Spiel ist übrigens konsequent dreisprachig gehalten (spanisch, englisch und deutsch). So kann man es auch mit fremdsprachigen Personen spielen oder es gleichzeitig nutzen, um die eigenen Fremdsprachenkenntnisse aufzufrischen.

Fazit: Ein faszinierend anregendes Spiel zur einzigartigen Poesie Pablo Nerudas. Ein Geschenk für alle, die das Besondere lieben.

Bewertung: Man braucht einen Zugang zu poetischen Gedanken, aber dann: PunktPunktPunktPunktPunkt


  1. Joachim Ernst schreibt am 14. Juni 2007 um 17:11

    Da steht: »Bekannt wurde er vor allem durch sein "Buch der Fragen"«.
    Das stimmt einfach überhaupt nicht. Die Fragen Nerudas wurden nach seinem Tode von seiner Witwe zusammengetragen und erst dann veröffentlicht.
    Neruda wurde bekannt durch seine Liebesgedichte. Seine Poesie.

    Mit Grüßen Joachim Ernst

  2. Tania schreibt am 14. Juni 2007 um 17:44

    Hallo Joachim,

    danke für den Hinweis. Dann hätte ich besser schreiben sollen: Bekannt wurde er MIR vor allem..., denn ich habe ihn tatsächlich durch seine Fragen kennen gelernt.

    Aber, das ist ja jetzt geklärt :-)

    Danke!
    Tania, vom "Zeit zu leben"-Team

  3. Doris Volling schreibt am 16. Juni 2007 um 19:21

    zum Spiel "Neruda".
    Die Anregungen des Spiels haben so manchen Abend poetisch und phantasievoll gestaltet. Auch mit Menschen, die man noch nicht lange kennt. Es lädt ein, sich kennenzulernen über Gedanken, die ungewöhnlich sind, und daher frei von Regeln.
    Es macht viel Spaß, erheitert, regt an. Die Gestaltung ist wunderschön und passt so gut zu der Poesie Nerudas.

    Doris Volling

  4. Joachim Ernst schreibt am 17. Juni 2007 um 12:14

    Kommentar zu meinem Kommentar vom 14.6.2007
    Als ich auf "Abschicken" drückte, wußte ich, daß ich mehr schreiben wollte.
    Hier also dieses "Mehr":
    3 x Einverstanden. Ein wundervolles Spiel, ein Spiel, das Antworten voller Wunder auslöst. Mit ein wenig Mut, offen zu sein und mich selbst zu zeigen.
    Eine andere, tiefergehende Art von Kommunikation, von Begegnung entsteht mit Leichtigkeit und ich will gar nicht aufhören und "endlos" weitere Antworten geben.
    Und die Bilder auf der Seite mit den Fragen entsprechen ganz und gar der Poesie Nerudas.
    Noch einmal:
    Neruda wurde mir bekannt durch seine Liebesgedichte. Seine Poesie.

    Mit zustimmenden Grüßen Joachim Ernst

  5. Sylvia Eydner schreibt am 17. Juni 2007 um 16:22

    Ich habe das Spiel manchmal auch so genutzt:

    Jeden Tag habe ich im Urlaub eine Karte gezogen und zu der entsprechenden Frage eine kleinere oder größere Geschichte geschrieben. Dabei habe ich Tageseindrücke in der Fremde mit einfließen lassen.
    Da allein schon die Fragen keine engen Begrenzungen des Denkens zulassen, konnten mich auch die Geschichten über meine eigenen Grenzen hinaustragen.
    Was so alles in mir steckt! Aber auch die Karten sind ein ästhetischer Genuss!
    Sylvia Eydner

  6. Iris schreibt am 12. Oktober 2007 um 21:30

    Heute entdecke ich diesen Hinweis. Vielen Dank! Ich liebe die Gedichte Pablo Nerudas und werde mir dieses "Spiel" bestimmt zulegen. Ich kann es mir auch prima als Geschenk vorstellen.

    Liebe Grüße

    Iris

    PS: Wer irgendwann einmal vorhat, nach Chile zu reisen, sollte sich auch die Häuser des Schriftstellers anschauen. Habe zwei seiner drei Wohnsitze gesehen und war einfach nur begeistert. Besonders das Haus und seine Atmosphäre in Isla Negra hatte es mir angetan, während das Gebäude im Künstlerviertel Bellavista in Santiago (zumindest heute) sehr idyllisch wirkt. Dort ging der Künstler über Stufen durch einen kleinen, romantischen Garten in sein Schreibzimmer.

  7. Barbarella schreibt am 16. Juli 2008 um 13:58

    Ein toller Tipp!

    Danke!