Kontakt
Facebook
Twitter
RSS
Gästebuch
Wöchentlicher Newsletter

Teufelskreise durchbrechen

Von Tania Konnerth4 Kommentare

teufelskreis

Teufelskreise sind tückisch – wir geraten gerade in unserer Beziehung immer und immer wieder hinein. Hinterher wundern wir uns oft, wie das wieder geschehen konnte.

Wenn Sie in immer wieder die gleichen Streits oder Auseinandersetzungen geraten

In langjährigen Beziehungen schleifen sich häufig bestimmte Verhaltensmuster ein. Dann muss einer nur ein bestimmtes Wort sagen oder etwas tun, und schon beginnt wie automatisch der wohlbekannte Streit um immer die gleichen Dinge. Solche immer gleich verlaufenden Auseinandersetzungen bringen Sie beide nicht weiter. Es geht nie vorwärts, weil Sie sich immer im Kreis bewegen.

Durchbrechen Sie Muster  und Teufelskreise

Teufelskreise zu durchbrechen, ist sehr schwer. Das deutet ja auch schon der Name an. Aber möglich ist es durchaus. Das Grundprinzip dabei ist immer, die gewohnten Bahnen zu verlassen.

Dazu einige Tipps:

Teufelskreise analysieren - Versuchen Sie einmal, sich über Ihre Teufelskreise klarer zu werden. Wenn wir den Mechanismus des Teufelskreises verstehen, können wir viel eher etwas unternehmen, um ihn zu durchbrechen. Beschreiben Sie diese immer gleichverlaufenden Auseinandersetzungen einmal schriftlich. Sie können dafür die Schlüsselsätze oder Reizwörter aufschreiben und mit Pfeilen den Ablauf des Gesprächs kennzeichnen. So wird meist schon viel klarer, wo der Streit immer wieder beginnt und wie er weitergeführt wird.

Einfach mal etwas anders machen – Wenn ein Streit in der Luft liegt, machen Sie das nächste Mal irgend etwas grundlegend anders als sonst. Ein Beispiel: Wenn Sie normalerweise Zuhause streiten, verlassen Sie Ihre Wohnung. Gehen Sie spazieren. Dadurch, dass Sie die Räume verlassen, durchbrechen Sie die gewohnten Verhaltensweisen. Außerdem lässt es sich sowieso besser reden, wenn Sie laufen. Tun Sie etwas Unerwartetes. Sie könnten z.B. einfach einmal sagen: “Vielleicht hast Du ja auch recht!” statt immer auf Ihrem eigenen Standpunkt zu bestehen.

Tipp

Hierfür  ist die Methode 6-Hut-Denken n. E. de Bono eine nützliche Technik.

Für Fortgeschrittene: gehen Sie auf die Metaebene – Versuchen Sie hin und wieder auf die sogenannte “Metaebene” zu gehen. Gemeint ist damit, dass Sie versuchen sollten, aus dem eigentlichen Streit herauszugehen, also einmal “zu vergessen”, worum es im Einzelnen geht und die gesamte Situation aus einer übergeordneten, objektiven Perspektive heraus zu betrachten. Nützlich ist es auch, verschiedene Standpunkte einzunehmen und das Reizthema aus diesen Richtungen zu betrachten.

Eine dritte Person ins Spiel bringen – Eine andere Möglichkeit ist es, einen gemeinsamen Freund oder eine Freundin zu bitten, “Schiedsrichter” zu spielen. Hierfür müssen Sie aber beide möglichst gleich viel Vertrauen zu der Person haben. Außerdem sollte die Person in der Lage sein, in einem Streit ruhig, neutral und besonnen zu bleiben. Eine dritte Person kann mit dem Blick von außen oft viel besser die eigentliche Knackpunkte in einem Streitgespräch erkennen und Ihnen wertvolle Tipps dafür geben, wie Sie diesen Teufelskreis durchbrechen können.

  1. windfrau schreibt am 28. April 2011 um 21:09

    Gute Tipps, immer noch...
    das einzig problematische daran ist jedoch, daß sie manchmal im wahrsten Sinn des Wortes zu spät kommen: eine Bemerkung, eine Geste, eine Handlung, die bei uns irgendeinen wunden Punkt, einen inneren "roten Knopf" trifft, triggert erstmal unweigerlich eine spontane Reaktion, die erstmal eben NICHT rational ist... die "alten" Gehirnzentren und Gedächtnisse lösen blitzschnell eine (Streß)Kaskade aus und das erste Wort fällt, noch ehe der bewußte Gedanke kommt... und läuft nach Schema ab...

    eine MEINER besten Investitionen diesbezüglich war beinhartes Training, meinem "klügeren ICH", meinem logischen Hirn ZEIT zu verschaffen, da regulierend nachzukommen... also zu lernen, nicht SOFORT zu reagieren... prinzipiell zuerst den mund tatsächlich geschlossen zu lassen für gezählte 10 Sekunden, mich auf die Atmung zu zentrieren, erstmal aus dem Raum zu gehen...
    das brauchte echt Übung, und zwar zuerst in NICHT-konflikthaften Situationen... immer wieder. und dann, nach einiger Zeit wurde es auch bei Konflikten genau so ein Reflex wie vorher der "Schnellschuß".

    Liebe Grüße, die Windfrau

  2. Rainer Spangl schreibt am 1. Mai 2011 um 13:15

    Zeit zu Leben! Wahrhaftig eine Wunderwelt, mit den Themen die uns alle betreffen. Und nun bekam ich ein Buch in meine Hände, dass ich auch an Euch, Ralf Senftleben, und seinem Team weiterempfehle.
    Liebe Grüsse, Rainer

  3. Rainer Spangl schreibt am 1. Mai 2011 um 13:17

    Lustig ist das Mail ohne mein Wissen abgesandt worden. Zum Buchtipp: EIN KURS IN WUNDERN ! Hier ist der Buchtipp, nachgeholt.
    Rainer

  4. Rainer Spangl schreibt am 1. Mai 2011 um 13:19

    Mein Buchtipp: EIN KURS IN WUNDERN !
    Liebe Grüsse, Rainer